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Heiner Geißler verwendet Joseph-Goebbels-Zitat und keiner regt sich darüber auf

Bei der Debatte zum Stresstest S21 um den umstrittenen Bahnhof in Stuttgart hatte Schlichter Heiner Geißler das berühmte Joseph-Goebbels-Zitat "Wollt ihr den totalen Krieg?" in die Runde geworfen.

Wo normalerweise reflexartig bei Nationalsozialismus-Vergleichen ein Sturm der Entrüstung aufbraust, blieb es diesmal still. Vielleicht waren alle Diskutanten vom schnell darauf folgenden Kompromissvorschlag Geißlers überrumpelt, so dass keine Zeit zur Empörung blieb.

Geißlers neuer Vorschlag für Stuttgart 21 lautet übrigens "Frieden in Stuttgart". Ein deutlicher Gegensatz zum polternden "Kriegs"-Zitat des nationalsozialistischen Propagandaministers.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Stuttgart 21, Zitat, Heiner Geißler, Joseph Goebbels
Quelle: www.sueddeutsche.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2011 11:54 Uhr von Jolly.Roger
 
+26 | -3
 
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Ich verwende jetzt auch mal ein NS-Zitat, das sogar Hitler höchstpersönlich von sich gegeben hat:

"Ich geh jetzt Mittagessen."

Bin jetzt auf den Sturm der Empörung gespannt....

Goebbels hat damals mit einem klaren und lautem "JA!" gerechnet. Geißler wollte genau das Gegenteil, wollte den beteiligten Parteien mal klar machen, was sie hier veranstalten.

Es wäre auch ziemlich dämlich, ihn nun in die rechte Ecke zu stellen....
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02.08.2011 12:00 Uhr von K.T.M.
 
+10 | -2
 
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who cares? Zumal der Begriff des Totalen Krieges keine Erfindung von Goebbels ist, sondern schon Jahre vorher von Ludendorff geprägt wurde.
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02.08.2011 12:20 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+12 | -1
 
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"Heiner Geißler verwendet Joseph-Goebbels-Zitat und keiner regt sich darüber auf"

Wäre schön, wenn es so geblieben wäre und Du uns mit dieser "News" verschont hättest!
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02.08.2011 12:31 Uhr von EvilMoe523
 
+8 | -0
 
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Ganz der Meinung von Jolly.Roger: Es sind nur Worte und diese Frage hatte in diesem Zusammenhang auch einen Sinn. In dieser Frage steckte ja wohl kein antisemitischer Hintergrund. Warum sollte man also irgendwelche Aussagen anprangern nur weil es auch mal irgendwelche Nazis von sich gaben?

Das Beispiel mit dem Mittagsessen ist da wohl mehr als treffend und sagt eigentlich alles.

Und Überschriften wie "der XY hat das gesagt und keiner regt sich auf" ist dann schon eher als Hetze anzushen und absolut ein absolut dämlicher Versuch um für Stimmung zu sorgen bei wegen Kindergartenangelegenheiten.

Man unterstellt ja auch keinem Vegetarier, dass er dem Vorbild Hitler nacheifert oder?

[ nachträglich editiert von EvilMoe523 ]
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02.08.2011 14:01 Uhr von Serverhorst32
 
+1 | -4
 
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ist sowas nicht illegal ? Also darf man ganz offen jetzt solche Nazigrößen zitieren? Auch rein rechtlich mein ich jetzt?

Ich dachte sowas ist ein Straftatbestand wegen Volskverhetzung oder so ...
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02.08.2011 14:37 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -2
 
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@Serverhorst32: "Ich dachte sowas ist ein Straftatbestand wegen Volskverhetzung oder so ... "


Autobahn.

So, jetzt verklag mich, dann haben wir bald Gewissheit.... ;-)
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02.08.2011 14:47 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -2
 
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@Serverhorst32: Es gibt selbstverständlich kein Zitierverbot. Im Rahmen eines Zitats kannst Du erwähnen, was Du willst.
Es kommt auf den Gesamtrahmen und die Intention des das Zitat umgebenden Textes an, ob andere Straftatsbestände, wie z.B. Hetze oder Verunglimpfung einer Glaubensrichtung etc. gegeben sind.

Es ist völlig legitim zu schreiben (Zitat Adolf Hitler am xx.xx.xxxx "Die Juden sind unser Unglück"). Da der Kontext hier offensichtlich dazu gedacht ist, darzulegen, wie Zitate funktionieren und unter welchen rechtlichen Zusammenhängen man auch problematische Zitate bringen kann und bringen können dürfen muss, um ein thema zu behandeln, greift da auch kein Paragraph bezüglich irgendwelcher Nutzungsverbote.

Und der von Heiner Geissler benutzte Satz ist eh nicht verboten, weil er nichts mit Antisemitismus zu tun hat, sondern im Rahmen des Krieges gegen den Osten und Frankreich verwendet wurde.
Außerdem war die Intention eben keine Verherrlichung desjenigen, der mit diesem Satz bekannt geworden ist, sondern eine Parabel. Und das ist in (fast) jedem Fall nicht illegitim. (Natürlich kann man auch da einen Kontext wählen, der einen wieder anderer Straftatsbestände schuldig werden lässt).

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