03.08.11 12:21 Uhr
 235
 

Wolfgang Schäuble: Was Athen dient, "ist gut für den Euro"

In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kündigte Wolfgang Schäuble an, den Euro mit Zähnen und Klauen verteidigen zu wollen. Er betrachte den Euro nicht als rein ökonomisches, sondern politisches Projekt. Griechenland dürfe keinesfalls die Eurozone verlassen, sonst überlasse man den Märkten das Feld.

Der Bundesfinanzminister verteidigt zudem die jüngst in Brüssel beschlossene massive Aufstockung finanzieller Hilfen für Euro-Schuldensünder. Was gut für Griechenland ist, sei auch gut für den Euro. Eine Gemeinschaft sei kein Nullsummenspiel, das gelte auch für Athens Schulden bei privaten Banken.

Auf eine Transferunion angesprochen antwortete Schäuble, man trage fortan Dinge gemeinsam zum Nutzen aller Beteiligten. Bisher sei Berlin immer "in die richtige Richtung" gegangen, ist Schäuble überzeugt. Für mehr europäisches Bewusstsein plädiere er für die Wahl eines europäischen Präsidenten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Euro, Europa, Schulden, Wolfgang Schäuble, Athen
Quelle: www.faz.net

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Boni-Streit: Josef Ackermann wirft Wolfgang Schäuble Anstandslosigkeit vor
Wolfgang Schäuble warnt vor einer neuen Finanzkrise
Wolfgang Schäuble nennt Kompromiss bei Bundespräsidentenkandidat "Niederlage"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.08.2011 12:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
Wer jetzt noch nicht kapiert hat, dass Deutschland künftig Dauertransferland wird, sollte schleunigst dieses haarsträubende Interview eines völlig durchgeknallten Finanzministers lesen, der offenbar sein Heil in der Flucht nach vorne sucht - nachdem sämtliche Finanzhilfen, auch die jüngsten, verpufft sind.
Kommentar ansehen
03.08.2011 12:26 Uhr von anderschd
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Und was dem: Euro dient, ist gut für uns Politiker und den Wirtschaftsbossen.
Kommentar ansehen
03.08.2011 12:38 Uhr von Strassenmeister
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Was für ein Schwätzer.
Kommentar ansehen
03.08.2011 12:41 Uhr von Tattergreis
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
1933: am 31.01.1933 wurde jemand zum Reichskanzler der dachte er wäre das Heil für Deutschland, diese Elend dauerte 12 Jahre. Wie lange dauert es Jetzt??
Kommentar ansehen
03.08.2011 13:23 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Offenbar ist Schäuble der Meinung dass das Aufobstruieren einer Transferunion ohne gemeinsame Fiska-, Sozial und Wirtschhaftspolitik entgegen aller Gesetze und demokratischer Prozesse legitim sei, während Auflagen für nationale Haushaltsetats der Pleitekandidaten ein anti-europäischer Eingriff in die nationalstaatliche Souveränität darstellen.

Die perfekte Konstellation für ein "Weiter-So" mit der Wirtschaftsblase. Der perfekte Konsument lebt zwischen Athen und Lissabon - was die schwäbische Hausfrau nicht zu verkonsumieren gedenkt, wird künftig auf Umwegen in die Tasche hiesieger Exportindustrieller und ihre Finanziers gelangen.

Ein Land schafft sich ab im Aberglauben, hiesige Industrielle und Banker hegten noch nationale Eitelkeiten.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Boni-Streit: Josef Ackermann wirft Wolfgang Schäuble Anstandslosigkeit vor
Wolfgang Schäuble warnt vor einer neuen Finanzkrise
Wolfgang Schäuble nennt Kompromiss bei Bundespräsidentenkandidat "Niederlage"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?