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Grabstätte von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß existiert nicht mehr

Mit Zustimmung der Heß-Nachfahren wurde in der Nacht zum Mittwoch das Grab von Rudolf Heß im fränkischen Wunsiedel geöffnet und die Gebeine exhumiert. Die Überreste sollen nun verbrannt und der offenen See übergeben werden. Zuvor lehnte die Kirchengemeinde die Verlängerung des Pachtvertrages ab.

Die Gemeinde Wunsiedel verspricht sich durch die Grabauflösung ein Abklingen des Interesses der Neonazis an der Grabstätte als Pilgerort. Jährlich trafen sich zum Todestag am 17. August Hunderte bis Tausende von Neonazis zu einem Gedenkmarsch. Heß galt als Märtyrer in der Szene.

Der in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu lebenslanger Haft verurteilte Stellvertreter Adolf Hitlers verstarb 1987 in Berlin-Spandau angeblich durch Selbstmord. Offenbar kostete Kirche und Gemeinde die Grabauflösung einige Überzeugungsarbeit bei den Heß-Nachfahren.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Adolf Hitler, Neonazi, Auflösung, Grabstätte, Rudolf Hess
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2011 07:21 Uhr von gdi1965
 
+17 | -22
 
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Grade die Kirche: muss sich dicke tun. Selbst ein Verein von Mördern, Kinderschändern und Raubrittern, nehmen der Familie die Chance ein Grab zu besuchen um an den Menschen zu gedenken.
Am Tag seines Todes hat er die gereichte Rechnung beglichen. Und dann muss da ein Schlussstrich gezogen werden.
Wenn da nun einige geistig tiefer gelegte hin pilgern müssen, ist das doch deren Problem. Wieder mal reine Propaganda mit der Aufschrift "wir sind die Guten."
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21.07.2011 07:41 Uhr von artefaktum
 
+13 | -3
 
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@gdi1965: "Und dann muss da ein Schlussstrich gezogen werden."

Eben.
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21.07.2011 07:51 Uhr von borgworld2
 
+15 | -6
 
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Was ein Schwachsinn: Mit Auflösung des "Pilgerorts" hat man ja echt was gewonnen.
Deswegen sind das jetzt keine Nazis mehr...

Man sollte solche Stätten erhalten und der Idiologie selbst den Nährboden nehmen, denn immer wenn die Bevölkerung unzufrieden ist bekommen solche Randgruppen Zulauf.
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21.07.2011 10:37 Uhr von custodios.vigilantes
 
+11 | -10
 
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wenn ich da wohnen würde: würde es mich auch ankotzen, wenn da ständig Trupps von lernresistenten Braunköppen aufmarschieren.
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21.07.2011 11:19 Uhr von daiakuma
 
+7 | -14
 
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märtyrer?
der war doch der erste, der winselnd zu den engländern floh / flog um sie um einen waffenstillstand zu bitten... natüüürlich wurde sein gesuch ignoriert und er gleich ins loch gesteckt...

WENN sich schon so einer die Blöße gibt und angewinselt kommt, dann schenkt man ihm doch zumindest gehör... aber naja...

Ich wette, ich kassier gleich wieder minusse... mir wurscht, ich steh dazu ^^ und alle, die minus klicken haben entweder kleine brüste oder kleine penisse (oder gerne auch beides :-D)
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21.07.2011 11:46 Uhr von Agitator
 
+11 | -6
 
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Diesem Schweinesystem ist in seinem "K(r)ampf gegen Rechts" wirklich gar nichts mehr heilig...
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21.07.2011 12:59 Uhr von artefaktum
 
+5 | -1
 
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@daiakuma: "der war doch der erste, der winselnd zu den engländern floh / flog um sie um einen waffenstillstand zu bitten."

Eben. Und nach der Sache ist er bei Hitler in Ungnade gefallen. Ihn dann noch zu verehren ist also schon in dieser Hinsicht bescheuert, denn das hätte Hitler ja gar nicht gefallen.
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21.07.2011 16:44 Uhr von snake-deluxe
 
+7 | -4
 
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@daia

?? Wer redet den von winselnd? Er flog vermutlich auf eigene Faust nach England, um Friedensverhandlung mit der Regierung dort zu führen. Allerdings hatte das Britische Empire kein Interesse an Frieden und Heß wurde kurzerhand eingebuchtet. Die Engländer wollten durch den damit fortlaufenden Kriegsverlauf Amerika mit ins Kriegsgeschehen einbeziehen und somit Deutschland wirtschaftlich zerstören.
Der Plan ging soweit auch auf, und Zeugen dafür gab es nur einen einzigen - Rudolf Heß!
Dies kann man auch als Grund annehmen, warum er als einziger inhaftierter Nazi tatsächlich lebenslanglich im Haft blieb. Alle anderen Häftlinge wurden schon lange vorher begnadigt. Nur Rudolf Heß nicht. Angeblich hat er sich dann im Alter von 93 Jahren das Leben genommen, wobei er nachweislich kaum mehr alleine laufen, geschweige die Arme selbstständig über Schulterhöhe heben konnte....

Es bleibt also Raum zur Spekulation ;)
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21.07.2011 17:12 Uhr von NetReport2000
 
+7 | -7
 
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Ich vermute mal, es waren nicht die Hand voll lernresistenten Neonazis am Grab von Heß, die den Menschen von Wunsiedel auf den Keks gegangen sind sondern eher die im Gefolge auflaufenden und randalierenden schwarzen Truppen der Antifa etc.

Seit 2006 fanden in Wunsiedel nur noch Schweigemärsche mit geringen Teilnehmerzahlen statt.

[ nachträglich editiert von NetReport2000 ]
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21.07.2011 17:26 Uhr von custodios.vigilantes
 
+6 | -8
 
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und ich vermute Mal: das trotz Verharmlosungsgewäsch von Neonazireport2000 jedes Jahr tausende Neonazis dort aufmarschiert sind, die Wunsidel auf den Keks gegangen sind. Eine Offizielle Erklärung der Stadt:

"Wunsiedel hat sich zunehmend zu einem Wallfahrtsort von Rechtsextremisten entwickelt. Das ist genau das, was wir nicht brauchen. Es ist zu wünschen, dass Wunsiedel jetzt seine Ruhe hat."

Auf die Beseitigung der Grabstätte hatte sich die Stadt mit den Angehörigen geeinigt.

Der Bürgermeister von Wunsiedel, Karl Willi Beck (CSU), begrüßte die Einebnung des Grabes. «Ich bewerte das positiv», sagte er dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Wenn es in Wunsiedel keine sterblichen Überreste von Heß mehr gebe, dann gebe es für Rechtsextremisten auch keinen Grund mehr, dorthin zu pilgern. Zugleich wertete Beck den jahrelangen Kampf in Wunsiedel gegen die Rechtsextremisten an der Grabstätte als Reifeprozess für die Stadt. «Hinschauen statt wegschauen - das wird für uns immer gelten.» Insofern hätten die Auseinandersetzungen um Heß auch ihr Gutes gehabt, sagte Beck.

Auch wenn Agitator (der Name ist wohl Programm) schon wieder vom Kampf gegen rechts schwafelt und am liebsten für Kriegsverbrecher ein Denkmal errichten würde.

[ nachträglich editiert von custodios.vigilantes ]
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21.07.2011 17:54 Uhr von NetReport2000
 
+7 | -5
 
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Ich wusste es schon immer, jene, welche sich für die Gescheiteren mit den überzeugenderen Argumenten halten, schaffen es selten, ohne persönliche Angriffe, Beleidigungen, Unterstellungen aus zu kommen.

Woran liegts custodios.vigilantes ?

[ nachträglich editiert von NetReport2000 ]
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21.07.2011 18:16 Uhr von custodios.vigilantes
 
+4 | -4
 
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na sicher: "ohne persönliche Angriffe, Beleidigungen, Unterstellungen aus zu kommen. "

also so neutrale Statements wie

"die im Gefolge auflaufenden und randalierenden schwarzen Truppen der Antifa etc"

natürlich frei von Unterstellungen, Beleidigungen usw :D
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30.07.2011 12:05 Uhr von tomas030
 
+0 | -0
 
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hmm: diese kriegsverbrecher hätten garkein grab verdient die hätte man alle in ein massengrab zusammenschütten sollen irgendwo anonym ! so wie sie es mit ihren opfern gemacht haben !

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