14.07.11 07:27 Uhr
 1.339
 

Unzuverlässige Beamte: Griechenland will Steuerfahndung outsourcen

Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou traut seinem Beamtenapparat nicht zu, effizient gegen Steuersünder vorzugehen. So etwa sei der griechische Verwaltungsapparat überfordert, eine ca. 14.000 Menschen große Gruppe, die dem Staat allein rund 36 Milliarden Euro schuldet, zur Kasse zu bitten.

Diese Aufgabe soll, so kündigt Papandreou nun an, in Zukunft privaten Ermittlern übertragen werden. Seit seinem Amtsantritt beklagt der Regierungschef die sehr niedrige Steuermoral seines Landes. Auf der anderen Seite blühen Korruption und Steuerflucht, justizielle Effizienz oder abschreckende Strafen existieren nicht.

Bei der derzeitigen Effizienz der Staatsbediensteten würde es rund 30 Jahre dauern, die Außenstände einzutreiben, beklagt der Premier. Zu unorganisiert sei der gesamte öffentliche Apparat, dies sei ein Mentalitätsproblem. Anordnungen würden nicht wie in einem nordischen Land verlässlich befolgt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Beamte, Giorgos Papandreou, Steuerfahndung, Outsourcing
Quelle: www.ftd.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.07.2011 09:41 Uhr von Klecks13
 
+13 | -0
 
ANZEIGEN
Überfordert? Wie kommt er denn auf sowas? Die Finanzbehörden sind höchst effizient; da läuft doch alles wie geschmiert!

;-)))
Kommentar ansehen
14.07.2011 10:02 Uhr von John2k
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Outsourcing: Dann müsste der Gewinn der privaten Steuerfahndungsfirma jetzt in die Höhe schießen.
Kommentar ansehen
14.07.2011 10:37 Uhr von David_blabla
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
hmm: anstatt den grieschen 100te von Mrd. zu leihen (schenken), sollten man eventuell darüber nachdenken, ihnen 100 deutsche Steuerfahnder zur Ausbildung ihrer Steuerbeamten zu schicken. Das würde sich mMn eher rechnen. Ist aber nur so ´ne Idee...
Kommentar ansehen
14.07.2011 10:45 Uhr von John2k
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@David_blabla: Das würde nicht bringen. Hier werden die Steuerbeamten auch zurechtgestutzt. Es gab mal eine interessante Reportage, in der einer von denen auspackte. Die werden von ihen Vorgesetzten angewiesen die Reichen nicht zu überprüfen.
Kommentar ansehen
14.07.2011 11:00 Uhr von David_blabla
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@John2k: ab wann gilt man denn als reich? muss ich leider bedingungslos widersprechen... die zocken alles und jeden ab!!! da kannst noch so viel geld haben.

hat zwar einen anderen hintergrund, aber ich sag mal "klaus zumwinkel".
Kommentar ansehen
14.07.2011 11:30 Uhr von derSchmu2.0
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Gebe John2K Recht @David_blabla

Wo du schon beim Zumwinkel bist...da wurden die Steuerfahnder ausgebremst. Den haetten sie viel frueher drannkriegen koennen, aber dann waere die Summe der hinterzogenen Kohle so hoch gewesen, dass da weit mehr als nur Bewaehrung bei rumgekommen waere. Daher wurden aeusserst effiziente Fahnder durch fadenscheinige Begruendungen in andere Bereiche versetzt oder in den Ruhestand geschickt etc. damit die Fahndung ins Stocken geraet...ergo waeren unsere Fahnder bei besser Verdienenden weitaus erfolgreicher, als sie es beim Ottonormalbuerger schon sind...
Kommentar ansehen
14.07.2011 11:33 Uhr von David_blabla
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
hmm: ok, nehme das einfach mal so auf. habe es auch ehrlich gesagt nicht so intensiv verfolgt. wenn es tatsächlich so ist, dann macht dt. was falsch. ganz gewaltig!!! greez
Kommentar ansehen
14.07.2011 11:43 Uhr von derSchmu2.0
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Ich habs auch mal so aufgenommen wie John2k es erwaehnte gabs da ein paar Interviews von anonymen Steuerfahndern, die "ausgepackt" haben, wie es in gewissen Steuerfahnderkreisen zugeht, wenn erfolgreiche Steuerfahnder die ´falschen´ Personen im Fadenkreuz haben...
Diese Interviews kann man so oder so sehen...aber zu glauben, dass die Korruption nicht so weit reichen wuerde, waere naiv und es gibt zahlreiche Belege dafuer, dass Zumwinkel fuer weit mehr hinterzogene Kohle haette belangt werden koennen, wenn diese nicht verjaehrt waeren...
Was diese Schmiererei angeht, kann man eigentlich nur neidisch nach Griechenland schauen, die waren sozialer und haben solch eine Moeglichkeit weit mehr Menschen offen gelassen...
Kommentar ansehen
14.07.2011 11:46 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Privatisierung der Steuerfahndung? Privatisierung der Steuerfahndung? Na klar, klasse Idee! Da freuen sich dann vor allem große Unternehmen und vermögende Menschen, die entsprechend schmieren können. Wer wie Papandreou "glaubt", daß so eine "Privatbehörde" weniger korrupt oder schlampig sein, wie eine staatliche Institution, hört doch die Einschläge nicht mehr.

Das wird dann so ähnlich laufen, wie mit den aktuell in der Kritik stehenden privaten Rating-Agenturen. Wer zu denen genaueres wissen möchte, entsetze sich hier: http://www.nachdenkseiten.de/... ("Ratingagenturen – ein zutiefst korruptes System")
Kommentar ansehen
14.07.2011 13:22 Uhr von Leeson
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Gute Entscheidung! Denn es ist auch weiterhin profitabler Schmiergeld anzunehmen als einen Fall zubearbeiten... und man kann auch früher nachhause!

Dieses Denken ist genauso nachhaltig wie das Denken der Menschen, die den Regenwald schwarzroden!

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?