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Eurozonen-Pleite: Otmar Issing fordert Athens Rauswurf bei Umschuldung

Otmar Issing, Ex-Chefvolkswirt der EZB, fordert den Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone im Falle einer Umschuldung. Sollte Griechenland im Anschluss dennoch weiterhin Mitglied der Währungsgemeinschaft bleiben, sei "das Ende der Währungsunion eingeläutet", so Issing gegenüber der FAZ.

Nach Ansicht des Bankers hätte ein "Haircut" für Griechenland fatale Signalwirkung, da Athen in der Folge sämtliche Sparbemühungen einstellen und dies als "Freibrief" für die Fortsetzung seiner Finanzpolitik werten würde. Auch EZB-Chef Trichet lehnt einen Schuldenschnitt für Hellas kategorisch ab.

Am Donnerstag soll auf einem Krisengipfel in Brüssel über ein zweites Hilfspaket für Griechenland verhandelt werden und ein Ausweg Hellas angestrebt werden. Auch Bundeskanzlerin Merkel soll bereits signalisiert haben, einer "langfristigen Lösung" für das Griechenproblem zustimmen zu wollen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Griechenland, Pleite, EZB, Rauswurf, Zone, Umschuldung
Quelle: www.rp-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2011 05:05 Uhr von KamalaKurt
 
+4 | -1
 
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sei " "das Ende der Währungsunion eingeläutet", so Issing gegenüber der FAZ.

Ob sich da der Banker nicht täuscht mit seiner aussage? Wir sind doch schon im freien Fall nur wird das von Politikern und Bänkern ignoriert.
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20.07.2011 06:17 Uhr von realsatire
 
+5 | -0
 
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Och jetzt noch drohen? Dabei haben doch die Banken und Anleger inzwischen ihre Gewinne eingestrichen.
Nur darum ging es doch, unsere Steuergelder sind nicht zur Rettung Griechenlands verwendet worden, sondern zur Wahrung der Dividenden der Geldgeber...
Für die Bürger Griechenlands wäre ein schneller Cut vor Monaten besser gewesen, Insolvenz, raus aus dem Euro, eigene Währung, langsam wieder erholen. Leider war Angie dagegen, sonst hätte unter anderem die Deutsche Bank etwas geringere Milliardengewinne ausschütten können.
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20.07.2011 06:24 Uhr von gdi1965
 
+1 | -2
 
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Den Griechen: sollte man vieleicht mal beibringen Rechnungen zu schreiben und zu bezahlen. Das würde dem Land helfen. Alles andere hilft nur den Investoren.
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20.07.2011 09:45 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Dummes Zeug: "Sollte Griechenland im Anschluss dennoch weiterhin Mitglied der Währungsgemeinschaft bleiben, sei das Ende der Währungsunion eingeläutet"

Vielleicht, wahrscheinlich nicht.
Bei einem Rauswurf aber auf jeden Fall.

"fatale Signalwirkung, da Athen in der Folge sämtliche Sparbemühungen einstellen und dies als "Freibrief" für die Fortsetzung seiner Finanzpolitik werten würde"

Kann und sollte man zwangsverwalten, gar kein Problem.
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20.07.2011 18:59 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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Gerade Issing ist völlig dilletantisch! „Kopflose Politik und führungslose Märkte“ – Ein Beitrag von Flassbeck und Spiecker für die NachDenkSeiten:

http://www.nachdenkseiten.de/...

Auszug: "Ein anderer namhafter Ökonom, Otmar Issing, bis 2006 Chefökonom der EZB, lobt in einem Interview der FAZ vom 11. Juli genau wie Trichet, dass der Euro für weniger Inflation gesorgt habe als die D-Mark und brandmarkt gleichzeitig die Preis- und Lohnentwicklung in den europäischen Krisenländern. Das führt ihn zu dem Schluss: „Die Krise in diesen Ländern ist selbstverschuldet.“ Kein Wort über Deutschlands lohnpolitisches Fehlverhalten in die andere Richtung. Und kein Wort zu einer sinnvollen Lösung, denn von dem Credo „Natürlich kann die EU nicht in die Lohnpolitik einzelner Länder eingreifen.“ will der ehemalige Chefökonom auch angesichts der drohenden Zuspitzung der Krise noch immer nicht lassen."

Mit solchen "Pfeifen" wird sich die Krise sicher nicht lösen lassen!

(Der Artikel ist übrigens wirklich sehr interessant. Kann ich nur empfehlen, sich das mal durchzulesen.)

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