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Georgien/Russland: Russischer Patriarch stellt sich gegen den Kreml

Am vergangenen Dienstag kam es zu einem Zusammentreffen der beiden Oberhäupter der russisch-orthodoxen und der georgisch-orthodoxen Kirche in Kiew.

Der Moskauer Kirchenführer Kyrill I. betonte dabei Medienberichten zufolge die Vorrangstellung der georgischen Kirche in den zwischen Russland und Georgien umstrittenen, von Georgien abtrünnigen Gebieten Abchasien und Südossetien.

Damit stellte sich Kyrill gegen die Position der russischen Regierung, die die beiden Gebiete zu selbständigen Staaten machen will. Sein georgischer Amtskollege Ilia II. lobte die Gespräche als guten Start zur Lösung der bestehenden Probleme.


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WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Georgien, Kreml, Patriarch
Quelle: www.kathweb.at

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2011 10:41 Uhr von Babelfisch
 
+5 | -4
 
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Das ist einigermaßen überraschend, da auch schon andere Töne aus der russischen Kirche, der eine gewisse Verflechtung mit dem Staat nachgesagt wird, kolportiert wurden.
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29.07.2011 11:50 Uhr von Kabeltrommel
 
+4 | -0
 
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es ist: immer wieder erstaunlich, die orthodoxe Kirchenpolitik zu verfolgen. Das Verhältnis der georgisch-orthodoxen Kirche zur georgischen Regierung ist insbesondere nach Stärkung der nicht-orthodoxen Kirchen durch die Regierung Saakashvili nicht spannungsfrei.

Zudem war von Glückwünschen des russischen Patriarchen zur abchasischen "Unabhängigkeit" die Rede.

Die Bestätigung der georgischen Kirche als die historisch (!)einzig legitime Vertretung der Gläubigen in den abtrünnigen und russisch besetzten Gebieten durch die mächtigen Brüder in Russland, ist ein harter Schlag für den Kreml.

Es unterstreicht die einzigartige Rolle, die die georgische Kirche in den letzten 1000 Jahren für die georgische Staatlichkeit gespielt hat. Die Kirche war der Garant für den Zusammenhalt.
Diese Rolle könnte jetzt erneut zum Tragen kommen - und dadurch natürlich die Politik der Regierungen in den Schatten stellen.

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