27.07.11 10:09 Uhr
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Deutscher Boom ein riesiger Schwindel? Konsum deutlich niedriger als 1998

Der Deutsche konsumiert immer weniger - dies belegen rückläufige Einzelhandels-Umsatzzahlen der Deutschen Bundesbank vom Mai, so Heiner Flassbeck, UNO-Chefvolkswirt für Welthandel und Entwicklung. Der Vergleichsindex, in den USA das entscheidende Kriterium, sei in den letzten 13 Jahren um sieben Prozent abgefallen.

Die in Berlin gerne ignorierten Zahlen konterkarieren in eklatanter Weise, den von Politikern verkündeten "XXL-Boom", so Flassbeck. Finanziell komme bei den Arbeitnehmern der Aufschwung nicht an, während hiesige Unternehmen auf mehr Konsum im Ausland warten. Von Deutschland als Wirtschaftslokomotive könne daher keine Rede sein.

Die "Flexibilisierung der Arbeitsmärkte" treibe die Bundesbürger vielmehr in die Erwartungshaltung, dass sie künftig keinen Zuwachs bei den Einkommen zu erwarten haben. Arbeitnehmer nehmen aus Sorge um ihren Arbeitsplatz immer weitere Lohneinbußen hin, Investitionen in Deutschland unterbleiben folglich.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutscher, Konsum, Boom, Schwindel, XXL
Quelle: www.badische-zeitung.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2011 10:09 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+52 | -5
 
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Deutlich erkennbar, warum hiesige Unternehmer – nachdem sich die Euro-Wirtschaft zunehmend als Subprime-Markt entpuppt - eher Interesse an einer Transferunion haben, Die Konsumfreude in den verschuldeten Staaten und somit das Geschäft würde auf Kosten der Steuerzahler dauerhaft subventioniert, statt Beschäftigte künftig stärker an Unternehmens- und Aktionärsgewinnen zu beteiligen. Die Finanzierungskosten würden auf die lohn-, sozial- und rentengedumpten Bundesbürger absozialisiert.
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27.07.2011 10:24 Uhr von CoffeMaker
 
+57 | -3
 
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Umsatz alleine sagt über Konsum nicht viel aus. Wenn zb. jedes Jahr alles teurer wird steigt der Umsatz bei gleichbleibenden Absatzvolumen. Ich denke mal das die Warenabsatzzahlen noch krasser zeigen das der Konsum zurück geht weil die Leute jeden Cent dreimal umdrehen ob sie ihn denn doch ausgeben können.

Der Euro ist so hart nach außen, nur in unserem Land hat er keinen Wert weil man hier Preise treibt bis zum geht nicht mehr. Und wenn der Preis nicht getrieben wird haut Gevatter Staat seine Gebühren rauf. Wäre Blödsinn wenn etwas billig ist.
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27.07.2011 10:36 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+63 | -3
 
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Deutschland ist Schlusslicht in Europa: Deutschland: Wirklich der große Euro-Gewinner?
Nur in Deutschland entwickelten sich die Löhne seit Euro-Einführung negativ, während sie in vielen anderen Staaten explodierten.

Reallohnentwicklung 2000-2008:

Realeinkommen aus unselbstständiger Arbeit einschl. Arbeitgeberbeträge zur Sozialversicherung: Werte für 2008 aus der Frühjahrsprognose der EU-Kommission.

Deutschland: -0,8%

Österreich: +2,9%
Portugal: +3,3%
Spanien: +4,6%
Belgien: +7,2%
Italien: +7,5%
Luxembourg: +8,1%
Frankreich: +9,6%
Niederland: +12,4%
Schweden: +17,9%
Finnland: +18,9%
Dänemark: +19,0%
Großbritannien: +26,1%
Irland: +30,3%
Griechenland: +39,6%



Malta: +7,9%
Zypern: +12,8%
Polen: +19,0%
Slowenien: +40,3%
Slowakei: +48,1%
Tschechien: +49,1%
Bulgarien: +51,9%
Ungarn: 66,7%
Litauren: +104,4%
Estland: +132,5%
Lettland: +188,5%
Rumänien: +331,7%

Quelle: Europäische Kommission, Berechnungen WSI 2008 (Hans-Böckler-Stifung 2008).
http://www.boeckler.de/...
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27.07.2011 10:39 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+21 | -0
 
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Die Deutschen haben nicht das Geld, (oder trauen sich zumindes nicht, welches auszugeben) um deutsche Produkte zu kaufen.

Wer soll denn unsere Produkte jetzt bitteschön noch kaufen?
Aber was solls. 2012 geht eh die Welt unter.
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27.07.2011 10:40 Uhr von bodensee1
 
+43 | -1
 
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1998 gab es auch noch die DM: und Arbeitnehmer hatten mehr Geld zur Verfügung.
Da die Preise dort noch günstiger waren, allem voran der Sprit, Strom und Wasser. Und alle anderen Dinge die zum täglichen Überleben notwendig waren.

Mittelstand, Geringverdiener und Arbeitslose sind die grossen Verlierer des Euros. Großunternehmen, Aktionäre und Manager sind die großen Gewinner.

Bin gespannt wann wir es schaffen dagegen Demos in jeder deutschen Stadt zu organisieren. Bevor siche die Demokratie in der BRD noch komplett abschafft.

[ nachträglich editiert von bodensee1 ]
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27.07.2011 11:05 Uhr von Fischgesicht
 
+6 | -26
 
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27.07.2011 11:10 Uhr von Kenick
 
+29 | -0
 
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Kleinunternehmen: Ich merke es besonders daran, dass hier eine kleine Bierkneipe nach der anderen schließen muss.
Leute, die schon seit etlichen Jahren ihre Gäste hatten, wissen nichtmehr weiter und müssen schließen. Hier hat es innerhalb von kürzester Zeit 4 Kneipen erwischt von denen ich weiß.
Die Leute nehmen sich zwar das Geld, um noch Essen zu gehen, aber das Bierchen nach dem Feierabend fällt weg. Jeder muss sparen, nur die Politiker machen Diät!
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27.07.2011 11:11 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+26 | -2
 
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@Fischgesicht nur solange man den Zusammenhang nicht versteht.

Aber die Mainstream-Presse tut ja auch alles dafür, dass dies so bleibt. Sich bei anderen Quellen zu informieren, ist eben nicht jedermanns Sache.

Gottlob ist aber neuerdings mehr Interesse an diesen Zusammenhängen erkennbar. Vor einem Jahr wäre die News vermutlich noch im SN-Keller verschwunden...
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27.07.2011 11:14 Uhr von Bluti666
 
+8 | -3
 
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Umsatz sagt garnichts! Der Umsatz ist irrelevant, viel Umsatz bringt nämlich garnichts, wenn man kaum Marge hat, sprich Gewinn macht, damit die Kosten decken kann und noch etwas übrig bleibt. Man MUSS immer Umsatz und Gewinn gegenüberstellen, nur daraus lässt sich ableiten, wie gut es einer Firma geht oder ob irgendwo ein Aufschwung stattfindet!
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27.07.2011 11:25 Uhr von Noquest
 
+12 | -0
 
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@bodensee1: Ich kann mich Deinem Kommentar nur anschliessen.
Leider befürchte ich aber, dass mit der deutschen Gesellschaft/Bevölkerung, so gespalten wie sie mittlerweile ist, wenig anzufangen ist. Heisst, ich bezweifle ob man es schafft die Deutschen einheitlich auf die Strasse zum Demonstrieren zu bewegen.
Bei diesem Thema bin ich gerne bei einer grossangelegten Demonstationsmassnahme dabei und vertrete meine Meinung in der Öffentlichkeit!
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27.07.2011 11:37 Uhr von Gorxas
 
+12 | -0
 
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Ist doch nichts neues. Der Marktzinssatz fällt seit Wochen nur noch und alles deutet auf ein Anhalten der Krise hin. Der Aufschwung war lediglich ein kurzes Strohfeuer im Dezember. Aber seither geht alles wieder steil nach unten. Meiner Meinung nach kommt da noch was größeres auf uns zu. Alles deutet stark daraufhin.
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27.07.2011 12:09 Uhr von AnotherHater
 
+17 | -1
 
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Wie aufgeklärt hier doch alle sind und trotzdem stehen keine Menschenmassen vor dem Reichstag und protestieren.
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27.07.2011 12:09 Uhr von Mika_lxxvii
 
+14 | -4
 
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Umsatz ist "fast" alles: @Bluti666: dieses Gewinnstreben ist das was alles kaputt macht, wenn aus dem Umsatz alles bezahlt ist und ein kleiner Rest bleibt geht es der jeweiligen Firma gut, das Problem ist halt, dass 1% Gewinn nach Abzug aller Kosten nicht reicht, und selbst bei 10% Reingewinn nörgeln die Anleger/Eigner/Geldgeber noch rum ergo muss alles noch teurer werden oder die Kosten noch weiter runter, aber irgendwo muss der Gewinn ja schließlich her kommen

also alle mal mit etwas weniger Gewinn zufrieden geben und dann kommt der Laden auch wieder an´s laufen

ich wär eh für eine Veränderung bei den Unternehmenssteuern:
1% Gewinn vom Umsatz Steuerfrei
2-10% Gewinn vom Umsatz 10% Steuern
11-...% Gewinn vom Umsatz 50% oder noch mehr Steuern, damit alle mal wieder lernen Maß zu halten
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27.07.2011 12:15 Uhr von Serverhorst32
 
+17 | -0
 
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ist das gleiche mit den Arbeitslosen Da wird das Volk auch belogen...

1€ Jobber sind nicht Arbeitslos
Leute in "Umschulungen" bsp. Hauswirtschaftskursen sind nicht Arbeitslos
Leute die aufgrund des Alters als nicht vermittelbar gelten sind nicht Arbeitslos

Und schwupps hat man viel viel weniger Arbeitslose und wir leben in einem tollen Land in dem es dank der CDU fast Vollbeschäftigung gibt.
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27.07.2011 12:26 Uhr von dieterzi
 
+11 | -0
 
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hat denn: irgendwer das "Grinsegeschwätz" vom Brüderle geglaubt? Bzw. kann man dem Röslerbub glauben? Ich glaube nicht! Es besteht doch auch gar kein Interesse daran dem "Normalbürger" die Wahrheiten zu sagen.
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27.07.2011 12:33 Uhr von Leeson
 
+17 | -1
 
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von was soll man sich: denn auch etwas kaufen?
Am Monatsende bin ich gerademal Plusminus null.
Und da ist gerademal die miete, das Handy, das Auto, der Kraftstoff und das nötigste zu essen mit bezahlt.
Am Jahresende kommt dann noch die große Nachzahlung,
obwohl man ein viertel eingespart hat.

Die mieten steigen auf... 700euro für ein 50m2 loch.
Hauptsache die die es haben bekommen immer mehr davon.
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27.07.2011 13:10 Uhr von stollebernhard
 
+13 | -1
 
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@kenick: Das liegt aber auch mit daran, daß ich zum Bierchen gern eine rauche, das geh nun auch nicht mehr, also bleibe ich zu Haues oder beim Kumpel in der "Garagenkneipe"
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27.07.2011 13:12 Uhr von Marco Werner
 
+12 | -2
 
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Schaut euch mal die Nachrichten anderer Länder und die bei uns an. Dann wird auffallen,daß in den meisten anderen Ländern noch immer von Wirtschaftskrise,hoher Arbeitslosigkeit usw gejammert wird. Nur in Deutschland "brummt" das Geschäft und die Arbeitslosenzahlen sinken *angeblich* ständig. Nur merkt der "kleine Michel" davon seltsamerweise nichts. Wenn man bedenkt,daß Deutschland seit Jahrzehnten eine Exportnation, stellt sich unwillkürlich die Frage: wohin exportieren wir also,wenn es den anderen so schlecht und uns so gut geht? Im Endeffekt spricht mehr für einen Fake als für einen tatsächlichen Boom.
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27.07.2011 13:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Marco Werner und vor allem: Wer zahlt die Exporte in die Eurozone am Ende tatsächlich?

Siehe die beiden Videos: http://is.gd/...
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27.07.2011 14:12 Uhr von Mika_lxxvii
 
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@WOK: vorsicht mit nachgegeiferter Polemik:

vor 20 Jahren ist kein Blockwart mehr rumgerannt um nach dem Fernsehprogramm der Nachbarn zu schauen, das gehört in das Reich der DDR-Lügen die ebenso wie viele anderen immer wieder gar gekocht werden

mag in den Anfängen des Fernsehens so gewesen sein, das will und kann ich gar nicht bestreiten, aber das dürfte in den 70ern abgenommen haben und in den 80ern gab es des gar nicht, die westdeutschen Sender wurden bei uns sogar in´s Kabel eingespeist ...
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27.07.2011 14:16 Uhr von Radler1960
 
+1 | -0
 
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Europa: Wenn sich der Lebensstantard innerhalb Europas angenähert werden soll, dann ist das doch klar dass die mit dem höheren S. zugunster der ärmeren abgeben müssen.
Das merkt man doch in jeder Lebenlage.
Wenn ich Gehalt abgeben muss, sei es durch direkte oder indirekte Steuern oder einfach weniger Verdienst, dann muss ich sparen oder ich gehe Pleite!
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27.07.2011 14:17 Uhr von Python44
 
+10 | -0
 
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Das Geld: kommt ja gar nicht mehr unten an, wo es ausgegeben werden könnte !

Wenn man 1000 Arbeitern je 100 Euro gibt, geben 1000 Arbeiter 100.000 Euro aus. Stattdessen kriegt gegenwärtig 1 Manager 100.000 Euro mehr und gibt davon keinen einzigen Cent aus, weil das Geld sofort auf irgendeinem Steuerfluchtkonto gebunkert wird...
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27.07.2011 14:36 Uhr von wussie
 
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Ist doch kein Wunder: Wie soll man auch noch ordentlich konsumieren heutzutage?
Seit 1998 sind die Löhne fast gar nicht gestiegen bzw sogar gefallen. Aber die Lebenshaltungskosten sind teilweise um 100% gestiegen und steigen jedes Jahr weiter enorm.

Was soll man sich also noch leisten wenn man von einem durchschnittlichen Gehalt gerade so noch leben kann?
Und da darf sich auch keiner mehr über die Geiz ist Geil Mentalität aufregen. Jeder einzelne der Hartz 4 unterstützt und nicht auf die Straße geht gegen dieses Lohndumping ist daran mit schuld.

[ nachträglich editiert von wussie ]
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27.07.2011 14:38 Uhr von Mika_lxxvii
 
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@Phyton44: das is bedingt ´ne Milchmädchenrechnung, weil von den 1000 Arbeitern wenigstens die Hälfte die Kohle spart, aber ich geb dir recht, zumindest ein Teil würde in den Konsum wandern, was bei dem Managergehalt nicht der Fall ist
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27.07.2011 14:40 Uhr von trinito
 
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Der Aufschwung ist kein Schwindel! Es gibt ja auch wirklich keine 3 Millionen Arbeitslosen!

Na gut, die hoffnungslosen Fälle, die über 55jährigen, die H4-Aufstocker und in Weiterbildungen versteckten Menschen sind zwar auch nicht in Lohn und Brot, aber 10 Millionen Arbeitslose hören sich so viel an. Besser wir glauben alle brav die Märchen unserer Verräterregierung.
Der durchgeknallte Rollstuhlfahrer weiss nur allzu gut, dass die volkswirtschaftlichen Eckddaten manipuliert gehören, da sonst die Bonität Deutschlands schlechter bewertet werden würde und Merkel könnte mit ihren Rettungspaketen Deutschland nicht noch mehr in die Schweiße reiten als ohnehin schon.

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