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Die Gewerkschaft der Polizei fordert Internet-Pranger für Sexualstraftäter

Nachdem in Dortmund ein entlassener Sexualstraftäter wieder rückfällig wurde, verlangt die Gewerkschaft der Polizei, dass von entlassenen Sex-Tätern im Internet der Ort, wo sie sich aufhalten, genannt wird.

"Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, wo sich entlassene Sexualstraftäter aufhalten", sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Politik habe die Verpflichtung, die Bürger von Deutschland über Bedrohungen dieser Art zu informieren.


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Polizei, Internet, Gewerkschaft, Sexualstraftäter
Quelle: nachrichten.t-online.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.07.2011 11:09 Uhr von Bildungsminister
 
+9 | -0
 
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Ich kann den Gedanken dahinter verstehen, halte es aber grundsätzlich für reine Polemik. Natürlich ist es ein leichtes Straftäter, gerade solche deren Delikt im Bereich der sexuellen Übergriffe auf Kinder liegt, anzuprangern.

Die Frage die dem folgen sollte ist aber immer die nach dem Sinn. Oder anders gefragt: Was wäre das Resultat des Ganzen? Ziehen dann Familien mit Kindern um wenn sie einen solchen Straftäter in der Nähe haben, oder muss der Straftäter umziehen? Wird es für irgendjemanden sicherer dadurch? Die Gefahr der Selbst- oder Lynchjustiz ist sicherlich auch nicht zu ignorieren.

Nehmen wir mal den Fall in Dortmund als Grundlage. Dort war ein vorbestrafter Sexualstraftäter frei gekommen, und hat später ein 7-jähriges Mädchen vergewaltigt. Eine abscheuliche, widerliche Tat, die keinerlei Gnade kennen sollte. Die Frage die nun aber aufkommt ist doch vielmehr die, warum dieser Mensch überhaupt auf freiem Fuß war? Denn es gab wohl mehrere Bestrebungen ihn in Sicherheitsverwahrung zu nehmen, wobei etliche Behörden versagt haben, mitunter auch die Polizei!

Sich nun in derartige Vorschläge zu flüchten soll doch am Ende nur von der eigenen Unzulänglichkeit ablenken. Das Ziel sollte doch nicht sein, dass man auf solche Straftäter mit einem Pranger hinweist, sondern viel mehr die Bevölkerung dadurch zu schützen, indem Täter die erkennbar gefährlich sind, erst gar nicht wieder frei kommen. Damit wäre allen deutlich besser gedient, als zu wissen ob sich in meiner Nähe ein Täter befindet. Hier liegt doch das eigentliche Versagen unserer Justiz und Behörden.

Wo zieht man denn bei einem solchen Pranger die Grenze? Sind es nur Sexualstraftäter, und nur solche die mit Kinder zu tun hatten, oder alle? Was ist mit Mördern? Sind die nicht genauso gefährlich? Ein fass ohne Boden.

Nein, Täter die immer noch gefährlich sind, die gehören einfach nicht auf freien Fuß, fertig. Und wenn die gesetzliche Grundlage dazu nicht reicht, dann muss man sie schaffen. Das Problem ist ja nicht gerade erst seit heute bekannt.

Natürlich ist es für den gemeinen Bild-Leser wirkungsvoller zu lesen, das es Pranger geben soll, so fängt man eben stimmen. Aber effektiv ist doch damit niemandem geholfen. Die Gefahr sinkt nicht, eher die Panik, und sicherer werden unsere Kinder dadurch auch nicht leben. schon allein weil viele solcher Täter Ersttäter sind. Ein Pranger ist keine Lösung, es verschleiert die Probleme nur.
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19.07.2011 11:41 Uhr von shadow#
 
+4 | -0
 
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Wie werden solche Idioten eigentlich Polizisten? Braucht man dazu nicht mal mehr ein Mindestmaß an Rechtsverständnis?
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19.07.2011 15:28 Uhr von Seravan
 
+0 | -2
 
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nuja: die Gesetzeslage.....
Das Grundgesetz und die Rechtsprechung werden dies meineserachtens leider nicht in den Griff bekommen.

Recht auf Unversehrtheit.
Ich weiss jetzt auch nicht ob der Staat eine generelle Verpflichtung hat, vor Gefahren die durch eigenes Verschulden entstehen, zu warnen?

Ich finde nicht dementsprechendes in den § Texten

So schade wie es ist, aber Täterschutz geht vor Opferschutz.

Ich wünsche es niemanden.

Ich habe ja immernoch die Hoffnung das eine EU-Kommision sich mal der Sache annimmt und den Opferschutz vor den Täterschutz stellt, so wie es eigentlich sein sollte.

Traurig nur das man sich überhaupt mit so etwas beschäftigen muss. In meinen Augen sind die Täter keine Menschen sondern Tiere.

Denkanstoß:
Tiere die eine Gefahr für die Allgemeinheit sind, werden eingeschläfert. Da gibt es auch keine Resozialisierungsmaßnahmen.

Aufgrund des Zwiespaltes versuche ich neutral zu bleiben.

[ nachträglich editiert von Seravan ]
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12.09.2011 13:57 Uhr von Mr.Krabbe
 
+0 | -1
 
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wo sich entlassene Sexualstraftäter aufhalten: mit der Hoffnung das Sie dann Gemobt und eventuell zu einer neuen Straftat oder zum Selbstmord getrieben werden
Schafft die Polizei ab und macht den Waffenkauf frei dann regelt sich das von selbst.

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