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Kunde muss für gekaufte Gebraucht-Software Schadensersatz an Hersteller zahlen

Den Herstellern von Software ist der Verkauf von gebrauchter Software schon lange ein Dorn im Auge. Nun ist es passiert, dass ein Käufer von gebrauchter Software an den Hersteller Schadensersatz zahlen muss.

Dies ist das Ergebnis eines entsprechenden Rechtsstreits vor dem Landgericht Frankfurt. Ein Käufer erstand auf der Gebrauchtsoftware-Handels-Plattform "UsedSoft" eine schon gebrauchte Lizenz für eine Software.

Daraufhin wurde der Käufer vom Hersteller verklagt. Das Gericht gab dem Hersteller recht. Der Käufer muss Schadensersatz zahlen und die Software von seinem Computer löschen. Zudem muss er die Kosten des Rechtsstreits übernehmen.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Software, Kunde, Hersteller, Schadensersatz, Gebraucht
Quelle: www.gulli.com

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2011 14:20 Uhr von Pils28
 
+190 | -1
 
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Dann lieber direkt Raubkopieren als sich so: von den Herstellern ins Gesicht schlagen zu lassen!
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29.07.2011 14:39 Uhr von Carn1feX616
 
+15 | -23
 
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Einfach lächerlich: Meiner Meinung hätte der Kunde diesen Recthstreit gewinnen müssen. Wenn der Hersteller von vorneherein nicht an einen Kopierschutz denkt, der so etwas verhindert, dann ist er selbst Schuld.
Es gibt genügend Möglichkeiten, von CD Keys bis hin zur Onlineaktivierung.
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29.07.2011 14:41 Uhr von Jlaebbischer
 
+90 | -1
 
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Weiss jemand, welcher Hersteller da geklagt hat? man muss ja schluiesslich bescheid wissen, um welchen Hersteller man in Zukunft einen grossen bogen macht und dafür sorgt, dass dies auch so viele weitere menschen wie möglich machen.
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29.07.2011 14:45 Uhr von zabikoreri
 
+44 | -0
 
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Das ganze dürfte: wohl auf die Lizenzbedingungen und Art der Software ankommen. Es wird wohl keine ´normale´ Textverarbeitung oder so gewesen sein, eher eine Spezialanwendung.

Viel schlimmer sehe ich es, dass andere Unternehmen solche Urteile für ihre eigenen Gewinne verwenden könnten. Z.B. das verbieten von gebrauchten DVDs, CDs oder Büchern!
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29.07.2011 15:11 Uhr von Anlex
 
+49 | -1
 
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Mal wieder das Deutsche (Un-)Rechtssystem: .
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29.07.2011 15:16 Uhr von Azureon
 
+65 | -0
 
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Wieso bekommt der Hersteller recht? Was ist an gebrauchter Software schlimm? Die haben schließlich ihre Kohle erhalten. Wenn das so ist, dürfte niemand irgendwas gebrauchtes verkaufen. Keine Gebrauchtwagen, Möbel oder sonstiges. Hochgradiger Schwachsinn...
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29.07.2011 16:00 Uhr von Testboy007
 
+44 | -0
 
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es geht um Volumenlizenzen: warum aber der Endkunde jetzt dafür blechen soll, bleibt mir schleierhaft. Ich habe so langsam das Gefühl, das Kaufsoftware langsam mit lebenslanger Leasingfrist belegt werden soll und unser Justizsystem denen auch noch in den Hintern kriecht...
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29.07.2011 18:12 Uhr von Alice_undergrounD
 
+14 | -0
 
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und was ist der schaden? maximal entgangener gewinn?
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29.07.2011 18:17 Uhr von internetdestroyer
 
+12 | -0
 
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Ja, wie ist das nun: ich kaufe mir während eines Computerlebens ein paar Spiele und andere Software. Nach ein paar Jahren setze ich dann den altgewordenen PC samt hinzugekaufter Software bzw. Spiele in die Kleinanzeige der Tageszeitung.

Das darf ich dann ja anscheinend nicht oder wie ist da die Rechtslage?
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29.07.2011 18:27 Uhr von Scopion-c
 
+14 | -0
 
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Also: heise.de ist etwas aussagfreudiger als die Pressemitteilung der Rechtsanwälte die Gulli wohl kopiert hat:

http://www.heise.de/...

Microsoft ist dabei gegen usedsoft vorgegangen genauso wie schon vorher auch Adobe, Oracle und wer weiß noch. Das Problem war/ist da nicht der original Lizenzvertrag vorlag sondern nur eine notarielle Bestätigungen.

Warum jetzt der Käufer schuld ist liegt wohl am BGH:
"Ein gutgläubiger Erwerb urheberrechtlicher Nutzungsrechte ist nicht möglich (BGH, Beschluss v. 03.02.2011 – I ZR 129/08 mit Verweis u.a. auf BGH Urteil v. 12.02.1952 – IZR 115/51)" siehe Quelle.

so gesehen wird es Zeit das usedsoft endlich weg ist vom Fenster sonst wird es noch mehr Opfer geben die Bluten müssen.
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29.07.2011 19:33 Uhr von Baran
 
+10 | -2
 
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Tja: einfach eine Warez ziehen! Keygen fertig soll er doch pleite gehen es wir ihn bestimmt jemand erstzen,....
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29.07.2011 21:02 Uhr von dinexr
 
+7 | -0
 
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Es gibt gute Gründe freie Software zu benutzen, falls die Alternativen da sind.

Und "frei" heißt hier nicht (nur) kostenlos!
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30.07.2011 09:08 Uhr von Hydra3003
 
+2 | -2
 
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Wenn jemand eine Software installiert, dann sollte man auch die Lizenzbestimmungen wenigstens einmal durchlesen. Ohne Zustimmungen kann/darf man ja die Software nicht installieren.

Z.B. bei Microsoft Office 2010 ist die Weitergabe an Dritte gestattet. Allerdings sollte man die Lizenzbestimmungen einhalten. Zur Weitergabe muss die original Lizenz und zur Sicherheit die original Rechnung (Nachweis zum rechtmäßigen Erwerb der Software) vorhanden sein. Ausserdem darf die Software nicht mehr auf dem PC des Erstbesitzers sein. Da bräuchte man schon eine schriftliche Bestätigung des Verkäufers bzw. des Erstbesitzers. Allerdings unterscheiden sich die Lizenzbestimmungen, je nach dem um welche Software es sich genau handelt. Teilweise darf die Software überhaupt nicht weiterverkauft werden bzw. an Dritte übertragen werden. (Angaben ohne Gewähr).


Zum Gerichtsurteil lt. Quelle zur gehandelten Microsoft-Software:

Es obliegt dem Käufer der Software, die Kaufkette lückenlos (!) nachzuweisen. Das bedeutet, dass vom ursprünglichen Lizenzvertrag bis hin zu jedem Käufer der gebrauchten Software alles dokumentiert werden muss.

Praktisch das, was in den Lizenzbestimmungen steht. Und das konnte der Käufer nicht vorweisen.

[ nachträglich editiert von Hydra3003 ]
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30.07.2011 10:18 Uhr von NilsGH
 
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@hydra: Was du schreibst ist schön und gut. Irgendwo auch nachvollziehbar.

Aber praktisch ist das - sei doch mal ehrlich - nur sehr schwer möglich. Gerade bei Firmensoftware oder Office-Anwendungen, welche wohl eine längere "Haltbarkeit" haben, als bspw. Spiele oder dergleichen. Die könnte theoretisch ja durch x Hände gehen. Und dann müsste sich der vierte Kunde immer auf die Aussagen des letzten verlassen können müssen (was ein Satz!), um seine Software rechtmäßig zu erwerben. Zudem müsste JEDER Kunde ALLE Unterlagen wie schriftliche Bestätigung der Löschung der Software vom vorherigen Nutzer etc. aufheben und dann mitschicken.

Tut mir leid, aber genau diese "Methoden" sollen einen ehrlichen Kunden in meinen Augen kriminalisieren, da es absolut unpraktikabel ist. Das wissen auch die Hersteller und pochen auf derlei blödsinnige und rechtlich nicht abgesicherte Vorgaben. Man will seinen neuen Mist verscherbeln und sieht es nicht gern, wenn die alte Software weiter genutzt wird. Und schon garnicht, wenn die alte Software an andere verkauft wird.

Dass derjenige, der bspw. sein altes Office verkauft sich wohl dann auch die neue(ste) Version holt kapieren sie nicht.

Es ist doch wohl kein Problem, wenn Firma X aufgrund der kompatibilität zu seinen Kunden oder aus anderen Gründen das neue Office kauft, seine alte Version aber dann an Firma y (oder auch privaten Nutzer z) veräußert. Diese setzt vll. noch ältere Computer ein und arbeitete noch mit der VORletzten Version von Office. Nun können sie günstig auf die LETZTE Version upgraden, bekommen jedoch ärger, weil der Hersteller ihnen unbedingt die neueste Version zu teureren Preisen andrehen will. Dann müsste die Firma evtl. sogar neue Computer anschaffen, weil die aktuelle Version auf älteren Rechnern stottert oder in Verbindung mit dem alten OS Probleme macht.

Was soll dieser Mist? Gängelung der Kunden geht heute leider immer vor Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. So erreicht man höchstens, dass eigentlich ehrliche, zahlende und zufriedene Kunden sich wirklich nach Alternativen umschauen und entdecken,d ass es in vielen Bereichen gute kostenlose Alternativen gibt. Und dann hat man wiedermal einen treuen Kunden verloren.

[EDIT]: Kleiner Nachtrag: Im Heise Bericht heißt es, der Lizensvertrag hätte gar nicht vorgelegen. Hmm, seltsam ... die EULA (ist doch der Lizensvertrag, oder?) liegt in der Regel, gerade bei Microsoft, doch in Form eines Textes bei der Installation vor. Eine "Hardcopy" erhält man doch gar nicht mehr. Was ist das denn dann für eine besch... Begründung dieses Urteils? Zudem: Der Verkäufer hatte das Produkt so verkauft, wie es bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht mehr rechtens war. Nun kann dann doch der verurteilte Käufer den Verkäufer in Regress nehmen, oder?

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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30.07.2011 10:39 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
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also erstmal war das microsoft und zweitens handelte es sich um eine gekaufte raubkopie

der fall stellt sich aber etwas anders da wenn man die fakten kennt .. Zitat:

Das Landgericht Frankfurt am Main hat einen Kunden des Gebrauchtsoftwarehändlers Usedsoft wegen fehlender Microsoft-Softwarelizenzen zu Schadensersatz verurteilt.
quelle: http://www.golem.de/...

Es handelt sich dabei übrigens um eine firma nicht um einen privatkunden und da ist das klar .. und äh da hat microsoft auch recht sorry

also tut mir leid aber da hat gulli oder der autor was wesendliches ausgelassen
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30.07.2011 10:50 Uhr von Raginmund
 
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Reicht doch Klage ein: in Form eines Volksbegehrs gegen dieses Urteil. Immerhin haben sie gesagt das es in eurem Namen ist. (Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil) Ich habe schon soviel Sachen in solcher Richtung. Meine Unterschrift würdet ihr aber bekommen.

(Nicht plappern tun!) wie heißt es "wir sind Deutschland" dann ahndelt endlich mal danach! Sorry, aber ehrlich man liest immer soviel Proteste das man sich fragt warum ihr das denn weiterhin zulasst wenn ihr wirklich anderer Meinung seit.
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30.07.2011 14:46 Uhr von Hydra3003
 
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@NilsGH: Gerade bei Firmensoftware hast Du ein grosses Problem: Du hast z.B. Verträge mit Microsoft. Und wenn die Software deshalb eventuell keinen Produkt-Key benötigt, dann darf man es auch nicht unbedingt weiterverkaufen. Dazu ist dann für den Käufer wieder ein neuer Lizenzvertrag bei Microsoft nötig.Und ein neuer Lizenzvetrag kostet auch wieder Geld.

Allerdings konnte ich in den Berichten nicht herausfinden, ob sich es um Firmen- oder Privat- Software handelt. Ich vermute das es sich jedoch um Firmen-Software gehandelt hat. Und das geht nur mit Zustimmung des Rechteinhabers. Fehlt dieser Vertrag, hat man praktisch Pech gehabt. Firmenlizenzen haben nun mal andere Regelungen als Privatlizenzen. Da gab es in der Vergangenheit auch schon Probleme mit unwissenden Käufern, die die Software in Ihrer Firma eingesetzt haben. Nur hätte damals die Lizenz nicht weiterverkauft werden dürfen. Nur das wusste der Käufer nicht. Und das wurde dann sehr teuer.

Beim privaten Kauf sollte schon der Original Produkt Key vorliegen, dass ist ja praktisch Deine Lizenz. Bei einem Download-Programm mit Lizenz sollte schon die original Rechnung mit dem Produkt Key vorliegen. Da ist man zumindest schon mal auf der sicheren Seite.
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30.07.2011 19:53 Uhr von jonnyswiss
 
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Interressant: ich habe auch schon Software mitsamt der gültigen Lizenz aus dem Schrott gefischt - was gilt da denn?
Muss ich da nun den lückenlosen Weg der Schrottware nachweisen können oder was?

Albert Einstein:
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
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31.07.2011 06:03 Uhr von mischtel
 
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Es gibt auch andere: Die Softwareschmiede ImTOO zum Beispiel bietet auf ihrer Seite ältere Versionen aktueller Software zum kostenlosen Download an. Man spekuliert wohl darauf dass, wenn man, wenn man erst mal Blut geleckt hat, auch die aktuelle Version haben will. Das ist die beste Werbung.
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31.07.2011 09:38 Uhr von jonnyswiss
 
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@mischtel: MS-DOS war zuerst auch immer problemlos gut kopierbar, dann später gab es eine Kopierschutz auf den Disketten wobei M$ das Kopierprogramm das dieses Schutz knacken konnte auch gleich hintenrum *mitlieferte*.

Somit wurde MS-DOS das wohl meistkopierte Betriebssystem, auf dieser Welt - und welches Betriebssystem dominiert - wenngleich immer noch mit enorm vielen "Illegalen" Kopien - heute den PC-Markt?

auf jeden Fall "verdient" M$ sich mit dieser Stratege immer noch mehr wie eine goldene Nase - nur viele haben halt absolut keine Ahnung vom Marketing - ein paar wenige - wie auch ImTOO, die du erwähntest, versuchen heute mit dieser gleichen Strategie zum Erfolg zu kommen - ich weiss nicht ob es noch funktioniert, die Idee find ich aber gut.
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02.08.2011 22:17 Uhr von nasowastolles
 
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wo bleiben die Hacker: die gesamte Softwarepalette dieses Unternehmes sollte gehackt auf allen Fileservern zu finden sein. Auch keygens und serials einfacher als Blödsinn in der Bildzeitug zu finden sein.
So was nennt man payback (plus donation link für den betroffenen Verlierer aus dem zitierten Link)
Das Netz hat die Macht die Unseriösität dieser Softwaremafia zu brechen und sich nicht auf unwissende und unfähige Richter zu verlassen .

..lieber glaube ich an die Unschuld einer Hure als an die Logik der Justitz

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