Russland: Probleme aufgrund tauender Permafrost-Böden
Nach Einschätzungen der Behörden wird das Permafrost-Gebiet Russlands in den nächsten Jahrzehnten drastisch schrumpfen. Der Chef des Zentrums zur Bekämpfung von Naturkatastrophen im russischen Katastrophenministerium, Wladislaw Bolow, geht bis 2050 von 15 bis 30 Prozent Rückgang des Gebietes aus.
Im westlichen Sibirien sind die Temperaturen in den letzten Jahren um 1,5 bis 2 Grad auf bis zu minus drei Grad angestiegen. Wenn in diesem Gebiet Russlands nicht mehr dauerhaft Frost herrscht, ist mit Klimawandel und daraus resultierenden schwerwiegenden Folgen für die Infrastruktur zu rechnen.
Beispielsweise könnten Bahngleise, Straßen und auch Gas- und Ölpipelines "aus den Fugen geraten", also schwer beschädigt oder gar komplett zerstört werden. Des Weiteren würde durch das Eisschmelzen im Permafrost-Gebiet Methangas freigesetzt, das zur globalen Erwärmung erheblich beiträgt.