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Eurobonds kostet deutsche Steuerzahler 25 Milliarden im Jahr

Um den Schuldzins für Euro-Pleitestaaten niedrig zu halten, fordern immer mehr Politiker die Einführung von Eurobonds. Doch die Vergemeinschaftung der Schulden über gemeinsame Anleihen haben nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen hohen Preis für die deutschen Steuerzahler.

Laut Kai Carstensen vom ifo-Institut München käme Deutschland bei mittlerweile über 80 Prozent Schuldenquote die Einführung von Eurobonds 25 Milliarden Euro pro Jahr teuer. Zudem würden die Finanzierungskosten für Unternehmen steigen, sowie durch Investoren höhere Finanzrisiken eingepreist werden.

Die Standortbedingungen in Deutschland dürften sich angesichts steigender Steuern verschlechtern. Doch noch viel ernster wöge bei Einführung der Gemeinschaftshaftung das Risiko ausufernder Verschuldung mit der Folge steigender Marktzinsen. Dies würde Deutschland in der Existenz bedrohen, so Carstensen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Schulden, Einführung, Steuerzahler, Eurobonds
Quelle: www.faz.net

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2011 09:37 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -1
 
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Auch Lafontaine sagte vor einer Woche, dass Eurobonds zu diesem späten Zeitpunkt der Krise weitaus teurer kommen. Der Saarländer, der die derzeitigen Problem der Eurozone ohne gemeinsame Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialunion schon vor über zehn Jahren kommen sah ergänzte, zu einem früheren Zeitpunkt hätten Eurobonds die Bundesbürgern mit gerade mal 3 Mrd. Euro im Jahr belastet. Empfehlung: Ganzen FAZ-Bericht lesen, da hier leider zu wenig Platz ist.
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21.07.2011 09:47 Uhr von Mankind3
 
+7 | -1
 
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traue: und ich gehe jede Wette ein, das unsere Ja Sagerin Merkel sich noch auf diesen Eurobonds scheiss einlässt.

Was im Zuge dieser ganzen Griechenland/Euro Krise faszinierend ist.

Einerseits wird gesagt, man könnte Griechenland nicht einfach aus dem Euro rauswerfen wegen des Lisabonvertrages, aber gleichzeitig brechen die EU Regierung selbigen indem sie Griechenland Milliarden geben.
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21.07.2011 11:11 Uhr von sesh
 
+4 | -1
 
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Wir haben Geld genug in Deutschland: 25 Milliarden sind kein Problem. Wir haben Geld genug in Deutschland. Schließlich schenken wir alleine den beiden großen christlichen Kirchen 19 Milliarden Euro pro Jahr.

Von daher... alles kein Problem.
Geld ist genug da. Es bekommen nur die Falschen.
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21.07.2011 11:39 Uhr von Matthias99
 
+1 | -0
 
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Vielleicht: würden sich unsere Politiker die Einführung der Eurobonds ganauer überlegen, wenn Sie im Falle eines Scheiterns haftbar gemacht werden könnten aber so, was solls wenn´s nicht klappt haben Sie keinen Schaden.
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21.07.2011 18:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+0 | -0
 
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@bertl058: Der heute Griechenland gewährte Zinssatz von 3,5% dürfte noch unter dem Zinssatz für Eurobonds liegen - und löst abermals überhaupt keine kausalen Ursachen der Pleitemisere.

Dieser Euro ist eine Bürde für die breite Masse in Deutschland.

Dieser euphemisierte Euro dient nur dazu, künstlich den Außenwert der Währung und somit den Wohlstand der hiesigen Bevölkerung zu drücken. Zugunsten eines Exports, von welchem die Masse der einheimische Bevölkerung seit Einführung der Währung entgegen jeder schönfärberischen Bekundung der einschlägigen Wirtschaftspressse NICHT PROFITIERT – ganz im Gegenteil.

Mit der Folge von Exporten, die letztlich nur unsichere Forderungen gegen insovente Staaten darstellen und anschließend bei jenen durch Lohn-, Sozial- und Rentendumping "wettbewerbsfähig" gemachten Bundesbürgern eingefordert werden.

Faktisch wird auch der heutige Eurogipfel die Bundesbürger wieder Multimilliarden kosten: Länder wie Griechenland - dies bereits ein Verhandlungsergebnis des heutigen Eurogipfels - erhalten für die Fortsetzung ihres Konsums und sozialeren Bedingungen Zinssätze, die noch unter den Eurobonds anzusiedeln sind (3,5%).

Fest steht: Die "Rettung" des Euros (im Interesse einer 5%-Minderheit) kann jedoch nur über die Bühne gehen, wenn die "Wettbewerbsfähigkeit" in der Eurozone sich angleicht. Am Lohndumpingmodell ist das Eurozonen-Ausland nicht interessiert – zurecht.

Der Skandal besteht darin, dass die Wirtschaft über ihre Marionetten in Berlin versteht, dass diese Angleichung nun nicht etwa über eine angemessene und seit Jahren unterbliebene Lohnsteigerungen der hiesigen Arbeitnehmerschaft erfolgt (...der einzig gangbare Weg aus der "Wettbewerbsklemme"), sondern über Transferzahlungen, die letztlich vor allem hiesige Arbeitnehmer trifft und bestraft, während sie Konsum sowie höhere Sozialleistungen in anderen Ländern nachträglich belohnt.

Über die Folgen für die hiesigen Arbeitnehmer muss man sich keine Illusionen machen: Statt mehr Lohn gibt es demnächst mehr Steuern. Leider auch eine Folge ausbleibender Demonstrationen in Deutschland.

Die Erkenntnis, die bleibt: Das Kapital setzt auf die selbstlosesten Pferde.

"Celui qui se donne un maître était né pour en avoir" (Voltaire)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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