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Gesetzesentwurf: Ärzte sollen mit mehr Geld aufs Land gelockt werden

Landärzte sollen künftig von den Krankenkassen besser honoriert und auch mit anderen Anreizen in ländliche Gebiete gelockt werden. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen.

Mit der Maßnahme will die Regierung einer drohenden ärztlichen Unterversorgung auf dem lande vorbeugen. Zu den weiteren Maßnahmen gehören zum Beispiel bessere Voraussetzungen, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Dadurch sollen mehr Ärzte und Ärztinnen aufs Land gelockt werden.

Für den Entwurf des neuen Versorgungsgesetzes hagelte es Kritik von Seiten der Krankenkassen, der Arbeitgeber und der Gewerkschaften. Es fehle ein schlüssiges Konzept für den Abbau des Ärzte-Überangebots in den Städten, monierte die AOK. Die Arbeitgeber warnten vor zusätzlichen Kosten.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Arzt, Land, Gesetzesentwurf, Anreiz
Quelle: www.focus.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.08.2011 15:02 Uhr von Bayernpower71
 
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ich wollte die gleiche news einliefern: kickingcrocodile war schneller, du schuft ^^

Der Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Bahr sieht vor:

- flexiblere Praxengenehmigungen für Landkreise
- Stadt-Ärzte sollen eine Entschädigung bekommen wenn diese aufs Land ziehen und dort praktizieren
- Höhere Honorare für Landärzte (auch Zahnärzte)
- keine Beitragserhöhungen seitens Krankenkassen

Das Paket kostet 300 Millionen Euro (erstmal), wird aber im Laufe der Jahre gegen Null gehen. Apotheken ziehen nach, usw usw. Am Ende wird ein Plus daraus. Volkswirtschaftlich gar nicht mal so blöde was Bahr sich da ausgedacht hat.
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04.08.2011 10:57 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@kickingcroco: Sehr, sehr unkritischer Artikel Lieber Autor,

...du solltest wissen, dass der FOCUS keine richtige Zeitung ist, sondern ein Propaganda-Blatt, welches kräftig die Umverteilungspolitik in Deutschland fördert.

Das verharmlosend "Landarztgesetz" genannte Vorhaben der Rösler-Partei ist ein weiteres Wahlkampf-Geschenk für die Klientel - und die 4. Honorarreform in drei Jahren. Während Arbeitnehmer arm gespart werden, wird bei den Ärzten geprasst:

Dazu einige Zitate aus der Financial Times Deutschland vom 9. Juni:

"Ärztegeschenk beschädigt FDP"

"Mit dem Ende der Honorardeckelung für Mediziner haben die Liberalen vor allem eines verloren: Glaubwürdigkeit. Es ist schwer, in der Regelung etwas anderes zu erkennen als ein üppiges Wahlgeschenk.

An seinem ersten Tag als Parteichef sprach Philipp Rösler einen verheißungsvollen Satz: "Ab heute wird geliefert." Es gibt in der Tat eine lange Liste an Dingen, die man von einer liberalen Partei erwarten darf und die die FDP vermissen ließ - vor allem Glaubwürdigkeit. Doch diese Lieferung ist wohl unterwegs verloren gegangen. Denn anscheinend will sich die FDP doch lieber wieder nur auf ihre traditionelle Klientel konzentrieren. Nach Hoteliers - siehe Mehrwertsteuersenkung - sind nun die Ärzte dran.

So jedenfalls, wie das Versorgungsgesetz jetzt geplant ist, fällt es schwer, darin etwas anderes zu erkennen als ein üppiges Wahlgeschenk an die eigenen Stammwähler. Die angebliche Begründung für das Gesetz ist der Ärztemangel im ländlichen Raum. Um den zu beheben, ist es aber unsinnig, die Budget-Obergrenzen für alle Praxen de facto abzuschaffen.

Es würde reichen, die Honorardeckelung nur in den wenigen Regionen aufzuheben, die wirklich zu wenige Ärzte haben. Das kostet nicht viel und bringt vielleicht ein paar Mediziner dazu, sich dort niederzulassen.

Überall sonst jedoch ist die Honorardeckelung notwendig, weil das Prinzip von Angebot und Nachfrage im Gesundheitsbereich schlicht nicht funktioniert: Der Kunde zahlt für die Leistung nicht selbst. Die Kassen übernehmen die Kosten, also fragt der Patient nicht nach dem Preis. Und Ärzte haben den Anreiz, Behandlungen nach Gusto anzuordnen.

Es ist schwer vorstellbar, dass das Gesundheitsministerium den entsprechenden Passus im Versorgungsgesetz versehentlich so formuliert hat. Eine der gern angebrachten Entschuldigungen in solchen Fällen kann für Röslers Nachfolger als Minister, Daniel Bahr, jedenfalls nicht gelten: dass er zu kurz im Amt ist, um die Auswirkungen jedes Details eines neuen Gesetzes zu überblicken. Der Mann war zuvor Staatssekretär im selben Ministerium sowie gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion - es ist seit Jahren sein Fachgebiet.

Bei der Energiewende hat die Kanzlerin die Liberalen kräftig auflaufen lassen und deren Forderung nach einer flexiblen Definition der Laufzeiten ignoriert. Und den Ruch der Klientelpartei kann die FDP mit dieser Gesundheitspolitik nicht abstreifen.

Mit dem Neustart der Rösler-FDP wird das so nichts".

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