21.07.11 11:18 Uhr
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EGMR schützt Recht auf freie Meinung von Arbeitnehmern

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass die fristlose Kündigung von Arbeitnehmern, die Missständen ihrer Arbeitgeber veröffentlichen gegen die Menschenrechtskonventionen verstößt. Damit werden die Rechte von sogenannten "Whistleblower" gestärkt.

Geklagt hatte eine Altenpflegerin, die ihren Arbeitgeber beschuldigte, zu betrügen. Die Firma Vivantes wäre nicht in der Lage, Bewohner eines Pflegeheims wegen zu wenig Personal ausreichend zu betreuen. Ihr wurde daraufhin fristlos gekündigt. Die Kündigung wurde durch deutsche Gerichte bestätigt.

Das EGMR sah aber eine Verletzung der Meinungsfreiheit in der Kündigung und sprach der Pflegerin 15.000 Euro Entschädigung zu.


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WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Recht, Meinung, Europäischer Gerichtshof, Gerichtshof für Menschenrechte
Quelle: www.welt.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2011 11:18 Uhr von Klopfholz
 
+7 | -0
 
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In einigen Berufszweigen ist es sinnvoll Missstände öffentlich zu machen. Gerade in Pflegeberufen kommt so etwas meist erst viel zu spät raus.
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21.07.2011 18:55 Uhr von meisterthomas
 
+4 | -0
 
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Eine Schande deutscher Gerichtsbarkeit: Mißstände nicht öffentlich machen, heißt sie unter den Tisch kehren.
Gesetzesverstöße nicht zur Anzeige bringen, heißt sie tolerieren.
Arbeitnehmer daran zu hindern Arbeitgeber anzuzeigen, heißt kriminelle Vereinigungen zu begünstigen und zweierlei Recht zu schaffen.

Das ist deutsche Tradition und Rechtsprechung, höchste Zeit sie zu verändern.

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