18.07.11 23:20 Uhr
 290
 

SPD-Troika will Angela Merkel helfen, unpopuläre Eurobonds einzuführen

Eine Troika aus alten politischen Verbündeten aus Zeiten der rot-schwarzen Koalition, namentlich Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel, sagten Angela Merkel ihre Unterstützung zu, falls sich die Bundeskanzlerin auf dem EU-Krisentreffen am Donnerstag zu "kräftigen Signalen" durchringen könne.

Da für die Bürger im Zuge der Eurokrise mit enormen Belastungen und Zorn zu rechnen sei, zeige man sich aus den Reihen der SPD bereit, "sinnvolle und drängende Lösungen" für die Lösung der europäischen Schuldenkrise sowohl im Parlament, als auch in der Öffentlichkeit zu unterstützen.

Dazu zählen auch unpopuläre Maßnahmen: So etwa fordert Steinbrück unter anderem teilweisen Schuldenerlass für Griechenland sowie einen Marshallplan für periphere Pleitestaaten. Zudem sollen die Bundesbürger künftig für Alt- und Neuschulden ihrer südlichen Nachbarn - möglichst über Eurobonds - bürgen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Europa, SPD, Angela Merkel, Unterstützung, Eurobond
Quelle: www.faz.net

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

ARD-Deutschlandtrend: SPD-Politiker Martin Schulz holt Angela Merkel ein
Altkanzler Gerhard Schröder kritisiert Angela Merkel: Sorgt für Wählerverdruss
Angela Merkel mit 89,5 Prozent wieder zu CDU-Vorsitzenden gewählt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
18.07.2011 23:20 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Schröder 2.0 – ein weiter so? Heftig auch: Der knallharte neoliberale Hardliner Steinbrück, dem soziale Gerechtigkeit mindestens so fremd wie der Kanzlerin ist, fordert ebenfalls dazu auf, minderwertige griechische Anleihen aus den Tresoren der EZB auf den Rettungsfond zu übertragen – sprich das Risiko im wesentlichen auf die verbleibenden Hauptbürgen mit Tripple-A-Rating zu übertragen. Das Verheerende: Hier verlangt der neoliberale Flügel der SPD die europäische Schuldenkrise faktisch durch eine Transferunion zu lösen, womit jedoch noch mehr Ungerechtigkeiten für die Euroverlierer in Deutschland verbunden wären. Doch keine der Ursachen ist damit ausgeräumt. Im Gegenteil: Mit Eurobonds ginge man erneut naiv von der Annahme aus, in Athen, Rom, Madrid oder Lissabon würden fortan keine Schulden mehr gemacht. Eurobonds ohne gemeinsame Wirtschafts-, Fiskal und Sozialunion sind der sicherste Weg in den gemeinsamen Bankrott.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
18.07.2011 23:57 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@bertl058: So ist es. Steinbrück entpuppt sich erneut als das, was er immer war und immer noch ist: Eine Hure der Wirtschaft und Banken.

Ob dem Problem damit gedient ist, dass man fortan gemeinsame Kreditkarten (=Eurobonds) einführen will, bezweifle ich doch sehr.

Eine gemeinsame Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialunion gibt es nach Worten des Euro-Havaristen Theo Waigls in 20 Jahren noch nicht. Dies sagte er vor wenigen Tagen in einem Zeit-Interview.

Fortan würde unmittelbar gegen die hiesigen Bürger gewettet - immer neue "alternativlose" Steuern für die neuen "Sonderbelastungen" ersonnen - denn am Ende ist niemand da, der den Bundesbürgern hilft. Dies wird bei der "Rettungskultur" dieser Jahre völlig vergessen.

Der einzige Weg zurück zur Vernunft ist "raus aus dem Euro". Das wäre zugleich auch ein Schlag gegen das grassierende Lohn- und Währungsdumping.

Mit Steinbrück als Kanzler tauscht man die Pest mit der Cholera. Der in puncto Finanzkrise zum Feuerwehrmann verklärte Brandstifter wird derzeit von der BILD hofiert, um die Umverteilungspolitik auch im Falle eines SPD-Wahlsieges zu retten. Denkzettel zu Steinbrück: http://www.nachdenkseiten.de/... hier: http://is.gd/... und hier: http://is.gd/... Vor lauter privaten Lobby-Vortragsreisen ist der Abgeordnete Steinbrück offenbar häufig nicht im Parlament anzutreffen: Siehe hier: http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
19.07.2011 00:06 Uhr von raterZ
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Kommentar ansehen
19.07.2011 00:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@McVit: So ist es. Und wenn man mal bedenkt, wieviel Versicherungsverträge - bis hin zu den (mikrigen) Riesterrenten - über Bundesschatzbriefe abgesichert sind, wird es einem ganz übel, dass die Politik die Bürger dieses Landes künftig vollends mit dem Schicksal von Griechen und Portugiesen (O-Ton Wallstreet-Jounal) verbinden will. Schlimm genug, dass man Versicherungen entgegen geltender Bestimmungen mittlerweile einräumt, auch minderwertige Anleihen im Depot zu halten.

Und das letztlich doch alles nur, um einer 5-Prozent Elite dabei behilflich zu sein, noch 2-3 Jährchen länger Millardengewinne aus der Euro-Blase zu schöpfen...
Kommentar ansehen
19.07.2011 00:48 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Herb, wie die SPD ihren Wahnsinnplan begründet: Auf der Webpräsenz der SPD ist zu den Plänen, auf die sich die News bezieht, zu lesen:

"Deutschland hat ein eigenes Interesse daran, dass die Ungleichgewichte in Europa nicht noch weiter auseinandergehen. Ein gespaltener Kontinent, in dem einige wenige Länder im Norden prosperieren, die anderen aber immer weiter zurückfallen, wird die Währungsunion nicht sichern können".

Deutschland "prosperiert" in der Ansicht der SPD des Jahres 2011. Die haben nichts verstanden, Armut existiert bei denen im Parteiprogramm einfach nicht mehr – die Partei ist neoliberal durch und durch – die Köpfe sind die alten!

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
19.07.2011 09:08 Uhr von Flugrost
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Lieber Baron, ich glaube, die Transferunion ist bereits seit langem beschlossene Sache.
Ausgehend vom französischen Trauma eines zu starken Deutschlands haben die Franzmänner Kohl gezwungen, den Euro einzuführen, um ihre eigene Prosperität mit dem Schicksal des restlichen Europa zu verbinden. Und siehe da, nun ist das finanzielle Schicksal aller Eurostaaten verbunden.
Die Einführung von Eurobonds ändert nichts am grundsätzlichen Ungleichgewicht der beteiligten Volkswirtschaften, die alten Schulden werden damit nur "befriedet" (also zunehmend ignoriert, denn Eurobonds müssen ja auch gekauft werden und dazu müssten sie höhere Zinsen abwerfen als die Einzelstaaten gewähren und damit wären die Bonds der Einzelstaaten uninteressant).
In einem Pyramidenspiel verlieren immer die Neueinsteiger ihren Einsatz. Das wird auch hier passieren!

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht