Kolumbien: Drogenschmuggel unter Wasser
Zu Lebzeiten von Pablo Escobar wurde das Kokain noch in Kleinflugzeugen nach Mexiko und Amerika transportiert. Heutzutage haben Kolumbiens Kartelle ihre eigenen millionenschweren U-Boote, die von herkömmlichen Radaranlagen nicht aufgespürt werden können und ein Volumen von acht Tonnen Kokain fassen.
Sie legen eine Strecke von acht, neun Tagen von Kolumbien bis Mexiko zurück, ohne aufzutauchen. Und die Unterwassertrips sind dabei besonders lukrativ: Auf dem Hinweg wird Kokain nach Mexiko, auf dem Rückweg werden US-Waffen, die es über die mexikanische Grenze geschafft haben, transportiert.
Gesteuert werden sie von zuvor angeheuerten, arbeitslosen Kapitänen, die für eine stattliche Summe bereit sind, das Risiko einer Fahrt auf sich zu nehmen. Aus den riesigen Einnahmen investieren die Kartelle immer wieder in neue Technik und sind den Fahndern so haushoch überlegen.