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Inspiration für Massaker: Lars von Trier tut es leid, "Dogville" gedreht zu haben

Dem dänischen Regisseur Lars von Trier tut es leid, seinen Film "Dogville" gedreht zu haben: Der Attentäter von Oslo hatte den Film als einen seiner Favoriten bezeichnet.

Vor allem die Hinrichtungen auf der Insel Utøya erinnerten ihn sehr an das Ende seines Filmes mit Nicole Kidman in der Hauptrolle, so von Trier, der damit ein Stück Verantwortung für die geistige Haltung des Attentäters auf sich nimmt.

Gleiches fordert er von der rechten Politikerin der rechtspopulistische DVP: "Es geht eine direkte Linie von Pia Kjærsgaards Menschenbild nach Utøya. Man muss von ihr verlangen, dass sie nun öffentlich ihren Teil der Verantwortung für das übernimmt, was in Norwegen geschehen ist."


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Film, Kultur, Attentäter, Massaker, Trier, Oslo, Inspiration, Lars von Trier
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2011 20:22 Uhr von De_Imperator
 
+14 | -4
 
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nun wenn er ein schlechtes gewissen deswegen hat ist dass sein gutes recht, aber im gleichen atemzug auch von anderen fordern dass sie verantwortung zeigen sollen is dann doch was anderes.
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31.07.2011 20:46 Uhr von Facemeltor
 
+14 | -6
 
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das ist doch: die reinste verarsche.. Soll jetzt jeder depp der auch nur entfernt irgendwie eine "verbindung" zu dem hat Schuld auf sich nehmen? Wenn wir schon mal dabei sind, was genau soll dass denn jetzt für Konsequenzen haben? Straft der sich jetzt selber oder was. Triers "geistige Verantwortung" bedeutet doch nur dass er sich ins Rampenlicht drückt und auf Kosten unzähliger Toter Sympathie-Punkte abstauben will. Bringt der demnächst nen neuen Film raus oder was ist da los..
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31.07.2011 20:59 Uhr von poseidon17
 
+5 | -6
 
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Interessanter Artikel: von Deniz Yücsel in der taz:

"Die Einigkeit war schnell erzielt: Es war ein Einzeltäter. Aber einer, den die Umstände dazu getrieben hatten. Jetzt galt es, pauschale Urteile zurückzuweisen. Und so abscheulich die Tat war – hatte das Opfer sie nicht provoziert?

"Die permanenten Gefühle der Ohnmacht und Scham, mit denen die Marginalisierten leben, lassen auch den Einzelnen zum Gewalttäter werden", kommentierte die Literaturwissenschaftlerin Sabine Kebir im Freitag. "Es war die individuelle Tat eines Einzelnen", erklärte der landeskundige Soziologe Thijl Sunier im Gespräch mit der taz, offenbar in der Überzeugung, dass doppelt Genähtes besser hält. "Es war ein barbarischen Akt – Punkt", meinte schließlich der Schriftsteller Feridun Zaimoglu, um nach diesem "Punkt" keinen zu setzen, sondern hinzuzufügen, "dass längst eine Grenze überschritten wurde, und zwar die des guten Geschmacks".

Nein, die Rede ist nicht von den Reaktionen linker, linksliberaler und islamophiler Stimmen auf den Massenmord in Norwegen. Die Rede ist von den Reaktionen auf den Mord am niederländischen Regisseur Theo van Gogh im November 2004."

http://taz.de/...!75317/
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31.07.2011 21:39 Uhr von Jack_Sparrow
 
+2 | -0
 
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Lars von Trier kann doch nichts dafür.
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31.07.2011 21:52 Uhr von syndikatM
 
+7 | -6
 
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erstmal: sollte sich erdogan als größter hetzer gegen europa verantworten. der sucht doch gezielt mit seinen schwachsinnigen äußerungen die eskalation. der typ kanns doch kaum erwarten dass es knallt.
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01.08.2011 00:12 Uhr von spliff.Richards