12.07.11 10:40 Uhr
 2.028
 

Umfrage: Zeitarbeit macht krank

Die neue Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen auf, dass Zeitarbeiter krankheitsbedingt arbeitsunfähiger (AU) als Arbeitnehmer in Festanstellungen sind.

So war in 2010 jeder Zeitarbeiter in Deutschland durchschnittlich 15 Tage krankgeschrieben. Das sind gut 3,5 Tage mehr als bei konventionellen Arbeitnehmern. Der Hauptgrund liegt darin, dass Zeitarbeiter oftmals in körperlich belastende Tätigkeiten eingebunden sind.

Bei etwa einem Drittel der Zeitarbeiter liegt die Ursache allerdings in der Zeitarbeit selbst: Finanzielle Unsicherheit sowie mangelnde Zukunftsplanung führen zu Existenzängsten. So schaffen nur sieben Prozent der Zeitarbeiter den Sprung in eine Festanstellung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Dommo
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Gesundheit, Krankheit, Zeitarbeit
Quelle: www.wallstreet-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.07.2011 10:40 Uhr von Dommo
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
Weitere Informationen zum Thema gibt es in der Juli-Ausgabe des TK-Medienservice "So krank ist Deutschland":

http://www.presse.tk.de

Nachtrag: Mein Titel "Zeitarbeit macht krank" wurde vom Shortnews-Team umbenannt in "Umfrage: Zeitarbeit macht krank". Es handelt sich hierbei natürlich nicht um eine Umfrage, da den Krankenkassen die entsprechenden Daten vorliegen.

[ nachträglich editiert von Dommo ]
Kommentar ansehen
12.07.2011 10:59 Uhr von face
 
+31 | -1
 
ANZEIGEN
Zeitarbeit durch Leihfirmen sollten endlich verboten werden.
Kommentar ansehen
12.07.2011 11:08 Uhr von artefaktum
 
+28 | -1
 
ANZEIGEN
Eigentlich logisch: Wer arbeitet schon gerne mit Zuhälter?

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
Kommentar ansehen
12.07.2011 11:14 Uhr von RoadrunnerXXL
 
+28 | -0
 
ANZEIGEN
Zeitarbeit ist in meinen Augen nix anderes als moderne Sklaverei.
Man verrichtet die gleiche Arbeit wie Festangestellte bekommt dafür aber weniger Geld und das wird natürlich von den Firmen gerne ausgenutzt.

[ nachträglich editiert von RoadrunnerXXL ]
Kommentar ansehen
12.07.2011 11:14 Uhr von artefaktum
 
+24 | -1
 
ANZEIGEN
@Schlottentieftaucher: Wow! Du hast die Lösung für die Arbeitslosigkeit in den westlichen Industriestaaten gefunden? Da wird wohl bald der nächste Wirtschaftsnobelpreis nach Deutschland gehen ...
Kommentar ansehen
12.07.2011 11:53 Uhr von artefaktum
 
+18 | -0
 
ANZEIGEN
@gerdi44: Da muss sich aber die Anzahl der Knackis und Junkies in den letzten 20 Jahren in Deutschland verzehnfacht haben ...

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
Kommentar ansehen
12.07.2011 12:17 Uhr von derzyniker
 
+15 | -0
 
ANZEIGEN
@gerdi: ich denke, der Anteil an Ex-Knackis wird deutlich unter 5% liegen. Zeitarbeiter räumen ja nicht nur Regale ein.

Es gibt massig Zeitarbeit bei Großkonzernen, Banken, Versicherungen, IT-Dienstleistern, etc. Die Leute die dort arbeiten sind gut ausgebildet und müssen oftmals ein Führungszeugnis vorlegen. Als Ex-Knacki haste da gar keine Chance!

Und die Leute fehlen meiner Meinung nach öfter, weil sie einfach weniger motiviert sind. In vielen großen Unternehmen ist der Zeitarbeiter ein Mitarbeiter 2. Klasse, und das spürt er auch... täglich!

Weniger Geld, weniger Rechte/Freiheiten, weniger Freizeit (andere Überstundenregelung), weniger Anerkennung und weniger Sicherheit führen automatisch zu weniger Motivation! Für mich ist das jetz aber keine große Neuigkeit sondern einfach nur logisch!

Achja, und die Leute sind nicht selber schuld und der Arbeitsmarkt gibt nicht genug her... Das sind doch alles Märchen von glücklichen Beamten.
Auch mit guter Ausbildung hat man es heute nicht mehr so leicht, in bestimmten Branchen arbeiten mehr Leute in der Zeitarbeit als fest angestellt. Bei den fest angestellten geht der Trend auch hin zum befristeten Arbeitsvertrag... Da sind 12-Monatsverträge mittlerweile auch im Führungskreis nicht ungewöhnlich.

so schaut´s aus in Deutschland!
Kommentar ansehen
12.07.2011 12:24 Uhr von hnxonline
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Ich denke das liegt eher an der fehlenden Motivation der Leiharbeiter. Das kann ich auch ein Stück weit nachvollziehen, sollte einen die aktuelle Leiharbeitbude herausschmeißen, geht man eben zur nächsten. Finanziell dürfte das wohl kaum einen unterschied machen.

Allerdings sollten die Arbeiter in einer Leihbude dieses eher als Praktikum sehen, ich war bisher zweimal in einer angestellt, habe mir dort den Arsch aufgerissen und konnte jeweils beim ersten ´Ausleiher´ einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Ob das allerdings eine Ausnahme war und ich nur Glück gehabt habe kann ich nicht beurteilen.
Kommentar ansehen
12.07.2011 12:27 Uhr von Floppy77
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Einen Zeitarbeiter: könnte auch krank machen, dass er für die selbe Arbeit weniger Lohn erhält wie ein festangestellter Kollege, immerhin muss er ja noch die Kohle für den Sklavenhalter mit verdienen.

Dann die ständig wechselnden Arbeitsplätze, wechselnde Kollegen, da fällt es bestimmt schwer sich mit der aktuellen Firma zu identifizieren, ob die dann durch Arbeitsausfall vielleicht Aufträge verlieret ist einem Zeitarbeiter ja relativ egal. Kann mir auch gut vorstellen, dass Festangestellte Zeitarbeiter mobben, weil sie Angst haben selber mal durch solche ersetzt zu werden.

Firmen die Arbeitskraft von Leasingfirmen einkaufen sind nicht besser als diese Sklavenhalter selbst.
Kommentar ansehen
12.07.2011 12:33 Uhr von Leeson
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Zeitarbeit sollte das sein wie es der Name sagt! Arbeit auf Zeit, um z.B. bei Personalmangel für kurze Zeit Arbeiter dazu zuholen und nicht auf Jahre den gleichen Job machen.
Weil dann ist die Stelle da und kann auch als Festjob vergeben werden.

Eine Freundin von mir, eingestellt als Zeitarbeiter für Gebäudereinigung, musste letzte Woche morgens und abends an die Front, nachts hatte sie nur vier Stunden Schlaf aber ihren Chef hatte das nicht interessiert.
Seine Antwort: "Geh doch, ich finde immer einen anderen Idioten!"
Kommentar ansehen
12.07.2011 13:17 Uhr von JesusSchmidt
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Leeson: zeitlich befristete arbeitsverträge gab es schon immer. dazu braucht es diese leiharbeitsparasiten nicht.
Kommentar ansehen
12.07.2011 13:32 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
@Roadrunner: Erst Gehirn einschalten dann schreiben:)

Meinst du wirklich die Firma bekommt den Leiharbeiter günstiger weil er weniger verdient?

Der Leiharbeiter bekommt weniger weil eben eine Vermitlungsagentur noch bezahlt werden will!!

Ein Leiharbeiter ist in der Regel deutlich teurer als ein Festangestellter
Kommentar ansehen
12.07.2011 13:37 Uhr von artefaktum
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@PeterLustig2009: "Der Leiharbeiter bekommt weniger weil eben eine Vermitlungsagentur noch bezahlt werden will!! Ein Leiharbeiter ist in der Regel deutlich teurer als ein Festangestellter."

Davon hat er freilich gar nichts, wenn deutlich weniger bei ihm ankommt.

Von mir aus kann dein Arbeitgeber auch 50 Euro für eine Arbeitsstunde von dir berechnen. Wenn da aber nur 5 Euro bei dir ankommen, interessiert dich was da abgerechnet wird, überhaupt nicht.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
Kommentar ansehen
12.07.2011 17:08 Uhr von RoadrunnerXXL
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@PeterLustig2009: Logisch wird für einen Zeitabeiter mehr bezahlt. Aber die Stuktur ist die gleiche,auch in einer Festanstellung muss das büro ja mitverdienen und trotzdem bekommt man da mehr raus
Kommentar ansehen
12.07.2011 18:51 Uhr von Leeson
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@JesusSchmidt: Ich meinte natürlich nicht die Arbeitnehmerseite sondern die des Arbeitgebers...
Kommentar ansehen
12.07.2011 19:08 Uhr von god-of-war
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
bin froh das ich wieder bei einer normalen Firma bin und nur 3 Monate in ner Sklavenarbeitsfirma war ist schon abartig normaler Tarif Lohn ca. 2600Brutto/Monat (ca1600Netto) Zeitarbeitsfirma nicht ganz1600Brutto/Monat für die gleiche Arbeit

Zeitarbeit gehört in der jetzigen Form verboten
oder aber so umgestellt das der angestellte mindestens 15% mehr Lohn raus bekommt damit die Firmen Zeitarbeiter wirklich nur dann holen wenn sie Auftragsspitzen haben
Kommentar ansehen
12.07.2011 19:48 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Für die Firmen ein Risiko: Ich weiß von Fällen, wo Zeitarbeitskräfte ziemlich schnell gemerkt haben, wie sehr sie gegenüber der Stammbelegschaft benachteiligt werden. Keine Boni, kein Urlaubs-, kein Weihnachtsgeld, keine Gratifikationen bei Geburt eines Kindes oder Hochzeit, usw.

Folge: Sie wurden gegenüber dem Unternehmen illoyal. Da wurden dann Blaupausen und Kundendateien mitgenommen.

Bei bestimmten Call-Centern sind die Telefonbuch- und Kundendaten auf genau diese Weise abhanden gekommen.
Unfaire Behandlung hat noch nie zu etwas positivem geführt. Auch Geschwister, von denen immer ein Kind bevorzugt wird und das andere benachteiligt wird, sind sich untereinander später feind und das ständig benachteiligte Kind hat oft ein ganz schlechtes Verhältnis zu seinen Eltern.
Sprich: An so etwas zerbricht die ganze Familie. Und viele Firmen quatschen ja immer von einer "Familie". Wobei ich diesen Quatsch nicht mitgehe.
Kommentar ansehen
12.07.2011 20:09 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Irrationale Abneigung: Die Abneigung (um nicht zu sagen der Hass), der Zeitarbeitsfirmen entgegenschlägt, ist meines Erachtens irrational.

- Warum sollten Leiharbeitsfirmen verboten werden? Warum nicht lieber besser reglementieren?
- Warum gibt es in Deutschland überhaupt massiv Leiharbeit? Letztlich wegen Kündigungsschutzgesetz. Wenn die Auftragslage nicht sicher ist, wird kein Arbeitgeber das Risiko eingehen, jemanden einzustellen, den er dann nicht mehr loswird.
- Sklaverei? Es steht einem Leiharbeiter frei zu kündigen und sich andere Arbeit zu suchen. Bei Sklaven war dies wohl nicht so.
- "Es gibt massig Zeitarbeit bei Großkonzernen, Banken, Versicherungen, IT-Dienstleistern, etc." --> und die zusätzlichen Krankheitstage sind in erster Linie auf höhere körperliche Belastung zurückzuführen, haben also damit nichts zu tun.
- Amüsant: Die Vermutung fehlender Motivation als Ursache wird negativ beurteilt, die Vermutung mangelnder Entlohnung als Ursache positiv (Beiträge 9 + 10). Und genau ist nun der Unterschied?

Vorschlag meinerseits:
Mindestlohn bzw. Zeitarbeiter erhalten min. 90% des Lohns eines Kollegen, der ähnliche Arbeit verrichtet.
Zudem könnte der Anteil der Belegschaft, die aus Zeitarbeitern besteht, beschränkt werden... z.B. max. 30% Zeitarbeiter (lässt sich natürlich nicht von heute auf morgen einführen).
Das Problem ist nämlich nicht die Zeitarbeit, sondern deren Missbrauch.
Kommentar ansehen
12.07.2011 21:19 Uhr von BadBorgBarclay
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Problematisch: ist auch das Zeitarbeiter ihre Arbeit oft nicht richtig machen, weil sie ja sowieso nicht Lange da sind und bei Gleicher Arbeit Teilweise deutlich Weniger kriegen. Dabei produzieren die dann Viel Ausschuss was für die Firmen auch Verluste bedeutet. Eine Bekannte von mir hat es selbst erlebt und war als Zeitarbeiterin nicht besonders motiviert. Einen Ordentlichen Job zu bekommen ist Derzeit Schwierig.

Refresh |<-- <-   1-19/19   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Merkel warnt vor erhöhter Anschlagsgefahr in Deutschland
Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?