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Keine Kündigung eines Arbeitnehmers wegen Roman über den Büroalltag

Ein Arbeitnehmer bot den Kollegen sein Buch "Wer die Hölle fürchtet, kennt das Büro nicht" zum Kauf an. Wegen beleidigender, ausländerfeindlicher und sexistischer Äußerungen fühlten sich einige Kollegen angegriffen, weshalb die Arbeitgeberin ihn mit Zustimmung des Betriebsrats kündigte.

Das Buch bedient Klischees. Türkin Fatma nutze die deutsche Sprache in "krasser" Weise und hätte ein schäumendes Temperament, während Ihr Intellekt diametral zur Körbchengröße stünde. Der Kollege Hannes konsumiere Rauschmittel jeder Art und der Junior-Chef Horst würde seine Lakaien schicken statt selbst zu sprechen.

Einige Kollegen wie Horst und Fatma existieren wirklich in der Firma. Laut Arbeitgeberin sei das Buch aber ganz klar über spitzelt, deshalb gab das Landesarbeitsgericht Hamm der Klage des Arbeitnehmers statt. Die künstlerische Freiheit gemäß Artikel 5 Absatz III Grundgesetz überwiegt gegenüber dem Bürofrieden.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Chef, Kündigung, Roman, Büro, Kollege, Grundgesetz
Quelle: www.haufe.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2011 09:05 Uhr von Berufspsycho
 
+6 | -2
 
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Vielleicht ist es gemein, womöglich unangebracht, aber für den Mut sowie die Kreativität erntet der Autor meinen Respekt!
Urteil AG Hamm v. 17.7.2011: 13 Sa 436/11
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23.07.2011 09:21 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -0
 
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Ist bestimmt ein lustiges Buch :) Ich meine man erkennt am Ausdruck ob etwas überspitzt dargestellt wird oder ob es ernst gemeint ist XD. Naja zeigt wieder das Sprache beherrschen und Verstehen 2 Paar Schuhe sind :)

Und was das "ausländerfeimdliche" angeht, dann hätten sie Kaya Yanar schon längst einbuchten müssen für seine Darbietungen :)
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23.07.2011 09:29 Uhr von iq315
 
+5 | -1
 
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"und der Junior-Chef Horst würde seine Lakaien statt selbst zu sprechen."
fehlt da was?

zur news: in solchen fällen fällt es mir immer schwer, nachzuvollziehen, warum man sich gerichtlich gegen eine kündigung wehrt.
klar, man will seinen job nicht verlieren, gerade auf dem heutigen arbeitsmarkt, aber was erwartet der buchautor denn, wenn er am nächsten montag wieder ins büro kommt?
er "muss" dort weiterarbeiten dürfen, aber das arbeitsklima ist ja wohl trotzdem hin. angenehm wird es jetzt die nächste zeit für ihn dort wohl eher nicht.
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23.07.2011 10:23 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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@iq315 aber es gibt ganz bestimmt stoff für ein neues Buch.
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23.07.2011 12:40 Uhr von Mario1985
 
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iq315: es geht darum, dass der Arbeitnehmer für die Zeit bis zum Gerichtstermin auch noch Anspruch auf Lohn vom Arbeitgeber hatte und der Arbeitgeber jetzt nur noch fristkonform kündigen kann... Das heißt der Arbeitgeber befand sich für die Zeit vom Rausschmiss bis zur Entscheidung des Gerichts im Annahmeverzug, da der Arbeitnehmer ja arbeiten wollte, aber nicht durfte ---> Arbeitnehmer hat anspruch auf Volles Gehalt...

Andere möglichkeit warum in solchen Fällen geklagt wird, ist dass man mit der unrecht gesprochenen Kündigung auch einen etwas für sich besseren Vergleich mit dem Arbeitgeber erzielen möchte..

Wie du siehst gehts nicht unbedingt um den Job als solchen, sondern eher ums liebe Geld....
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24.07.2011 15:38 Uhr von CSN-Nicki
 
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dort weiterarbeiten? Ich würde eine Abfindung nehmen und rennen. Am besten gleich in eine andere Stadt ziehen. So von Nord- nach Süddeutschland oder andersrum.
Denn auch wenn das Buch Wahrheiten oder auch nur Halbwahrheiten enthält, dann wünsche ich der Dame einen schönen ersten Arbeitstag und sie sollte auf Beforderung jetzt nicht gerade warten.
Na ja, hoffentlich füllt jetzt der Buchverkauf die Haushaltskasse...

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