23.07.11 10:36 Uhr
 968
 

Private Krankenversicherung Debeka lehnt Bürgerversicherung ab

Die private Krankenversicherung Debeka hält nichts von einer Bürgerversicherung. Die finanziellen Probleme würden auch in der Bürgerversicherung weiter bestehen, erklärte der Vorstandschef Uwe Laue in einer Stellungnahme.

Laue sprach sich für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung aus, am Besten in Richtung der privaten Krankenversicherung. In der Bürgerversicherung sollen beide Krankenkassensysteme vereint werden und zu mehr Einnahmen und Leistungen führen.

Nach Ansicht des Vorstandschefs Laue leidet die gesetzliche Krankenversicherung unter einem hohen finanziellen Defizit, das nicht allein durch die Bürgerversicherung behoben werden könne. Außerdem sollte der Wechsel zu privaten Krankenversicherungen weiter vereinfacht werden, so Laue.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Skipp76
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bürger, Krankenkasse, Versicherung, Reform, Krankenversicherung
Quelle: www.der-krankenkassen-vergleich.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job
USA: Amazon plant Supermarkt ohne Kassen
Sodastream muss einen Teil seiner Sprudelflaschen zurückrufen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.07.2011 11:00 Uhr von d-fiant
 
+11 | -10
 
ANZEIGEN
Nicht nur die Debeka: Jede private Krankenversicherung inkl. des PKV-Verbandes lehnen die Bürgerversicherung ab. Weils Schwachsinn ist!
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:15 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+11 | -4
 
ANZEIGEN
Die GKV ist ein gigantischer Wasserkopf wir haben zahlreiche gesetzliche Krankenversicherungen, die mehr oder weniger gleich viel kosten (mal den Zusatzbeitrag in Klammern gesetzt) und mehr oder weniger gleichviel leisten. All diese Krankenversicherungen haben eine Verwaltung, einen Vorstand, Servicebüros und und und. HIER sehe ich Einsparpotential - und zwar gewaltig! Würde es nicht reichen, wenn wir deutschlandweit nur eine GKV hätten?

Und die PKV? Die können sich aussuchen, wen sie nehmen, mit Ausschlüssen und Risikozuschlägen um sich werfen - und sie bieten Menschen, die oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (49.500 €) verdienen die Möglichkeit, aus diesem System der gesetzlichen Kassen auszubrechen.

Würde man jedem (auch, wenn er Geringverdiener ist) die Möglichkeit bieten, sich privat krankenzuversichern, würde sich in der GKV nur die Kranken, Alten und Gebrechlichen versichern.

Deshalb finde ich den Grundgedanken einer Bürgerversicherung (in der Selbstständige, Gutverdiener, Beamte, Kranke, Alte, Geringverdiener) am sozialsten. Wir sind nunmal eine Gesellschaft - und die bringt nunmal nicht nur reiche und gesunde Menschen hervor!

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:17 Uhr von tekon
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Mein Nachbar Mein Nachbar ist Allgemeinarzt mit eigener Praxis.
Er sagt er finanziert mit einem Privatpatienten 4 gesetzlich Versicherte.
Ohne Privatversicherte hätte er sich kein Ultraschallgerät gekauft sondern die Patienten lieber in die klinische Ambulanz geschickt.

Da kann sich jetzt jeder seinen Teil denken.....
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:38 Uhr von artefaktum
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
@tekon: Klappern gehört zum Handwerk.
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:38 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+8 | -4
 
ANZEIGEN
Die Ärzte nehmen selbstverständlich lieber Privatpatienten. Da können die den 2,3-fachen oder gern auch mal den 3,5-fachen Satz abrechnen. Würde es aber nur eine Versicherung geben (die vielen vielen GKVs unter einem Dach vereinen - und die, die jetzt privat versichert sind gleich mit), könnte diese eine Versicherung viel rationaler und mit wesentlich weniger Verwaltungsaufwand geführt werden.

Diese Versicherung wäre zahlungskräftiger (weil a. weniger für Verwaltung draufgeht b. Gutverdiener auch da drin wären c. nicht nur Kranke und Gebrechliche, sondern auch Gesunde da drin wären) und könnte somit auch die Ärzte besser entlohnen.

Diese wiederum hätten ebenfalls weniger Verwaltungsaufwand, weil es dann auch nur noch EIN Abrechnungssystem gäbe.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:47 Uhr von Mario1985
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
D-fiant: ich stimme dir insoweit zu, dass die Bürgerversicherung Käse ist....

Allerdings fürchten die privaten Krankenversicherungen um ihre Versicherungsnehmer, weswegen die die Bürgerversicherungen verteufeln...

Alles hat jedoch zwei Seiten
Vorteil Bürgerversicherung:
Verwaltungskostenapparat reduzieren

Nachteil Bürgerversicherung:
zu Groß um es zu kontrollieren,
Monopolstellung

um jetzt nur ein paar Aspekte zu nennen....
Kommentar ansehen
23.07.2011 12:54 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@ Mario1985: Zur Monopolisierung:

Die GKV ist im Grunde genommen doch eine Sozialversicherung wie beispielsweise die gesetzliche Rentenversicherung, die ALV oder die GUV auch. Und hier spricht ja auch keiner von Monopolisierung.
Warum sollta man das nicht auch in der Krankenversicherung machen können?
Kommentar ansehen
23.07.2011 13:41 Uhr von Floxxor
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Natürlich wollen dei pkvs das nicht, dann müssten ja ihre eher Reichen Mitglieder, wie ganz gewöhnlicher Pöbel die Arbeitslosen und Kranken mitfinanzieren. Das kann man denen jawohl nicht zumuten *ironie aus*.
Kommentar ansehen
23.07.2011 13:45 Uhr von c3rlsts
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Abdul_Tequilla: Sehe ich genau so. Staatliche Apparate, sofern Sie richtig handeln (FÜR die Bevölkerung), dürfen ruhig eine Monopolstellung einnehmen, schließlich repräsentieren sie ja das Volk.
Kommentar ansehen
23.07.2011 14:55 Uhr von vorhaengeschloss
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@Floxxor: Du schreibst ganz einfach Mist. Warum? Beispiel:

Ich bin mein eigener Chef, muss also 100% Krankenversicherung zahlen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahle ich bei gleicher oder weniger Leistung monatlich etwa das Doppelt der Beiträge wie jetzt in der privaten Krankenversicherung. Da ist es ja für mich keine Frage wo ich mich versichere, oder?

Die GKV berechnet den monatlichen Satz anhand des Einkommens, was bei mir nicht exorbitant hoch ist. Die PKV berechnet (im Fall Selbständiger) nur nach Eintrittsalter und eventuellen Vorerkrankungen. Sonderleistungen wie Einbettzimmer im Krankenhaus, nur Chefarzt und son Quatsch hab ich nicht und brauch es nicht.
Kommentar ansehen
23.07.2011 17:58 Uhr von IYDKMIGTHTKY
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was aber tatsache ist: dass sich die versicherungen die taschen vollhauen und die leistungen kürzen. das ist nichtts weiter wieedr als lobbyarbeit. und so kommen wieder diese verbrecher spielendleicht an unser geld wenn sie die politiker unter kontrolle haben.

das ist nichts weiter als die lizens zum geld drucken... ich sollte auch eine versicherung aufmachen *ironie*
Kommentar ansehen
23.07.2011 21:27 Uhr von d-fiant
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Mario: Das PKV-Prinzip ist einfach nachprüfbarer. Das Solidarprinzip der GKV funktioniert nicht wie man inzwischen sieht. Es gibt viel zu viele Kassen, von denen sich eigentlich alle an den selben Leistungskatalog halten müssen, und die tun viel zu wenig um an der Kostenschraube zu drehen.

Die Privaten machen eine Risikoprüfung die Hand und Fuß hat. Da werden objektive Daten eingespeist und heraus kommt eine Annahmeempfehlung die auf Vorerkrankungen basiert. Und weil das so ist, ist das System durch Mathematiker berechnbar und verhält sich stabil solange nicht die Politik kommt und dazwischen schiesst.

Sicher ist es ein Unding dass manche in der PKV mehr zahlen müssen. Sicher ist es für manche ärgerlich wenn sie zu wenig verdienen und nicht über die Beitragsbemessungsgrenze kommen.

Aber für erstere muss es halt transparent gemacht werden warum sie mehr zahlen und für letztere gibt es immer noch Ergänzungsversicherungen zur PKV oder Optionstarife wenn in absehbarer Zeit die Beitragsbemessungsgrenze voraussichtlich überschritten werden kann, so dass sie auch in den Genuss der privaten Leistungen kommen.

Für alle anderen gilt: Die PKV-Versicherten finanzieren die teuren Instrumente in den Arztpraxen von denen dann auch die GKV-Versicherten profitieren. Also lieber erstmal nachdenken bevor man hier Systemdiskussionen führt..
Kommentar ansehen
23.07.2011 23:41 Uhr von craschboy
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Ich kann das ganze Gebashe gegen privat Versicherte nicht mehr hören.

Kosten PKV: 100 % allein vom VN
Nehm ich Leistungen in Anspruch, steigen meine Beiträge
Beiträge steigen sowieso jährlich
Selbstbeteiligung i.d.R rund 300 €
Jedes Familienmitglied zahlt eigene Beiträge

Kosten GKV: 50% trägt VN, 50 % AG
Beiträge sind unabhängig vom Gesundheitszustand
Selbstbeteiligung i.d.R. 2% vom Brutto, sonst 1%
Familienmitglieder sind kostenfrei mitversichert, wenn kein eigenes Einkommen

Ich zahle mit 40 Jahren derzeit 257 € in die PKV. Das ist mehr als der AN-Anteil bei 3000 € brutto.
( 3000 *15,5%= 465€ und davon 50% AN-Anteil = 232,50€)
Und 300 € Selbstbeteiligung habe ich auch noch während ein AN in der GKV maximal 2% = 60€ zahlt.

Hört endlich auf gegen die privat Versicherten zu wettern. Viele würden sogar gern in die GKV wechseln, ich auch.
Was können wir dafür, dass die GKV´s so unwirtschaftlich arbeiten?

So und nun bitte vorschnell und ohne Nachzudenken bitte Minus klicken.

[ nachträglich editiert von craschboy ]
Kommentar ansehen
28.07.2011 03:29 Uhr von Floxxor
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
ok etwas spät aber: @Vorhängeschloss:
Warum glaubst du denn, dass die PKV dir ein so gutes Angebot machen kann?
-Aha, weil sie eben keinen Sozialbeitrag leisten, wie die Mitglieder der GKV.
Also um meinen Punkt zu bekräftigen, wer reich genug ist oder eine sonstige Lücke entdeckt hat, darf sich aus der Solidargemeinschaft ausschließen und weniger zahlen.
Kommentar ansehen
28.07.2011 23:27 Uhr von vorhaengeschloss
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Floxxor: Das Angebot der PKV ist deshalb so "gut", da ich eine Selbstbeteiligung von derzeit 600 EUR habe. Reiche ich dafür keine Rechnungen ein sondern zahle alle Arztrechnungen selber, bekomme ich am Jahresende eine Beitragsrückerstattung die sich durchaus sehen lassen kann.

Und warum leiste ich Deinen Worten nach keinen Sozialbeitrag und habe mich Deiner Ansicht nach aus der Solidargemeinschaft ausgeschlossen? Ich denke mal dass ich schon genug Abgaben und Steuern zahle.

Refresh |<-- <-   1-15/15   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Astronaut John Glenn ist tot
Pro Asyl beklagt Kurswechsel der CDU in Flüchtlingspolitik
Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?