30.07.11 12:49 Uhr
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In Deutschland gibt es wieder Gastarbeiter

Jahrzehnte nach der Welle türkischer und italienischer Gastarbeiter kommen wieder angeworbene Gastarbeiter nach Deutschland.

Ausgerechnet im konservativen Niederbayern holt ein CSU-Landrat bulgarische Auszubildende in seinen Landkreis.

Die ersten sind in dieser Woche eingetroffen - sie werden von ihren Arbeitgebern sehnlich erwartet.


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WebReporter: Veron
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Firma, Bulgarien, Gastarbeiter, Deggendorf
Quelle: www.pnp.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2011 12:49 Uhr von Veron
 
+7 | -1
 
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Ausgerechnet die CSU holt neue Gastarbeiter ins Land. Liest man die Hintergründe, versteht man warum.
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30.07.2011 12:50 Uhr von Marie52
 
+24 | -3
 
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Es ist falsch, von "Gastarbeitern" zu sprechen: Die Männer sind stinknormale Migranten.
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30.07.2011 12:59 Uhr von penelope3582
 
+18 | -4
 
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In Deutschland sind noch 30000 Freier Lehrstellen.

Wieso muss man Ausländer holen, sind Deutsche Abgänger so schlecht, das glaube ich nicht.

Oder sind die bulgarischen Auszubildenden super Intelligent ???
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30.07.2011 13:08 Uhr von Parker_Lewis
 
+18 | -2
 
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Unser: Betrieb sucht seit Monaten händedringend nach Azubis fürs kommende Jahr. Was da an Bewerbungen eingehen ist echt zu lustig, wenns nicht so traurig wäre. Wir werden wohl ohne Azubis ins neue Lehrjahr gehen müssen. Da gibt es Bewerbungen mit unzähligen Rechtschreibfehlern, Mädels die über 50 mal unentschuldigt fehlten in der Schule oder das beste, eine Bewerbung nur mit Lebenslauf und Zeugnis, ohne Foto und Anschreiben ;-)
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30.07.2011 13:17 Uhr von penelope3582
 
+13 | -7
 
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@Parker_Lewis: Aber das liegt nicht an den Azubis, sondern an den Schulen wo man nicht beigebracht bekommt, wie man Richtig eine Bewerbung schreibt.

Es sollte extra ein Fach geben wo so was gemacht wird.
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30.07.2011 13:26 Uhr von NilsGH
 
+15 | -2
 
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Es ist in der Tat ein Problem in Deutschland 1. Haben wir in der Tat viele sehr "unmotivierte" Jugendliche. Dies resultiert jedoch aus gleich mehreren Problemen (u.a. 3. und 4.)

2. Viele Betriebe holen sich Auszubildende, weil sie günstige Arbeitskräfte sind: Auszubildende Betriebe haben staatlich subventionierte Vorteile und erhalten Zuschüsse für jeden Ausbildungsplatz. Somit kostet ein Auszubildender "fast nichts", einen normalen Angetellten muss der Betrieb voll bezahlen und entsprechende Sozialabgaben entrichten

3. Viele Jugendliche, gerade Abgänger der Haupt- und Realschulen, haben große Probleme in den Kernfächern. Entsprechend schlecht sind dann auch die Grundvoraussetzungen für das Berufsleben. Wie bereits durch Parker_Lewis beschrieben schlägt sich das auch in den Bewerbungen nieder. Darüber sollte man aber nicht schmunzeln, sondern etwas dagegen tun!

4. Die Schwächen in der Schule und entsprechende soziale Umfelder tragen dann natürlich auch zu Desinteresse und Motivationsverlust bei. Das macht die Lage noch schlimmer. Ändern lässt sich das nur schwer.

5. Jene Schüler, die eine recht gute Grundbildung haben (gute Realschüler und Gymnasiasten) bewerben sich nicht auf die Lehrstellen, die frei sind. Eben weil sie hoffen, in höheren (bzw. höher bezahlten) Berufen mit Aufstiegsmöglichkeit einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Gelingt dies nicht, wird im bildungssystem weitergemacht und "zur Not" geht man eben zur Uni.

6. In vielen Berufen, in denen meistens die Ausbildungsstellen auch noch frei sind, hat man keine große Perspektive später eine Anstellung zu finden. Gründe sind beispielsweise schwankende Auftragslagen in Betrieben oder generell eine schlechte Arbeitsmarktsituation. Und mit dem Ziel Leiharbeiter zu werden macht wohl niemand eine Ausbildung.


Man müsste grundsätzlich etwas am Bildungssystem ändern. Das Erkennen die Politiker jedoch nicht. Somit verschlimmert sich die Lage noch weiter. Sorgfältigere Schuldbildung und Hilfsangebote, zumindest in Kernfächern, müssten eingeführt werden. Wenn ein Defizit erkannt wird müsste dies durch kostenlose Nachhilfe und Zusatzunterricht ausgeglichen werden. Hierfür müsste man jedoch Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulpsychologen einstellen. Das kostet eben viel Geld. Diese Beträge wären jedoch gut investiert. In die Zukunft unserer Jugend und unseres Landes. Zumindest besser, als es andernorts mit vollen Händen rauszuwerfen.
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30.07.2011 13:56 Uhr von sicness66
 
+6 | -0
 
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Ich lese hier folgendes: Es wird sich über faule, dumme Deutsche und faule, dumme Ausländer beschwert. Ein besseres Beispiel für ein schlechtes Bildungssystem kann es doch nicht geben. Die OECD warnt da schon seit Jahren davor. Aber für den deutschen Staat ist es natürlich billiger und einfacher sich Ausländer ins Boot zu holen. Ich würde sogar wetten, dass unter den Bulgaren Akademiker sind. Da hat man dann wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
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30.07.2011 14:04 Uhr von Marie52
 
+1 | -2
 
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Probleme gibt es leider auch: http://www.xtranews.de/...

Aber die bulgarischen Sinti und Roma halten sich bestimmt nicht lange in Duisburg auf. Sobald es ihnen dort zu dreckig wird, ziehen sie weiter.

[ nachträglich editiert von Marie52 ]
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30.07.2011 14:40 Uhr von Parker_Lewis
 
+3 | -2
 
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Jedenfalls: benötigen wir eine Umstrukturierung des Bildungswesen.
Als Vorbild nehme ich da die skandinavischen Länder. Das Bildungssystem dort ist einfach top. Warum spricht jeder Schüler dort flüssiges Englisch zum Beispiel?!
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30.07.2011 14:43 Uhr von Copykill*
 
+4 | -1
 
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Unsere jugend ist nicht Faul: Sie werden zur Faulheit erzogen.

bzw. bekommen sie es im Realen Leben so wie im TV vorgelebt.
mit 17 oder 18 100€ Taschengeld.
mit 20 oder 21 379€ Hartz4, eigene Wohnung usw.

Das ist eine Extreme Steigerung der Lebensqualität ohne etwas dafür zu tun.

Und wenn dann noch Schulden gemacht werden, kommt der Zwegat aus Berlin
Probleme bei der Erziehung der Kinder, kommt die Supernanny
Wenn die Versagt, dann bekommen die Kinder von RTL2 einen Urlaub ins Ausland bezahlt, wo die Kinder wieder von anderen Menschen erzogen werden müssen.

Zu blöd oder zu Faul zum Streichen, kommt die Wittler und renoviert und bringt noch neue Möbel mit.
Zu Arm für Urlaub, dann gibt es ne Rolle bei X-Diariers.

Zu Faul den Rasen zu mähen .......
usw usw

Die Jugend bekommt doch gezeigt, scheiss egal was du nicht kannst oder willst, andere Regeln es für euch.

Die
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30.07.2011 14:51 Uhr von AnotherHater
 
+4 | -0
 
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Wir haben kein Problem mit unserem Schulsystem, sondern eins (eigentlich mehrere) mit unserer Gesellschaft.
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30.07.2011 15:16 Uhr von xjv8
 
+3 | -0
 
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Nur mal: so zum Verständnis, werden jetzt Gesellenprüfungen und Führerscheinprüfung ins bulgarische Übersetzt, dass unsere neuen Mitbürger die Sprache nicht lernen müssen.
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30.07.2011 15:17 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -1
 
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@Autor - Kommentar: "Ausgerechnet die CSU holt neue Gastarbeiter ins Land. Liest man die Hintergründe, versteht man warum"

Freilich ist es die CSU. Es waren schon immer die Unions-Regierungen, die seit WWII am fleißigsten angeworben haben. Hierbei gehts stets um das Prinzip: Gewinne privatisieren - darüberhinaus sozialisieren.

Alles ist erlaubt, was Löhne drückt und Arbeiter gefügig macht - wenn die Bulgaren nicht parieren, gibts ein Heimflugticket.

Die Praxis ändert nichts daran, dass die Stammtischpartei CSU die größte Ausländerhetze erfolgreich unter ihre Wähler bringt.

Und solange die so tumb sind und immer noch nicht checken, dass die neueste "Facharbeiter-Welle" ein hundertprozentiges Produkt der CDU/CSU ist - bzw. dies vor der nächsten Wahl nach drei Stammtisch-Parolen wieder vergessen haben - wird sich nichts ändern. Wie gut, dass es die Linken oder Lafontaine gibt - da kann man seinen Frust dann anschließend abladen!

Wir in Köln haben auch jede Menge "Facharbeiter(innen)" - meist im Horizontalgewerbe. Mittlerweile derart viel, dass es schon wieder lustig wird. Die Jungs sammeln dann einmal täglich ein.

Man muss es locker sehen. Die Zukunft des Staates besteht ohnehin nur noch in Haftung und Bürgschaft, Transferunion, Schuldenerlass sowie Inflation.

Die Union hat fleißig "fertig" - fleißig "abgewirtschaftet"...
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30.07.2011 15:21 Uhr von Bluti666
 
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@Parker_Lewis: Das in skandinavischen Ländern jeder flüssiges Englisch spricht liegt nicht (nur) am Bildungssystem, sondern daran, das es dort keine Filmsynchronisation gibt, also alle fremdsprachigen Filme haben nur landessprachliche Untertitel und die meisten fremdsprachigen Filme kommen nunmal aus englischsprachigen Ländern, von daher lernen die Kinder dort schon von kleinauf durch Kino/Fernsehschauen englisch, weil Bock Untertitel zu lesen hat dort keiner.

[ nachträglich editiert von Bluti666 ]