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Bayreuth: Buhrufe gegen "Tannhäuser"-Inszenierung in Biogasanlage und Alkoholator

Das Premierenpublikum reagierte äußerst konsterniert, als sie sich die Neu-Inszenierung des "Tannhäusers" bei den Bayreuther Festspielen ansahen.

Regisseur Sebastian Baumgarten und sein Team hatten die Oper inmitten einer Biogasanlage inszeniert und auf der Bühne befand sich ein Alkoholator. Dass hier Richard Wagner vor menschlichem Abfall gegeben wird, entsetzte das Publikum und es reagierte selbst teilweise mit Fäkalsprache und Buhrufen.

Der Festspiel-Chor hingegen erntete zumindest für seine künstlerische Leistung viel Applaus, das Stück an sich fiel jedoch gnadenlos durch.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bayreuth, Inszenierung, Biogas, Tannhäuser
Quelle: www.sueddeutsche.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.07.2011 11:28 Uhr von Seravan
 
+4 | -1
 
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Kunst ist: Ansichtssache. Es wird vieles für Kunst verkauft was absoluter ein absoluter Schrott ist. Selbst Bühnenkunst bleibt nicht davon verschont....

@ Tante Mathilda: wieder eine schön formuliere und gut geschriebene News von dir. Mach weiter so.

[ nachträglich editiert von Seravan ]
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26.07.2011 12:24 Uhr von Babykeks
 
+5 | -0
 
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Da ich die Inszenierung selbst nie gesehen habe Da ich die Inszenierung selbst nie gesehen habe, spar ich mir eine künstlerische Bewertung - aber die News zeigt deutlich, wie wankelmütig das Kunstempfinden ist.

Hätte man vorher wochenlang verbreitet, welch unglaubliche Ressourcen für diese mutige hochwertvolle Inszenierung aufgewendet werden, hätte wohl jeder aus Angst, als Kunstbanause geächtet zu werden, applaudiert (und sein Lob mit der Ächtung von Kritikern vor sich selbst rechtfertigt).

Manchmal reicht aber auch zum richtigen Zeitpunkt die richtige Person, die etwas sagt wie "Was? Schund? Nein, ich finds toll.", um dem Kritisierenden den Mut zu nehmen...


Fazit: Geschätzte 90% aller Kunstbewunderer bewundern Kunst, weil "Kunst" draufsteht.

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