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Norwegen: Rechte "Fortschrittspartei" unter Druck - Attentäter war Mitglied

Die norwegische "Fortschrittspartei" fischt am ganz rechten Rand und ist nach dem politisch motivierten Attentat von Anders Breivik in Erklärungsnot, denn dieser war einmal Mitglied bei ihnen.

Die Chefin der norwegischen rechtspopulistischen Fortschrittspartei (FrP), Siv Jensen, findet dies zwar unangenehm, ist jedoch erleichtert, dass Breivik ausstieg, weil er die Partei für nicht radikal genug hielt: "Ich freue mich darüber, dass er sich bei uns nicht zu Hause fühlt."

Am Tag nach den Anschlägen erklärte sie sich solidarisch mit ihrer Konkurrenzpartei, der linken Arbeiterpartei: "Heute ist in Norwegen jeder ein Mitglied der AUF". Trotz dieser Beteuerungen stehen die Rechten massiv in der Kritik, denn ihr Fremdenhass könnte auch auf den Täter eingewirkt haben.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Politik, Druck, Absturz, Mitglied, Norwegen, Attentat, Attentäter, Rechte
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.07.2011 11:20 Uhr von KarlHeinzKinsky
 
+7 | -10
 
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Es ist ein Armutszeugniss für die Menschheit, dass es überhaupt Rechtsextreme Parteien gibt bzw. Menschen die diese wählen.
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28.07.2011 11:38 Uhr von ArrowTiger
 
+8 | -14
 
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@BastB: -- "Der Typ ist auch mal zur Grundschule gegangen. Diese Schule steht jetzt bestimmt total unter Druck...."

Könntet ihr Rechtspopulisten mal damit aufhören, diese Tat und den Täterhintergrund ständig zu verharmlosen?

Das ist nicht nur pietätlos sondern auch unglaublich ignorant. Ein wenig Selbstreflexion täte euch wirklich mal gut!
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28.07.2011 11:58 Uhr von Sir.Locke
 
+7 | -4
 
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@ArrowTiger: "Könntet ihr Rechtspopulisten mal damit aufhören, diese Tat und den Täterhintergrund ständig zu verharmlosen?"

als erstes - ich wähle nicht rechts - gut, geklärt. es ist mal wieder so ein beispiel wie unsinnig die zusammenhänge aufgebauscht werden. ich kann mir nicht vorstellen das die FrP in ihrer satzung zu stehen hat, das man ausländer, andersgläubige und co umbringen darf oder sollte. man sollte im allgemeinen parteien nicht mit gruppierungen vergleichen. wenn der braune mob in deutschland zuschlägt wird ja im allgemeinen ja auch nicht die linke dafür verantwortlich gemacht, selbst wenn dort welche mit parteibuch dabei waren. ebenso wenig hat es wenig mit der cdu/csu zu tun wenn ein parteimitglied einen moslem/ muslime zusammenschlägt...
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28.07.2011 13:54 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -4
 
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@Sir.Locke: -- "als erstes - ich wähle nicht rechts - gut, geklärt."

Beruhigend!

-- "ich kann mir nicht vorstellen das die FrP in ihrer satzung zu stehen hat, das man ausländer, andersgläubige und co umbringen darf oder sollte."

Dann wären sie auch kurz darauf verboten. ;-) Es dürfte doch aber klar sein, daß solche Parteien durch ihre populistische "Argumentation" den Boden bereiten für Menschen, die so etwas dann als Argument für ihre Handlungen heranziehen. Wie eben jener norwegische Attentäter.

Ich halte die Mehrheit der Menschen durchaus für latent angstgesteuert. Und so etwas ist dann eben gut "führbar" für Populisten aller Art. Bei wem liegt also die Verantwortung, wenn solche Ängste gezielt gefördert und ausgenutzt werden, statt den Leuten ihre Ängste zu nehmen, das Problem realistisch zu analysieren, und dann sachliche Lösungsansätze vorzuschlagen?

Ok, das ist sicher Utopia, denn gerade Parteien müssen diese massenpsychologischen Effekte nutzen, wenn sie nicht untergehen wollen. So tickt die Masse leider...mit Sachargumenten ist nur selten etwas zu bewegen. Da liegt es dann in der Verantwortung der Parteien, dies nicht über Gebühr zu mißbrauchen...
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28.07.2011 14:08 Uhr von Sir.Locke
 
+3 | -3
 
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@ArrowTiger: "Und so etwas ist dann eben gut "führbar" für Populisten aller Art."

nun gut, aber wo will man anfangen? schließlich könnte man mutmaßen das jede außer der eigenen partei populistisch arbeitet. auch wenn man es nicht gerne hört, in einer demokratie muss es parteien aus allen lagern geben. denn ansonsten läuft man gefahr das es nur eine vorgespielte demokratie ist. schlußendlich entscheidet der bürger durch seine wahl in welche richtung es gehen soll.

es sind nicht die zugelassenen parteien die das "problem" sind, sondern vereinigungen und gruppierungen die vielleicht einer partei zugeneigt sind, aber sich nicht an die rechtsstaatlichkeit halten.
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28.07.2011 14:25 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -3
 
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@Sir.Locke: -- "nun gut, aber wo will man anfangen?"

Es bleibt einem ja nichts anderes übrig, als selber zu denken und immer schön kritisch zu bleiben. Aber bereits dabei scheitern ja schon die meisten, da eine möglichst neutrale Kritikfähigkeit ja auch mit Aufwand verbunden ist. Und die volle Wahrheit oder den absolut besten Weg wird man vermutlich ohnehin nie finden - wenn es so etwas überhaupt gibt.

-- "schlußendlich entscheidet der bürger durch seine wahl in welche richtung es gehen soll."

Klar, aber die Masse ist durch Populismus jedweder Art so unglaublich leicht zu manipulieren. Viel leicher, als es bei Einzelpersonen der Fall wäre. Siehe die erfolgreichen Bemühungen von BILD, Bertelsmann, INSM und Co. Gäbe es diese nicht, gäbe es auch unsere derzeitige Regierung oder die Agenda 2010 nicht. Kein unmanipulierter Mensch bei klarem Verstand hätte so etwas gewählt.

Wie sagte Einstein so schön: "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein." 8-/

-- "es sind nicht die zugelassenen parteien die das "problem" sind, sondern vereinigungen und gruppierungen die vielleicht einer partei zugeneigt sind, aber sich nicht an die rechtsstaatlichkeit halten."

Sicher spielen da immer mehrere Gruppierungen zusammen, da stimme ich zu. Am offensichtlichsten ist dies derzeit wohl bei der NPD, die die "Zuneigung" ihrer nicht rechtstaatlichen "Fans" ja durchaus mehr oder weniger offen schätzen.

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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28.07.2011 14:31 Uhr von Sir.Locke
 
+3 | -0
 
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@ArrowTiger: + ;)
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28.07.2011 16:38 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -2
 
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@BastB: -- "Ich bin garantiert kein Rechtspopulist und ich verharmlose die Tat auch nicht. Ich will damit nur andeuten, dass es Schwachsinn ist, jetzt jedes kleinste Detail aus der Vergangenheit dieses kranken Typen rauszukramen und dann so zu tun, als hätte man die Ursache gefunden."

Dann entschuldige ich mich bei dir!

Auch wenn ich dennoch der Meinung bin, daß dogmatische Gruppen eine nicht geringe Rolle bzgl. der Motivation solcher Täter spielen. Zumindest geben sie seiner Ideologie eine soziale Bestätigung.

Es ist eben derzeit ein massiv auftretendes Phänomen, daß sich die Rechte da derzeit massiv auf die Füße getreten fühlt, im Gegenzug aber gerne gegen alle Muslime hetzt, wenn eine Minderheit von ihnen Straftaten begeht. Vielleicht war meine Reaktion daher auch etwas zu scharf für den Anfang. ;-)

Die Bösen, das sind halt immer die anderen... ;-)
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28.07.2011 20:28 Uhr von Zephram
 
+2 | -2
 
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@ArrowTiger: Das hat nix mit Rechtspopulismus zu tun, ich stimme zu weil ich solche Verallgermeinerungen wegen Effekthascherei nicht mag...

jm2p Zeph

PS:
Norwegen: Dorfbäckerei unter Druck - Attentäter aß Brot

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