21.07.11 23:32 Uhr
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Schuldengipfel in Brüssel: Lösung, die Eurobonds sehr nahe kommt, beschlossen

Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise haben sich die Regierungschef der EU-Staaten auf neues 109 Milliarden Euro schweres Notpaket für Griechenland geeinigt. Die Lösung bricht erneut mit Tabus und kommt den Eurobonds, gegen die sich Berlin bislang vehement gewehrt hatte, "sehr nahe".

Der Rettungsfond EFSF soll künftig als Direktaufkäufer von Staatsanleihen sowohl gegenüber Regierungen als auch den Sekundärmärkten auftreten dürfen. Zudem soll er dem Schuldenrückkauf dienen und in Zukunft Präventivkredite für pleitegefährdete Staaten - gegen "strenge Auflagen" - vergeben können.

Private Gläubiger sollen freiwillig Hellas-Bonds bei 20 Prozent Wertnachlass gegen staatlich garantierte Papiere eintauschen können. Sollten Hellas-Banken infolge eines "Selective Default" von der Refinanzierung abgeschnitten sein, soll Athen mit EFSF-Barmitteln vor einem Staatsbankrott bewahrt werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Griechenland, Rettung, Lösung, Bonds
Quelle: www.faz.net

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21.07.2011 23:32 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Bundeskanzlerin Merkel lobte die Beschlüsse des Eurogipfels als Erfolg: Die Beschlüsse bedeuteten „für die Menschen in Deutschland ein Mehr an Sicherheit für unsere gemeinsame Währung und damit auch eine Grundlage für unser Wirtschaften, aber auch für den Wohlstand insgesamt“.
Dem ist nach dem stetigen Abwärts im Wohlstand seit Einführung des Euros wohl nichts hinzuzufügen.
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21.07.2011 23:38 Uhr von meisterthomas
 
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Der richtiger Schritt zur rechten Zeit? Wie auch immer, ein Schritt auf Zeit. Er stabilisiert den Euro und Griechenland, oder doch nur die Krise, denn auch hier wird wieder ein Loch mit dem Anderen gestopft.

Höchste Zeit zwischen Wirkungen und Ursachen zu unterscheiden und diese auch in ihren Wurzeln einmal deutlich zu machen.
Eine Wirkung ist, dass die Leitwährungen von gestern auf dem internationalen Kapitalmärkten von heute vergammeln und sich wie Faulgas aufgebläht haben.
Ursache ist zum einen eine Werteverschiebung am Kapitalmarkt, als auch im Gelde selbst, ausgelöst durch die Geldmenge und ihre Verteilung. Zum anderen dass die Arbeitnehmer den natürlichen Konkurrenzkampf zwischen Kapital und Arbeit anscheinend verloren haben, indem sie die Politik der Globalisierung hinnahmen. Diese geht mit der Entwertung des heimischen Arbeitsmarktes und seiner realen Güter einher und konzentriert sich stattdessen auf vermeintlich strategische Werte, nebst Wettgeschäften und Spekulationen.

Anschaulich gesagt, nicht Bauern und deren Felder repräsentieren den Wert, sondern die Burg welche diese beherrscht. Und dass selbst dann, wenn sie eine Ruine ist. – Ganz ähnlich scheint es auch heute wieder, mit den nun multinationalen Kapitalgesellschaften und ihrer Stellung am Markt, ihren Monopolen und Kartellen, ihren repräsentativen Bauten, und nicht zuletzt den Wettgeschäften der Fonds und Hedgefonds.
Unsere Wirtschaftsgeschichte belegt, dass eine einzige Tulpenzwiebel strategisch, spekulative
Geldwerte in der Höhe von Familienhäusern in bester Lage erzielen kann und dass sogar völlig
unabhängig von einer tatsächlich vorhandenen Nachfrage nach dieser Tulpe am Markt der Verbraucher. Ein Beispiel dieser Art war auch die Internetblase vor einigen Jahren.

Wie kommt das? Stark vereinfacht gesagt, dass zwecks Umverteilung über Jahrzehnte Falschgeld gedruckt und mehr oder weniger nur einer Minderheit zu gute kam, während die Reallöhne der meisten Arbeitnehmer, nicht zuletzt Facharbeitern auf dem Stand von 1966 gedrückt wurden.
Siehe hierzu auch.: ("Nach Bush": Krugman, Paul, Kapitel 5 (S. 91), ISBN: 3593385651) s.unten!

Anders gesagt, Anleger, Banken und Spekulanten wissen nicht wohin mit ihrem Geld und lassen sich von Marktschreiern, Ratingagenturen und Glücksrittern führen. So geschehen in der amerikanischen Immobilienkrise. Nicht zu vergessen, dass derart riesige Kapitalströme heiß wie eine gewaltige Armee sind und das es hier tatsächlich um einen kalten Krieg geht, indem andere Werte gelten.
__________________________
Der Zug scheint abgefahren, jedenfalls solange diese Kriegsmaschine läuft.
Da aussteigen heißt, sich gegen die Welt stellen, seine Mitstreiter und politischen Freunde verlieren, sich isolieren. In Frankreich war man damit schon mal in den Achtzigern politisch gescheitert.

Was Not tut, ist die Rückkehr zu einer souveränen, wenngleich auch europäischen Volkswirtschaft.
Denn nur diese kann in unserer Welt, die zu einem souveränen Markt nötige Stärke auch noch entwickeln.
Aber das liegt weder im Interesse unserer Exportwirtschaft, noch ist es ohne schwere Strukturkrisen zu bewerkstelligen – also gar nicht.

Was bleibt ist durchwursteln, bis dass uns neue Krisen vielleicht einmal zu den richtigen Schritten nötigen. Mit Charakter könnte man mehr erreichen, vielleicht sogar den Zeitgeist verändern. Denn genau der ist es, der uns auszehrt und wirkliche Lösungen verhindert. Aber er ist eben nicht nur Aufgabe der Führung, sondern auch unser aller Schwäche und Aufgabe.


http://www.terrashop.de/...

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