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IAB : Geringqualifizierte verdienen seit 1990 real immer weniger

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die Einkommensunterschiede zwischen Geringqualifizierten und Akademikern stark zugenommen. Dies erklärte Joachim Möller, Chef des Forschungsinstituts IAB.

Derzeit befinde sich das Lohnniveau von Geringqualifizierten auf dem Stand der 1980er-Jahre. Der Trend dieses Reallohnverlustes begann 1990 und beschleunigte sich nochmals 2005. Ein Beispiel: Ein Akademiker, 40 Jahre alt, verdient 2,6-mal soviel wie ein 40-jähriger Geringqualifizierter. 1984 waren es das 2,1-Fache.

"Deutschland gilt heute als eines der OECD-Länder mit dem höchsten Anstieg der Lohnungleichheit", so Joachim Möller. Während die Löhne bei Universitätsabsolventen seit Mitte der 1980er um 22 Prozent stiegen, büßten Ungelernte und Personen mit abgeschlossener Lehre ein und hatten nur sieben Prozent mehr.


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WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Lohn, Niveau, Akademiker, Geringverdiener
Quelle: www.focus.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2011 14:43 Uhr von Klopfholz
 
+4 | -1
 
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Seit 1990 also. Was hatten wir da alles: schwarz -gelb, rot-grün, schwarz – rot Ja, alle „Volksparteien" dabei:-)
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01.08.2011 15:10 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -2
 
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Was der Artikel nicht erwähnt Reallöhne sind seit 1990 in vielen Berufen obendrein um bis zu 50 Prozent gesunken.

Siehe --> http://www.spiegel.de/...

Darüber hinaus gilt:
Nach Daten des DIW schrumpften die Nettolöhne von Geringverdienern zwischen 2000 und 2010 inflationsbereinigt um 16 bis 22 Prozent. Im Bevölkerungsdurchschnitt büßten die deutschen Arbeitnehmer im gleichen Zeitraum 2,5% ihrer Nettogehälter ein.

Auch bei den Renten sieht haarig aus: So etwa schrumpfte die Bruttorente eines 67-jährigen Ostdeutschen zwischen 2004 und 2009 von 922 auf 855 Euro. Die Hans-Böckler-Stiftung weist darauf hin, dass die Zahl der Geringverdiener binnen zehn Jahren von 4,29 (1998) auf 6,55 Millionen (2008) angewachsen ist.

Siehe --> http://www.rp-online.de/...

Gottlob geht es in Europa den anderen wesentlich besser - so bleibt das Elend ist auf "XXL-Deutschland" beschränkt - gut für unsere "Exportweltmeister-Industriellen", so können sie die lohngedumpte Ware mit großen Gewinnen (...wovon wir leider nichts haben...) absetzen.

Siehe ---> http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.08.2011 15:43 Uhr von haguemu
 
+3 | -3
 
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Erklärung: Die gering qualifizierten versuchen in einem hoch technisierten Land Arbeiten am Markt anzubieten die entweder
1) leichter zu automatisieren sind (einfache industrielle Arbeiten) oder,
2) in Ausland preiswerter (wegen dem dortigen Lohnniveau) einzukaufen sind (Krabben pulen in Marokko)

Es ist schon befremdlich wenn Einige versuchen ein komfortables Leben mit den heutigen Möglichkeiten führen wollen, ihre Arbeitsleistung aber nicht angemessen einbrigen wollen.

Sprüche wie : Schule ist doof, will was fürs Leben und nicht für die Schule lernen....zeigen das es einige nicht begriffen haben. Ich habe alles im Leben gebraucht und oft mehr als die Schule liefert!
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01.08.2011 16:14 Uhr von Klopfholz
 
+2 | -0
 
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@haguemu: Wie dem Artikel zu entnehmen ist, betrifft es auch Menschen mit abgeschlossener Lehre.Und das ist ein Großteil der Bevölkerung.
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01.08.2011 16:22 Uhr von zabikoreri
 
+3 | -2
 
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Unter dem Begriff: ´Geringqualifiziert´ wurden aber offenbar Politiker nicht mit einbezogen (trotz oftmals fehlender Fachausbildung!). Sonst wäre das Ergebnis wohl nicht zustande gekommen.
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02.08.2011 09:01 Uhr von haguemu
 
+1 | -0
 
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@Klopfholz: Du hast Recht, der Mittelstand gerät auch immer mehr unter Druck. Solange er noch Geld verdient wird er von der Politik gemolken der oberen Einkommensklasse hat die Politik zum Ausgleich den Spitzensteuersatz von 56% auf 42% gesenkt.

In den Ländern des früheren Ostblocks und in Asien gibt es auch viele gut ausgebildete Leute die mit uns konkurrieren.

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