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Schwangere erthält Entschädigung für entgangene Beförderung

In einem internationalen Medienkonzern bewarben sich eine Schwangere, sowie ein Kollege auf die frei gewordene Stelle des ehemaligen Abteilungsleiters. Der Bewerbung der Frau wurden im Vorfeld gute Chancen eingeräumt, die Stelle ging aber an den Mann. Gründe wurden auch auf Nachfrage nicht genannt.

Die Schwangere forderte 17.000€ Schmerzensgeld, da sie eine Benachteiligung durch Schwangerschaft erlitt. Dafür spreche beispielsweise die Originalaussage sie solle sich auf ihr Kind freuen. Vor Gericht bekam Sie Recht, da das Gericht eine Diskriminierung vermutet.

Unter Gesamtwürdigung aller Umstände erließ das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg im Urteil 3 Sa 917/11 vom vom 28.6.2011 aufgrund von Vermutung, dass der Klägerin eine Entschädigung wegen einer Diskriminierung aufgrund ihrer Schwangerschaft zusteht.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Job, Entschädigung, Schwangere, Benachteiligung, Beförderung
Quelle: www.haufe.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2011 22:42 Uhr von Berufspsycho
 
+10 | -1
 
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Gut für die Schwangere, schließlich soll ja niemand benachteiligt werden. Als Mann fühle ich mich hier aber ganz klar vera*scht, denn nur aufgrund einer Vermutung finde ich das schon hart. Eigentlich zählt nur die unwiderlegbare Vermutung vor Gericht und die sehe ich aufgrund einer womöglich tröstlich gemeinten Aussage nicht gegeben.
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12.07.2011 22:52 Uhr von Reinhard9
 
+4 | -0
 
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Zur Info: SONY war die betreffende Firma.

Autor:
Titel etwas falsch.
Schwangere "erhält" ....
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12.07.2011 23:18 Uhr von blu3bird
 
+8 | -0
 
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Tja. Wenn Gerichte vermuten sollte man sich echt Sorgen machen...

Wie ist das eigentlich wenn der Arbeitgeber ihr jetzt kündigt? Klar im Moment kann er wegen Schwangerschaft nicht, aber wenn er zum nächst möglichen Termin fristgerecht kündigen würde, könnte die Frau dann auch dagegen klagen und Recht bekommen?
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13.07.2011 01:37 Uhr von phal0r
 
+2 | -6
 
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Wieso "nur" Vermutung? Wie soll man sowas stichhaltig beweisen? Glaubt ihr, dort steht irgendwo schwarz auf weiß "die is schwanger, die wird nicht befördert". Die Indizien sprechen doch eindeutig dafür: Sie hatte offensichtlich Chancen, es gab keine Begründung für die Ablehnung (auch auf Nachfrage nicht) und im Verfahren konnte die Firma nicht das Gegenteil beweisen.

Im Rahmen einer sozialen Gesellschaft finde ich den Schutz von Schwangeren absolut vertretbar.

@Autor
Die Firma konnte diese Vermutung nicht widerlegen... also ist die Vermutung unwiderlegbar, oder nicht? ;)

Es konnten keine sachlichen Gründe für eine Ablehnung seitens der Firma benannt werden. Das ist doch viel eher ausschlaggebend. Wieso fühlst dich also verarscht? Oder lässt du dich gern mit "du wirst nicht befördert, weil is halt so" abfrühstücken? Ich denke nicht.

[ nachträglich editiert von phal0r ]
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13.07.2011 08:21 Uhr von B_Almer
 
+6 | -1
 
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na und? wenn sie schwanger ist und befördert wird kann sie in der neuen stelle nicht sofort eingesetzt werden. Oder sie hat jedenfalls bald Mutterschaftsurlaub. Wenn die stelle nun dringend gebracuht wird stelltman halt einfach keinen an der jetzt ein paar Monate oder Wochen arbeitet und dann in Mutterschaftsurlaub geht. Da kann man ja die Stelle auch garnicht besetzten...
Mit etwas gesundem Menschenverstand ist diese Entscheidung sehr gut nachvollziehbar..
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14.07.2011 08:44 Uhr von Berufspsycho
 
+1 | -0
 
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Ja/ Nein/ Nein: @Reinhard9: Danke, habs grad gemeldet.

@phal0r: Bei gleicher Qualifikation entscheidet oft die soziale Klimatisierung, was aber nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben muss. Doch darf der Arbeitgeber das so nicht begründen (und schweigt entsprechend). Es stehen also zwei Aussagen gegenüber, welche beide stimmig sein könnten, hier wurde also vom Richter vermutet und das stinkt mir gewaltig!
Nach Aussagen des ehemaligen Abteilungsleiters (= pers. Bekannter) von Sony würde ich ihrer Geschichte eher nicht zustimmen.

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