23.07.11 09:41 Uhr
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Land Sachsen wollte Schüler zum Russischlernen zwingen - Gegenklage hatte Erfolg

In Sachsen muss man sich bereits ab der fünften Klasse entscheiden, welche Sprache man als zweite Fremdsprache erlernen möchte. Die Auswahl haben die Gymasiasten zwischen Französisch, Latein und Russisch. Eigentlich können die Schüler frei wählen, es sei denn, es gibt ein zu großes Ungleichgewicht.

Ist eine Sprache besonders stark nachgefragt, wird ausgelost, wer welche Fremdsprache erlernt. Zwei Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Dresden wurden laut Auslosung gezwungen Russisch zu lernen. Die beiden wollten sich mit ihren gezogenen "Nieten" aber nicht abfinden und zogen vor Gericht.

Im Eilverfahren gegen den Freistaat Sachsen gab das Verwaltungsgericht Dresden den Schülern recht. Sie dürfen nun in den Französischkurs. Von den 110 Schülern wollten nur etwa zwölf Russisch lernen, die meisten wählten jedoch Französisch. Es fehlen jedoch Französischlehrer und Raumkapazitäten.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Schüler, Land, Erfolg, Sachsen, Sprache
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2011 09:41 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -10
 
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Unglaublich. Schon allein dass man ab der fünften die zweite Fremdsprache macht ist doch Unfug. Erst mal richtig deutsch lernen, würde ich sagen. Den meisten fehlt ein ausgereifter Wortschatz.

Die können mit Worten wie "transparent", "borniert", "degradieren", "stupide", "melancholisch" oder "moderat" oft gar nichts anfangen. Dabei sind die meisten im englischen auch zu finden.

Und dann noch auslosen - das ist ja wirklich eine Zumutung.
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23.07.2011 10:06 Uhr von KamalaKurt
 
+7 | -0
 
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Die Bundesregierung sollte endlich mal anfangen das Bildungswesen den Ländern aus der Hand zu nehmen und eine gemeinsames deutsches schulwesen anstreben. Das geht natürlich durch das große Bildungsgefälle nicht, aber ein Anfang wäre schon, dass alle die gleichen Fremdsprachen lehren und zwar auch in der gleichen Reihenfolge, nämlich Englisch und Französisch. Mein sohn hat dann noch in einer ARGE am Gymnasium spanisch gelernt. Man sollte auch um jedem die gleiche Voraussetzung zu geben, die gleichen Lehrmittel verwenden. Dass dieser Prozess Jahre dauern wird ist mir klar, aber irgendwann bräuchte man keine innerdeutsche Pisastudie mehr.

Bei uns im Raum Karlsruhe gibt es ein ähnliches Problem schon in der Hauptschule. Die schulräte fordern Französisch als 1. Fremdsprache, nur weil Frankreich ein paar km entfernt ist. Diesen rücktändigen sesselfurzer ist noch nicht aufgefallen, dass die englische sprache, die sprache ist mit der man in vielen Berufen und in der Freizeit am meisten erreicht. Kaum zu glauben was solchen Herren dürfen.
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23.07.2011 10:27 Uhr von quade34
 
+3 | -3
 
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Sachsen: hat sicher zuviele Fachkräfte aus DDR Schulen, in denen russisch die Zwangsfremdsprache war.
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23.07.2011 10:41 Uhr von quade34
 
+3 | -1
 
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in meinem Umfeld: war damals trotz der intensiven Beschulung, kaum einer in der Lage einen russischen Satz zu verfassen. Der Widerwille gegen diese verhasste Sprache blockierte jeden Lernerfolg. Englisch und französisch konnten nur wenige lernen. Schließlich waren das Sprachen des Klassenfeindes und der Nato.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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23.07.2011 10:55 Uhr von KamalaKurt
 
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@Gotmini du schreibst in deinem letzten Abschnitt etwas, was ich nicht verstehe. Du illst alle sprachen freiillig machen. Und genau das ollten die beiden schüler auch. Und sie wurden zu russisch gezungen.
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25.07.2011 17:10 Uhr von klengelhh
 
+0 | -0
 
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Russisch, Französisch? Ist doch egal, welche Sprache, die Freiwilligkeit sollte zählen. Viele sollten auf jede Fremdsprache verzichten und dafür lieber die Muttersprache intensiver lernen. Und ausserdem im Zuge der ganzen Osterweiterung und der Tatsache, das in Russland viele extrem Reiche leben kann man überlegen, wenn man im Gastgewerbe o.ä. später Karriere machen will, dann doch lieber Russisch zu lernen (oh ja, die sind mittlerweile sehr viele, die russischen Touristen).
@Kamala Kurt - ist dein "w" kaputt?
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29.07.2011 12:51 Uhr von DJGeorg
 
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Pech für die Schule, dann sollte man den Russisch-Unterricht wieder aufgeben, und mehr Lehrer einstellen, die Franziösisch oder Latein lehren können.
Nichts gegen Russisch, aber Franziösich , Italienisch oder Spanisch würde besser angenommen.

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