31.07.11 14:51 Uhr
 3.310
 

Apple-Zulieferer Foxconn: Eine Million Industrieroboter ersetzen Mitarbeiter

Foxconn, einer der weltweit größten Auftragsproduzenten für Elektronik- und Computerteile, plant offenbar, innerhalb der nächsten drei Jahre einen Teil der Mitarbeiter mit bis zu einer Million Industrie-Fertigungsroboter zu ersetzen. Dies berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Foxconn stand in der Vergangenheit oftmals unter massiver Kritik. Lange Arbeitszeiten, hoher Druck, niedrige Löhne, strenge Disziplin und schlechte Behandlung durch Vorgesetzte sorgten seit 2010 für den Suizid von mehr als zehn Angestellten von Foxconn.

Foxconn reagierte daraufhin mit Lohnerhöhungen und verteilte unter anderem "I Love Foxconn"-T-Shirts an die Mitarbeiter. Die gestiegenen Lohnkosten will Foxconn nun mit den Maschinen wieder wett machen, die zunächst einfachere Arbeiten übernehmen sollen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: dynAdZ
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Apple, Mitarbeiter, Roboter, Ersatz, Taiwan, Foxconn
Quelle: www.spiegel.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
31.07.2011 14:51 Uhr von dynAdZ
 
+12 | -0
 
ANZEIGEN
Jüngst wurde ein erneuter Todesfall eines Mannes bekannt, der einen Monat lang Nachtschicht mit Schichtlängen von teilweise 24 Stunden ohne Pause abhalten musste.
Kommentar ansehen
31.07.2011 15:01 Uhr von artefaktum
 
+41 | -1
 
ANZEIGEN
"(...) und verteilte unter anderem "I Love Foxconn"-T-Shirts an die Mitarbeiter."

Unglaublich. Ein Arbeitgeber, der seine Arbeitnehmer wie kleine, dumme Kinder behandelt.
Kommentar ansehen
31.07.2011 15:08 Uhr von Pundi
 
+27 | -1
 
ANZEIGEN
Ich finde Automatisierung gut, jedoch passt es nicht in eine Zeit, in der der Mensch vom Geld abhängig ist.
Kommentar ansehen
31.07.2011 15:56 Uhr von Finalfreak
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
Mir kocht das Blut hoch. "Die gestiegenen Lohnkosten will Foxconn nun mit den Maschinen wieder wett machen, die zunächst einfachere Arbeiten übernehmen sollen. "
Als ob die Firma jetzt bankrott geht, weil jetzt 1,20€ statt 90cent pro Stunde bezahlt werden.
Die können sich glücklich schätzen, das die Leute sich in China mit den Löhnen zufrieden geben.
Wenn man dagegen stellt das man in Deutschland knapp das 10fache bekommt.
Kommentar ansehen
31.07.2011 16:11 Uhr von ryzer
 
+26 | -0
 
ANZEIGEN
hahaha: Das Bild passt! Gestern Ipod, heute Iphone und morgen schon Irobot!
Kommentar ansehen
31.07.2011 16:22 Uhr von Alice_undergrounD
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
lol und wer baut die: industrieroboter? xD :D
Kommentar ansehen
31.07.2011 16:30 Uhr von adept93
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
zum kommentar: "Jüngst wurde ein erneuter Todesfall eines Mannes bekannt, der einen Monat lang Nachtschicht mit Schichtlängen von teilweise 24 Stunden ohne Pause abhalten musste."

wenn sich das für den mitarbeiter gelohnt hat -.-
traurig das man solche firmen auch noch unterstützt!!
(höchst wahrscheinlich auch nur wegen den geringen preisen)
Kommentar ansehen
31.07.2011 16:54 Uhr von BoltThrower321
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Scheiss Laden...meine aggressive Meinung!

Einfach boykotieren und sich einen anderen Suchen....Problem gelöst. Die Industrie muss es nur wollen und mir ist es egal ob ich für mein Lappi statt 600 nun 700 € zahlen muss...mach ich beim Fairtrade Kaffee auch!
Kommentar ansehen
31.07.2011 16:55 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@Alice_underground: Wir, wenn´s gut läuft.
Zumindest können wir uns die Entwicklung der Prototypen gut bezahlen lassen, danach wird´s eh geklaut.



@adept93: Der Mann wird kaum die Wahl gehabt haben. Entweder er machte es oder wäre schon vor einem Monat arbeitslos gewesen und damit schon seit drei Wochen verhungert.
Kommentar ansehen
31.07.2011 17:07 Uhr von ShipOFLiberty77
 
+3 | -6
 
ANZEIGEN
Mir egal hauptsache die Elektroprodukte sind schön billig
*Vom 1,99€ Tchibo-Kaffee trink*
Kommentar ansehen
31.07.2011 17:08 Uhr von flokiel1991
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Man muss aber auch dazu dazu sagen: das die Mechanisierung der Produktionsketten nicht nur bei Foxconn voranschreitet. Auch bei BMW machen ein Großteil der Arbeit Roboter.
Und Foxconn ist nicht nur Apple Zulieferer. viele Elektronikprodukte Hersteller kaufen bei Foxconn ein.

Ausserdem unter Industrieroboter stellt man sich ziemlich viel vor. Vermutlich besteht jeder dieser Millionen Roboter aus einem kleinen Arm.

PS: Google Translate hat es drauf... guckt euch mal die Überschrift an, wenn man den Text ins Englische übersetzt :D
http://translate.googleusercontent.com/...

[ nachträglich editiert von flokiel1991 ]
Kommentar ansehen
31.07.2011 17:23 Uhr von Marky
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Heftig: "... der einen Monat lang Nachtschicht mit Schichtlängen von teilweise 24 Stunden ohne Pause abhalten musste."


Der traum deutscher firmenbosse ^^
Kommentar ansehen
31.07.2011 18:27 Uhr von artefaktum
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@ShipOFLiberty77: "egal hauptsache die Elektroprodukte sind schön billig"

Wo sind denn Apple-Produkte günstig?
Kommentar ansehen
31.07.2011 19:14 Uhr von JG-SN
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@artefaktum: wie bereits erwähnt wurde ist Foxconn nicht bloß "Apple-Zulieferer".
Kommentar ansehen
31.07.2011 19:23 Uhr von artefaktum
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
@JG-SN: Stimmt. Am Beispiel Apple kann aber schön sehen, dass das Argument, man müsse für Hungerlöhne fertigen lassen weil der Verbraucher es schön billig will, ein Mythos ist.
Kommentar ansehen
31.07.2011 19:36 Uhr von stoske
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Samsung-Zulieferer? Über-100-Firmen-Zulieferer? Wenn man sich anschaut, was die Presse so verzapft, dann
scheint Foxconn nicht nur die einzige Firma zu sein, wo es solche
Probleme gibt, sie scheint auch ausschliesslich Apple zu beliefern.

Foxconn beliefert zahllose Firmen und quasi alles technische Gedöns,
dazu ein Großteil der Waren unseres täglichen Lebens, werden unter
Umständen produziert, die man eigentlich nicht akzeptieren dürfte.
Hier Foxconn als Apple-Zulieferer zu bezeichnen ist manipulatives
Bashing. Eigentlich hat die Meldung mit den Firmen genauso wenig
oder viel mit den Firmen zu tun, wie mit uns, den Verbrauchern.
Kommentar ansehen
31.07.2011 20:24 Uhr von Rexmund
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
Wann? Ich frage mich wann sich die ersten Roboter dann von der Brücke stürzen
Kommentar ansehen
31.07.2011 21:11 Uhr von dynAdZ
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@stoske: Den Begriff "Apple-Zulieferer" habe ich verwendet, weil dann den Leuten die Firma Foxconn schneller ein Begriff ist. Die Zustände bei Foxconn haben nicht direkt etwas mit Apple zu tun, höchstens in sofern, als dass die Auftragslage stark angewachsen ist, seitdem das iPhone bei Foxconn produziert wird. Das ist aber natürlich keine Entschuldigung. Foxconn produziert natürlich noch einige andere Dinge wie die Playstation, Xbox 360, Wii, Mainboards usw. Außerdem ist Foxconn der Stammlieferant von Intel. Man darf aber einfach nicht seine Mitarbeiter schlecht behandeln, nur weil man "zu viele" Aufträge bekommt. Aber Foxconn ist eben ein Billigproduzent, weil sie extrem niedrige Löhne haben und das macht sie für die Besteller attraktiv.

[ nachträglich editiert von dynAdZ ]
Kommentar ansehen
31.07.2011 21:43 Uhr von xRH84x
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
i Robot etc .. Matrix: Das ist der Anfang von dem ganzen sch... das hat viele Folgen auf die Gesellschaft dort.

Ich finde nicht, dass das Vorbildlich ist. Daran sollten sich andere Firmen hoffentlich kein Beispiel nehmen.

THX
Kommentar ansehen
01.08.2011 00:13 Uhr von gurrad
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Die springen weniger aus den Fenstern schon deswegen nicht, weil sie meist festgeschraubt sind.

Besser wäre, wenn die Angestellten ihre Chefs gleich mit nem Kantholz schon für derartige Ideen zusammenknüppeln würden.
Kann man bestimmt auch dort im Hof wegspülen.
Kommentar ansehen
01.08.2011 09:30 Uhr von Maglion
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Ich finde es wiederlich dass Konzerne wie Apple, die ihre Produkte sehr teuer verkaufen, ohne Rücksicht auf die Menschen, die die Produkte fertigen. Statt dessen rühmt man sich bei jedem weiterem Rekordgewinn, der auf Basis von Ausbeutung erzielt wurde.

Dass es bei Foxxcon so hart zu geht liegt auch an Großkunde wie Apple, die immer weiter versuchen die Produktionskosten zu drücken.

Wenn man bedenkt, wie wenig Arbeitszeit z.B. in einem iPhone steckt und Apple für 5 $ mehr je Gerät für faire Löhne sorgen könnte, ist es umso skandalöser, dass ausgerechnet bei Produkten, bei denen der Kunde eh nicht auf den Preis achtet, die Menschen, die sie fertigen, ausgebeutet werden.

Bei Anbietern von 30,- $ Handys erwarte man ja sowas, aber nicht bei Premiumherstellern wie Apple.

Der Kunde hat dabei gar kein großen Einfluss, da es eben nicht so ist, das hochwertige und teure Produkte, immer unter menschenwürdigen Bedingungen gefertigt werden.

Foxxconn selber tritt mit seinen Produkten unter dem eigenen Namen, als Billigheimer auf - das ist ehrlich und jeder kann sich denken, wie diese Preise erzielt werden können. Aber Anbieter wie Apple, verkaufen den selben "Billigartikel" mit viel Image zu überhöhten Preisen und verschleiern dadurch, dass sie trotz dieser Preise Menschen ausbeuten, nur um sich die eigenen Taschen voll zu stopfen.
Da bekommen Meldungen, dass Apple mehr Bargeld als die USA hat (74Milliarden Cash), ein ganz anderes Geschmäckle, denn an diesem Geld klebt viel Blut und Leid.

Und Apple ist da nur einer von vielen Anbietern, die es nicht nötig hätten, ihre Lieferanten und dessen Beschäftige so unter Druck zu setzen. Und dass Apple als Großkunde durchaus die Macht hat, etwas für die Beschäftigten zu tun, hat gerade der Fall Foxxcon bewiesen, denn die Lohnerhöhungen wurden auf Druck von Apple eingeführt, allerdings erst als Apple in den Medien mit den Selbstmorden in direkte Verbindung gebracht wurde. Wären diese Selbstmorde nicht in den Medien bekannt geworden, wäre es Apple völlig egal gewesen....

Deshalb sollte man viel öfters in den Medien davon berichten, wer wie produzieren lässt, so dass der Verbraucher das bei seinen Einkäufen berücksichtigen kann. Aber viele Käufer sind doch froh, dass sie nicht wissen, wo und wie ihre Konsumgüter produziert werden. Selber gehen sie für die 35 Stundenwoche und faire Bezahlung auf die Straßen, aber das gönnt man anscheinend nicht den Menschen, die für die eigenen Konsumgüter herhalten müssen.....
Kommentar ansehen
09.08.2011 03:11 Uhr von Neapolitaner
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
gurrad: "Die springen weniger aus den Fenstern... schon deswegen nicht, weil sie meist festgeschraubt sind."

Jetzt bring die nicht noch auf den Trichter, der "Trick" wurde größtenteils abgeschaft als die Nordstaaten die Südstaaten bezwangen und die USA gründeten.
Solang wirds wohl nicht dauern bis die Zustände zurück kommen.
Kommentar ansehen
26.09.2011 16:22 Uhr von Ashert
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was sind das bitte für komische Kommentare gegen die Roboter?

Was fehlt ist doch nur die Demokratie! Das die Roboter das System nicht ändern können, für alternativen Lohnausgleich und Gewinnbeteiligung etc. ist doch nicht deren schuld, das müssen die Menschen schon selber machen!

Die Leute weiter 24h Roboterfrei handarbeiten lassen bis zum umfallen oder aus dem Fenster springen ist bestimmt nicht die Lösung!

[ nachträglich editiert von Ashert ]

Refresh |<-- <-   1-23/23   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?