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Eurozone: Die Handelsungleichgewichte driften weiter kräftig auseinander

Laut Monatsbericht der Bundesbank öffnet sich die Exportschere zwischen den wichtigsten Eurozonen-Ländern immer weiter. Daraus resultieren wachsende Handelsungleichgewichte. Vor allem südliche Länder wie Spanien, Italien, Griechenland und Portugal, aber auch Frankreich, leiden unter hohen Defiziten.

Die Kluft bei den Exporten gilt als wesentliche Ursache für die Schuldenkrise in Europa. Da Deutschland extrem preisgünstig produziert und die Politik diesbezüglich ständig weiter "Impulse" setzt, schrumpft die Wettbewerbsfähigkeit vieler Euroländer kräftig, mit der Folge wachsender Leistungsbilanzdefizite.

Unterdessen gewinnen Exporte in Nicht-Euroländer immer weiter an Bedeutung. Bereits 60 Prozent der deutschen Ausfuhren finden Abnehmer außerhalb der Eurozone. Der Trend gilt mittlerweile auch für Länder wie Spanien, Frankreich und Italien.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Bilanz, Export, Defizit, Eurozone
Quelle: www.handelsblatt.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.07.2011 20:43 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -0
 
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"Wettbewerbsfähigkeit" = ein anderes Wort für Lohn-, Sozial- und Rentendumping. Deutschlands ist das einzige Land innerhalb der Eurozone mit Reallohnverlusten, siehe: http://is.gd/... Während hierzulande die Masse fortgesetzt Kaufkraftverluste erleidet - neuerdings auch durch Inflation, obwohl die Reallöhne gar nicht gestiegen sind - vervielfachten sich im gleichen Zeitraum die Vermögen der hiesigen 5-Prozent-Elite der Exportindustriellen – in ihrem Schlepptau Banken und Spekulanten (die einzigen Euro-Profiteure in Deutschland). All sei diese krasse Fehlentwicklung nicht schon genug, sollen die Kosten dieses Disasters - ähnlich wie bei Finanzkrise 1.0 - abermals der Allgemeinheit aufgebrummt werden.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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18.07.2011 20:47 Uhr von mia_w
 
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Echt? "Da Deutschland extrem preisgünstig produziert "
Im Vergleich zu andere Euro Länder?
Ich dachte immer, wir sind so teuer weil z.B. die Lohnnebenkosten so hoch sind.
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18.07.2011 21:13 Uhr von Pils28
 
+5 | -0
 
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@mia_w: Das wird immer erzählt, damit man Lohnerhöhungen und ähnliches durchsetzen kann. Die Produktivität in D ist immens hoch, daher sind höhere Löhne an sich angebracht.

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