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DIW-Studie: Nettoeinkommen bei Geringverdienern sinken drastisch

Alarmierende Erkenntnisse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): In Deutschland gibt es immer mehr Geringverdiener, zugleich sinken Nettoeinkommen und die Höhe der Rentenanwartschaften drastisch.

Nach Daten des DIW schrumpften die Nettolöhne von Geringverdienern zwischen 2000 und 2010 inflationsbereinigt um 16 bis 22 Prozent. Im Bevölkerungsdurchschnitt büßten die deutschen Arbeitnehmer im gleichen Zeitraum 2,5 Prozent ihrer Nettogehälter ein.

Auch bei den Renten sieht haarig aus: So etwa schrumpfte die Bruttorente eines 67-jährigen Ostdeutschen zwischen 2004 und 2009 von 922 auf 855 Euro. Die Hans-Böckler-Stiftung weist darauf hin, dass die Zahl der Geringverdiener binnen zehn Jahren von 4,29 (1998) auf 6,55 Millionen (2008) angewachsen ist.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Studie, Lohn, Einkommen, DIW
Quelle: www.rp-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.07.2011 19:27 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -0
 
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Es gibt auch erfreuliche Meldungen: Die Vermögen in Deutschland haben sich aufgrund der "Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit" in vielen Unternehmen seit 2000 mehr als verdoppelt - im Klartext bei den oberen 10% vervielfacht. Außerdem zahlen Millionäre so gut wie keine Steuern in einem Land, in dem lohnabhängig Beschäftigte mit einer international einmaligen Steuer- und Abgabenquote von 52% zur Kasse gebeten werden.

Vier Beiträge, allesamt zu empfehlen: 1) http://is.gd/... 2) http://is.gd/... 3) http://is.gd/... 4) http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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19.07.2011 19:32 Uhr von Asgeyrsson
 
+4 | -1
 
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uns geht es doch gut: die Arbeits(losen(suchenden))-quote sinkt doch stetig
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19.07.2011 19:39 Uhr von b0ns4i
 
+9 | -1
 
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tja ja: so ist das in einer Demokratie, wo nicht mehr das Volk das Sagen hat, sondern Lobbyisten und Millionäre.

Frei nach CDU und FDP:
Wir haben ein Jobwunder und den totalen Wirtschaftsaufschwung!

Gut, immer weniger können durch ihren Job leben und vom Aufschwung hat ein Angestellter eh nix, aber hey: Uns geht es doch gut!

Das ist einfach alles krank, wie wir hier nach Strich und Faden verarscht werden und ruhig gestellt werden.
Hier kommt ja sonst keiner auf die Idee gegen die 10% da oben aufzubegehren...
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19.07.2011 19:49 Uhr von Sobel
 
+6 | -1
 
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Ich wurde Letztens noch belächelt, als ich sagte, dass ich sah, wie sich Flaschensammler um Pfandflaschen stritten.
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20.07.2011 09:19 Uhr von bigJJ
 
+1 | -1
 
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Systembedingt!

Meine Mutter verdient Brutto 1000€ und hat dann Netto 680€ raus - das ist doch krank. Nur durch meinen Vater haben wir genug, um alles zahlen zu können.
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20.07.2011 12:09 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -1
 
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Hierzu weiteres @Asgeyrsson: "die Arbeits(losen(suchenden))-quote sinkt doch stetig"

Ja, aber in erster Linie eben durch Lohndumping-Jobs und Leiharbeit.

Hier ein Beitrag, der das ganze etwas erhellt.

"Beschäftigungs-„Boom“ vor allem bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen und bei der Leiharbeit": http://www.nachdenkseiten.de/...

Ich zitiere hier mal nur das Fazit:

"Fazit: Die Hartz-Reformen und das sog. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zur Erleichterung der Leiharbeit haben den „Erfolg“, dass immer mehr Menschen in atypische Beschäftigung und Leiharbeit abrutschen, dass sie Hebel für das Lohndumping sind und dass gleichzeitig die hohen Einkommen steigen und vor allem die Gewinne explodieren. Und das Ganze noch finanziert durch die Steuerzahler, die die Hungerlöhne mit Milliarden aufstocken müssen, damit die betroffenen Menschen noch existieren und die Unternehmen auf Minilöhnen ihre Geschäftsmodelle aufbauen können.
Und ein wichtiges Instrument die Löhne wenigstens vor einem weiteren Absacken absichern zu können, nämlich der gesetzliche Mindestlohn, bleibt für diese Bundesregierung ein Tabu."

Wenn wir die marktradikale Führungsspitze in unserer Regierung nicht bald wegwählen, bekomen wir noch wesentlich größere Probleme. Und irgendwann lassen sich auch die anderen EU-Staaten unsere wettbewerbswidrige Arbeits- und Handelspolitik nicht mehr gefallen!

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