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"Eitelkeit und Titelhuberei": Grüne fordern Streichung von Doktortiteln aus Pass

Nach der Welle von Plagiatsfällen bei Doktorarbeiten von Politikern fordern die Grünen nun, dass man diese akademischen Titel aus den Ausweisdokumenten, wie Pässen und Personalausweisen, entfernen müsse.

Ein Doktortitel dürfe nicht zum Angeben missbraucht werden und "zu oft für gesellschaftliche Eitelkeiten und Titelhuberei genutzt werden", argumentierte Krista Sager, die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen.

International sei es zudem völlig unüblich jemand mit "Herr oder Frau Doktor" anzusprechen. Wenn man den Titel aus den "Statuskonventionen" entferne, dann bekomme er wieder die reine wissenschaftliche Bedeutung zurück, die er eigentlich haben sollte.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Die Grünen, Titel, Pass, Doktortitel, Streichung, Eitelkeit
Quelle: www.welt.de

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15.07.2011 12:02 Uhr von daswortheisstnukular
 
+10 | -7
 
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ja, ich begrüße das

es gibt viele die mit dem dr.titel hausieren gehen.

[ nachträglich editiert von daswortheisstnukular ]
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15.07.2011 12:37 Uhr von Clemens1991
 
+8 | -5
 
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NEIN: Nur weil einige Politiker die Doktortitel in den Schmutz gezogen haben, sollen jetzt die, die ihn sich hart erarbeitet haben nicht mehr im Pass haben dürfen???

Schwachsinn!
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15.07.2011 13:57 Uhr von ArrowTiger
 
+10 | -1
 
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Finde ich ok. Ein Doktor- oder Proffessorentitel im Ausweis ist genau so sinnig, wie es ein "Dipl-Ing." oder "Dipl.-Kfm." im wäre, und dient m.E. tatsächlich nur dem Eindruck schinden. Da gehören Namen (und ggf. Künstler-/Ordensnamen), Geburtsdaten und Adresse rein, mehr nicht.

Das ist typisch deutsch (und österreichisch), diese Titelhörigkeit, woanders habe ich das noch nicht mitbekommen. Zumal eine Dissertation auch keine Aussagekraft über die Qualität und das Fachwissen eines Menschen besitzt, sondern nur, daß dieser Mensch über ein bestimtes Thema eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit verfasst hat.

Viele Ärzte z.B. haben gar keinen Doktortitel weil ihnen einfach die Zeit für eine Dissertation fehlte. Macht sie damit aber nicht zu schlechteren Ärzten...

Wer so was braucht, kann es ja auf seine Visitenkarte drucken lassen.
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15.07.2011 14:07 Uhr von ArrowTiger
 
+6 | -2
 
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@Clemens1991: -- "Nur weil einige Politiker die Doktortitel in den Schmutz gezogen haben, sollen jetzt die, die ihn sich hart erarbeitet haben nicht mehr im Pass haben dürfen???"

Erläutere doch lieber mal, was ein Titel in einem Ausweisdokument zu suchen haben soll... 8-^

Spricht ja nichts dagegen, den Titel auf Firmenausweisen, Briefköpfen oder Visitenkarten weiterhin aufzuführen, da gehört er zumindest hin.
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19.07.2011 16:30 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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Ein Doktortitel hat im Alltag nichts verloren: Nachdem man Adelstitel nicht mehr so einfach kaufen kann, muss dafür mittlerweile der Doktortitel herhalten.
Es gibt viele die nicht mehr aus Überzeugung oder Interesse promovieren sondern als Karrierebooster oder schlicht für das eigene aufgeblasene Ego.
Er ist ein akademisches "Rangabzeichen", mehr nicht.
Es ist längst kein Zeichen von Respektlosigkeit mehr, ihn im Privatleben nicht zu benutzen - im Gegenteil ein sicheres Zeichen von Respektlosigkeit und Überheblichkeit, seine Benutzung einzufordern.
Dr. Helmut Kohl ist dafür ein Paradebeispiel.
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19.07.2011 16:49 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -1
 
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@shadow#: -- "Es gibt viele die nicht mehr aus Überzeugung oder Interesse promovieren sondern als Karrierebooster oder schlicht für das eigene aufgeblasene Ego."

Dazu fällt mir eine Geschichte ein. ;-)

Ein früherer Kollege von mir, promovierter Chemiker, wurde mal von der Unternehmensberatung McKinsey angesprochen, ob er für sie nicht als Berater tätig werden wolle. Die zugesagten Bezüge waren verführerisch, er fragte sich jedoch, was McKinsey mit einem Chemiker mit einem eher seltenen Fachgebiet anfangen wollte. Die überraschend offene Antwort lautete: es ginge ihnen in erster Linie um seinen Doktortitel - ihre Kunden würde so etwas beeindrucken. Den ganzen Unternehmensberatungsstoff würden sie ihm dann in ein paar Lehrgängen schon noch beibringen...

So viel nebenbei zur fachlichen Qualität von Unternehmensberatungen... selbst die international vertretenen Großen sind wohl ziemliche Blender... ;-)))

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