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Jobcenter ratlos: Unternehmer kassieren Hartz IV, haben aber Mitarbeiter

In Brandenburg stellt sich der Leiter des Jobcenters die Frage wie es sein kann, dass weit über 200 Unternehmer Hartz IV kassieren, aber gleichzeitig Mitarbeiter haben und dies auch bezahlen können.

Der Leiter möchte nun Mitarbeiter zu den jeweiligen Unternehmen entsenden und prüfen lassen, wie es den jeweiligen Geschäften wirklich geht.

Nach zwei bis fünf Jahren darf es eigentlich nicht sein, dass die Unternehmer noch immer auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Eventuell wird ihnen die Aufgabe der Selbstständigkeit nahegelegt.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mitarbeiter, Hartz IV, Unternehmer, Jobcenter
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2011 09:38 Uhr von CoffeMaker
 
+53 | -3
 
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Klar ist das möglich, wenn man nur am Unterbieten ist um an Aufträge zu gelangen.
Aber ein Mißbrauch ist auch nicht ausschließbar, das Geld irgendwie beiseite schaffen durch ominöse Kosten und nebenbei Hilfe beantragen.
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29.07.2011 09:48 Uhr von SilentPain
 
+54 | -0
 
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hmm teils, teils würd´ ich sagen
einige sind nur auf die Kohle scharf
die anderen "scheitern" am deutschen Wirtschafts-Realismus
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29.07.2011 09:52 Uhr von Bravehart10191
 
+26 | -2
 
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Eventuell wird ihnen die Aufgabe der Selbstständigkeit nahegelegt.
Naja ob´s es die bessere Lösung ist, wenns dem Unternhmer schlecht geht? Denn dann beszieht der Unternehmer nicht nur weiterhin HartzIV (das Ausgangsproblem wurde damit schon mal perfekt gelöst ;) ), nein der/die Mitarbeiter bekommt dann nun auch Arbeitslosengeld.
Dann lieber den Unternehmer weiter leicht unter die Arme greifen, oder aber ihn schulen in Sachen Unternehmensführung....

cu Brave

[ nachträglich editiert von Bravehart10191 ]
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29.07.2011 09:59 Uhr von blz
 
+12 | -26
 
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29.07.2011 10:03 Uhr von wwewrestling
 
+17 | -8
 
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@blz: Und was für eine Qualifikation hast du, dass du das so einfach beurteilen kannst?

Manche brauchen halt etwas länger. Ab fünf Jahren würde mir auch schon so meine Gedanken machen, aber bei zwei bis drei?
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29.07.2011 10:18 Uhr von Really.Me
 
+7 | -17
 
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29.07.2011 10:26 Uhr von Nihilist76
 
+12 | -4
 
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Das geht nicht zusammen: Ein Unternehmen mit Mitarbeitern zu führen bedeutet, dass man Umsatz macht und bei Waren und/ oder Dienstleistungen ggf. zum Teil erheblich in Vorleistung gehen muss.
HartzIV bedeutet dagegen nichts anderes als völlige Mittellosigkeit. D.h. man besitzt persönlich weniger als 4000 Euro an Geldanlagen und Wertsachen.

Das geht einfach nicht zusammen.
Als Unternehmer bist du ständig gezwungen Stundungen oder Zahlungsausfälle zu kompensieren. Außerdem musst du ständig in der Lage sein Reparaturen oder kleinere Neuanschaffungen für den Betrieb zu leisten. Das geht einfach nicht, wenn die monatlichen Budgets bis auf den letzten Euro oder Cent ausgelegt sind.
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29.07.2011 10:26 Uhr von DieterKuhn
 
+3 | -6
 
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blz: Begründung?
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29.07.2011 10:28 Uhr von DieterKuhn
 
+2 | -8
 
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Really.Me: Begründung?
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29.07.2011 10:29 Uhr von DieterKuhn
 
+2 | -4
 
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Nihilist76: Und wie sieht es bei einer GmbH aus?
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29.07.2011 10:31 Uhr von Nihilist76
 
+1 | -1
 
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@DieterKuhn: Da hast du ne Einlage getätigt.
Keine Ahnung, ob man die im Betrieb verpfänden kann. Das glaube ich nicht. Und wenn, dann geht das auch nur einmal.
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29.07.2011 10:31 Uhr von Sobel
 
+10 | -0
 
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Ja ja, die Jobcenter: Als wüssten diese nicht was Phase ist. Die Jobcenter raten doch jedem, der zum Beispiel etwas über ebay verkauft, sofort zur Selbständigkeit, weil dieser dann aus der Statistik fällt.

Dann sollten die Jobcenter lieber mal darauf hinweisen, dass viele Unternehmen gern Arbeitslose einstellen und zu 75 Prozent deren Lohn vom Amt übernommen wird, wenn irgendwann eine Chance besteht, den "Arbeitslosen" in eine Festanstellung zu bringen. Dass das in den seltensten Fällen passiert, dürfte wohl klar sein.
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29.07.2011 10:31 Uhr von Really.Me
 
+4 | -6
 
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@DieterKuhn: Man stellt nach einem Jahr fest das man keinen Gewinn macht bzw. der Laden nicht läuft, also überlegt man was man ändern könnte und setzt das dann um.

Es vergeht wieder ein Jahr, alles ist beim alten, keine Kunden im Laden.

Im 3ten Jahr kann man dann noch einige kleinere Optimierungen machen.

Entweder der Laden wird nach spätestens 2 Jahren von Kunden angenommen oder nicht. Wenn meine Geschäftsidee so bescheiden ist das es einfach keiner das will was ich mache, ändert das auch 5 Jahre rumprobieren nicht.

Gegenfrage an dich, warum sind 5 Jahre der bessere Zeitraum? Warum so lange warten und vllt. ordentlich Schulden machen.

[ nachträglich editiert von Really.Me ]
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29.07.2011 10:37 Uhr von Major_Sepp
 
+2 | -1
 
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DieterKuhn: Nihilist hat Recht. Für eine GmbH-Gründung brauchst du mindestens 25.000 Euro Kapital, von denen du mindestens die Hälfte direkt bringen musst.

Selbst wenn dir die GmbH dann zunächst kein oder nur ein geringes Geschäftsführergehalt zahlt, musst erst mal die 12.500 bar auf der Kralle haben.
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29.07.2011 11:03 Uhr von Marco Werner
 
+10 | -0
 
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@Braveheart10191: Das ist die Logik deutschen Beamtentums. Damit ein Unternehmer nicht mehr teilweise auf Hartz IV angewiesen ist, legt man ihm die Aufgabe seines Geschäftes nahe und steigert seine Bedürftigkeit (und damit auch die seiner Angestellten noch). Das wäre so,als würde das Amt sagen "Die 250€,die wir die monatlich zuschießen,sind uns zuviel. Mach den Laden zu,dann bezahlen wir dir das Doppelte!". Eine sehr seltsame Logik.

Wer hier meint,eine Firma müsse nach 2-3 Jahren den Sprung geschafft haben,der irrt. Das funktioniert bei den zumeist kleinen Firmen nicht. Bis dahin macht man praktisch nur Minus,erst nach dieser Zeit beginnt man leichte Gewinne zu machen,die sich dann langsam steigern. Wirklich am Markt akzeptiert wird man von Konkurrenten und Kunden erst,wenn man mind. 5 Jahre rumgekriegt hat. Persönliche Erfahrung.
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29.07.2011 11:08 Uhr von tzuo
 
+1 | -1
 
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Firmengründung: Man muß nicht gleich eine GmbH gründen wofür man viel Kapital braucht sondern man kann auch eine UG gründen die Höhe des Kapitals kann man selbst festlegen zum Beispiel 100 Euro. Es geht auch sehr schnell mit der Gründung man hat keine lange Wartezeit wenn ma es richtig macht!!!!!
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29.07.2011 11:14 Uhr von GroundHound
 
+5 | -1
 
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Was ist daran nicht in Ordnung? Wenn das Geld knapp ist im Unternehmen, kürzt der Chef zuerst bei sich selbst. Das Gehalt der Mitarbeiter geht vor allem anderen.
Und besser ist es, ergänzend Hartz IV nur an den Chef zu zahlen, als das dieser den Betrien dicht macht. Denn dann stehen gleich mehrere Mitarbeiter auf der Lohnliste des Jobcenters.
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29.07.2011 12:31 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -4
 
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Ein Unternehmen muss sich natürlich nicht: nach 2 oder 3 Jahre selbst tragen, auch wenn es wünschenswert wäre.

Bei mir hat es ca. 4 Jahre gedauert bis ich schwarze Zahlen geschrieben habe.
Abr wenn ich Mitarbeiter beschäftigten kann und diese auch entsprechend entlohnen kann, dann brauch ich kein Hartz4 mehr.
Aber das ist das Problem dass es Existenzgründern zu leicht gemacht wird, den Rahmen der staatlichen Hilfen übermäßig zu strapazieren
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29.07.2011 12:33 Uhr von :raven:
 
+7 | -1
 
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Tja, so etwas stößt einem Beamten natürlich sauer auf!

Wie kann ein Selbstständiger nur so viel Biss und Durchaltevermögen mit seiner Unternehmung beweisen, Angestellte durchfüttern und selbst H4-Empfänger/-Aufstocker sein? Soviel Motivation und Engagement kann doch kein Normalbürger haben...

Auf solche Gedanken kommt wahrscheinlich nur ein Beamter bzw. Angestellter im öffentlichen Dienst, dem der Sinn nach wirklicher Arbeit seit Jahrzehnten abtrainiert wurde.
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29.07.2011 13:03 Uhr von Really.Me
 
+1 | -4
 
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Mich würde eher mal interessieren was für ein Geschäft diese Selbstständigen haben.

Sind es welche die bei eBay Schrott verkaufen oder sind es wirklich Leute die eine Geschäftsidee hatten?

Hatte auch vor kurzem einen Bericht dazu im TV gesehen wo ein Selbstständiger mit einem Copyshop nebenbei Hartz4 bekam aber an seinem großen Haus einen Pool stehen hatte.
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29.07.2011 14:18 Uhr von Mika_lxxvii
 
+0 | -0
 
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Quelle lesen: die Aussagen des Jobcenterchefs drücken das nämlich anders aus, als es hier in der News wiedergegeben wurde, deswegen von mir ein Minus für die News

schon das Zitat: Womöglich könnte es besser für den Einzelnen sein, seine Selbstständigkeit aufzugeben und sich dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung zu stellen.

lässt die Sache anders aussehen als das "eventuell" der News, der gute Mann aus dem Jobcenter, möchte vielmehr prüfen ob man den Unternehmen nicht anders besser helfen kann als nur mit Geld, da er zu der Überzeugung gekommen ist Zitat:

Viele der Selbstständigen wüssten womöglich gar nicht, dass das Jobcenter sie über Geldleistungen hinaus unterstützen kann.
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29.07.2011 14:50 Uhr von Gorxas
 
+0 | -0
 
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Ein Unternehmen gilt als Neugründung, wenn die Gründung bis zu drei Jahre zurück liegt. Erst nach ca. fünf Jahren kann wirklich abgeschätzt werden, ob ein Unternehmen den nötigen Erfolg bringt. Alles davor gilt noch als Anlaufphase. Die meisten Unternehmen planen in den ersten Jahren noch mit Verlusten, ehe es richtig losgehen kann.
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29.07.2011 14:55 Uhr von WiKaBot
 
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Opferbereitschaft der Unternehmer *g*: Der Fall ist doch sonnenklar, wenn ein Unternehmer alles gibt damit seine Angestellten überleben, dann muss er im ungünstigsten Fall Hartz IV beziehen. Sowas nennt man konjunkturelle Schwankung. Sollte man solch verantwortungsbewussten Menschen nicht noch eine Prämie für ihren selbstlosen Einsatz zahlen, statt sie zu kritisieren?

Man stelle sich nur vor der Unternehmer würde sich einfach nur auf die faule haut legen und ausschließlich auf´s Amt verlassen.

Aber vielleicht kommt ja demnächst doch endlich die Kennzeichnungspflicht der Hartz IV Bezieher damit diese einer geordneten Kontrolle nicht entwischen … siehe hier:

http://qpress.de/... Link e Sache >>>> *bim*bim*bim*

Dann würde der Arbeitgeber vermutlich auffliegen, aber auch seine Angestellten müssten hernach wieder zum Amt watscheln. Auweia, ist das vertrakt … ich glaub ich leg mich jetzt erstmal wieder hin … Hartzen ist einfach zu anstrengend *g*
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29.07.2011 15:04 Uhr von shadow#
 
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Nicht nur die: Ich wette dass auch sämtliche Angestellte Leistungen beziehen!

Das ist ein Laden der zu großen Teilen staatlich finanziert wird und dadurch bequem andere ruinieren kann die selbst Wertschöpfung betreiben müssen.

Danke, CDU...
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29.07.2011 15:07 Uhr von Monika3
 
+1 | -1
 
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Bitte nicht kontrollieren: sonst weis ich ja garnicht mehr wofür ich arbeite und Steuern usw. zahle. Hartz 4 , EU usw. usw. alles voll für den A.....! Kostet nur das Geld der Leute, die noch ehrlich ihr Geld mit Arbeit verdienen.

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