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Analyst zur Europleite: Jetzt wollen Märkte EFSF für Italien und Spanien testen

Vor dem Hintergrund der schwelenden europäischen Schuldenkrise verabschieden sich immer mehr deutsche Banken aus italienischen und spanischen Anleihen. In der Folge nähern sich die Risikoaufschläge für Bonds aus Rom und Madrid dem Stand vor dem jüngsten Brüsseler Krisengipfel.

Zwischen Januar und April 2011 reduzierten hiesige Geldinstitute ihre Risiken gegenüber Rom um sieben Prozent auf 35,5 Milliarden Euro und gegenüber Madrid um fünf Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Die Versicherungen agierten teils entgegengesetzt, so etwa stockten Allianz, Talanx und Munich Re ihre Bestände auf.

Laut DWS-Analyst Asoka Wöhrmann wollen die Geldmärkte nun testen, inwiefern der europäische Rettungsfond "EFSF" tatsächlich aktiv wird, um eine Ausdehnung der Schuldenkrise auf Spanien und Italien zu verhindern. Alleine Rom habe dieses Jahr ein immensen Refinanzierungsbedarf von 80 Milliarden Euro.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, Spanien, Analyst
Quelle: www.faz.net

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2011 20:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -0
 
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Mit anderen Worten: Die Finanzinstitute wollen eine komplette Haftungsübernahme für europaweite Wackelanleihen und unsichere Kreditverträge durch die Bundesbürger erzwingen. Phrasen wie "Die Märkte wollen die Politik testen" oder "solange es keine glaubwürdige Brandschutzwand gibt" sind allenfalls euphemistische Umschreibungen für die systemischen Kosten des Euros, welche letztlich den deutschen Steuerzahlern aufobstruiert werden, während die hiesige Exportindustrie und ihre Finanziers die Profite aus der künstlichen Abwertung der nationalen Währung munter weiter privatisiert und letzlich wieder den Geldmärkten zur Verfügung stellt. Das nennt man doppelte Abzocker. Der Kreis der Gier schließt sich, die Masse der Bundesbürger sind ganz sicher die Verlierer des Euros – wie sämtliche Statistiken zu Einkommen, Sozial- und Rentenentwicklung schon vor der offiziellen Ankündigung der dauerhaften Transferunion belegen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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30.07.2011 21:34 Uhr von xevii
 
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Zuerst hab ich dich ja fürn 0815 Polemiker gehalten, Baron Münchhausen, aber mitlerweile mag ich deine Beiträge. Auch nochmal danke für die Übersetzung des US Finanzblogs.

Teile zu großen deine Sicht und freue mich über deine News, auch wenn weiterhin meine absoluten Lieblingsnews von Alphanova (Who else?) und H3LLDR1V3R (^^ Burgjockel aber ich find dich super) stammen :D

Go on!
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30.07.2011 21:36 Uhr von -darkwing-
 
+0 | -0
 
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Wer hätte es gedacht. Die deutsche Politik schreit es doch quasie:
"Wir lieben den Euro! Macht was ihr wollt! Wir stehen für alles gerade!"
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30.07.2011 22:06 Uhr von Rechthaberei
 
+2 | -0
 
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Das Dauerproblem wäre ganz einfach gelöst wenn: Griechenland-Zypern
Italien-Malta
Spanien-Portugal
eine jeweils eigene Währung bekommen.
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04.08.2011 17:03 Uhr von WiKaBot
 
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Ich wüde es Wiederbelebungsversuch nennen …: … denn genau genommen ist der Euro ja eigentlich schon ziemlich tot. Ursache: Wenn man Zirkusponys und Ackergäule in ein Gespann zwängt, dann kann es nur in einem großen Desaster enden … nur die Politiker halten noch an der Illusion fest, bis der ganze Karren vollends im Dreck steckt.

Für die werte Trauergemeinde gibt es hier schon die neue EU-Flagge, nebst dem Nachruf auf den Euro … die Realisten sind eben schon ein wenig weiter als die noch „Euro-Träumer“ …

http://qpress.de/... <<< ••• Feine neue Europa-Flagge •••

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