Unzuverlässige Beamte: Griechenland will Steuerfahndung outsourcen
Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou traut seinem Beamtenapparat nicht zu, effizient gegen Steuersünder vorzugehen. So etwa sei der griechische Verwaltungsapparat überfordert, eine ca. 14.000 Menschen große Gruppe, die dem Staat allein rund 36 Milliarden Euro schuldet, zur Kasse zu bitten.
Diese Aufgabe soll, so kündigt Papandreou nun an, in Zukunft privaten Ermittlern übertragen werden. Seit seinem Amtsantritt beklagt der Regierungschef die sehr niedrige Steuermoral seines Landes. Auf der anderen Seite blühen Korruption und Steuerflucht, justizielle Effizienz oder abschreckende Strafen existieren nicht.
Bei der derzeitigen Effizienz der Staatsbediensteten würde es rund 30 Jahre dauern, die Außenstände einzutreiben, beklagt der Premier. Zu unorganisiert sei der gesamte öffentliche Apparat, dies sei ein Mentalitätsproblem. Anordnungen würden nicht wie in einem nordischen Land verlässlich befolgt.