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12.07.11 06:15 Uhr
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Positronium als Bose-Einstein-Kondensat würde Materie/Antimaterie-Fragen klären

Ein Physikerteam um Harry Tom von der University of California berichtet in "Physical Review Letters" davon, einen neuen Weg gefunden zu haben, Positronium zu erzeugen. Das aus einem Elektron und seinem Antimaterie-Zwilling, dem Positron, bestehende Atom ist sowohl exotisch als auch kurzlebig.

Im Labor bestrahlten die Physiker Siliziumpartikel mit einem Laser. Auf diese Oberfläche wurden dann Positronen aufgetragen. Das Laserlicht hat die Elektronen des Siliziums freigesetzt, die sich schließlich mit den Positronen verbunden und dadurch Positronium erzeugt haben.

In Zukunft sollen auf Basis dieser Erkenntnisse genauere PET-Scans entwickelt werden. Forscher hoffen aber auch, das Positronium als Bose-Einstein-Kondensat (BEK) erzeugen zu können, um die Frage zu klären, warum das Universum die Materie gegenüber der Antimaterie bevorzugt hat.


WebReporter: bORGkING_ALPha
Rubrik:   Wissenschaft / Natur
Schlagworte: Wissenschaft, Physik, Materie, Kondensat, Positronium
Quelle: www.sciencedaily.com
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Ich bin schon gespannt wann wir den ersten Bericht zum BEK aus Positronium vorliegen haben werden und welche Erkenntnisse letztlich wirklich daraus gelesen werden können.
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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen silicon ist nicht Silikon!   
 
+25 | -0
 
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12.07.2011 08:21 Uhr von K.T.M.
"Im Labor bestrahlten die Physiker Silikonpartikel mit einem Laser. "

Das englische silicon heißt auf deutsch Silizium.
Kommentar ansehen ..   
 
+7 | -0
 
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12.07.2011 08:28 Uhr von sv3nni
kann jemand erklären wie das funktioniert?

wenn e- und e+ aufeinandertreffen hätte ich eher an die freisetzung von energie gedacht, so wie bei dem aufeinandertreffen von materie und antimaterie üblich

[ nachträglich editiert von sv3nni ]
Kommentar ansehen sv3nni   
 
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12.07.2011 08:41 Uhr von Again
"wenn e- und e+ aufeinandertreffen hätte ich eher an die freisetzung von energie gedacht"
Das ist auch der Fall. Deswegen sind die gebundenen Zustände auch so extrem kurzlebig.
Kommentar ansehen wahhh   
 
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12.07.2011 09:02 Uhr von Ginseng
Diese Bilder, ich seh grad wie sie Lolo Ferari mit einem Laser....


Bitte silicon mit Silizium übersetzen, danke!
Kommentar ansehen @sv3nni   
 
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12.07.2011 09:12 Uhr von K.T.M.
Je nach Gesamtspin des Positroniums zerfällt es nach einer Lebensdauer von 0,125 ns in zwei Photonen oder nach 142 ns in drei Photonen.
Kommentar ansehen frage   
 
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12.07.2011 09:27 Uhr von Jaegg
wie wurde es geschafft, positronen aufzutragen?
positronen kannste ja nun nicht einfach in na flasche aufbewahren. ich dachte antiteilchen entstehen nur unter gewissen umständen, wie zb in einem teilchenbeschleuniger(treffen von zwei atomen mit nahezu c).

[ nachträglich editiert von Jaegg ]
Kommentar ansehen @jaegg   
 
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12.07.2011 09:41 Uhr von bORGkING_ALPha
meines wissens nach nicht nur: Positronen kommen auch beim Zerfall positiver Myonen vor, als zB von kosmischer strahlung, oder bei der erzeugung von radionukleiden beim betaplus-zerfall. Ich hoffe das hilft? :-)
Kommentar ansehen @Jaegg   
 
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12.07.2011 16:44 Uhr von Shedao Shai
Man kann Positronen, wie du schon geschrieben hast, in Teilchenbeschleunigern herstellen. Nun ist es in spezialisierten Vertretern diesern Maschinen, aber auch möglich geladene Teilchenstrahlen zu speichern. Sprich: Die flitzen die ganze Zeit im Kreis (Speicherring). Somit kann man relativ große Mengen an sich nicht sehr langlebiger Teilchen speichern, wie Positronen oder Antiprotonen.
Von da aus kann man den Strahl auf alles richten, was man so möchte: Einen Strahl der jeweiligen "Normalteilchen-Partner" (siehe LEP am CERN) oder eben eine Siliziumoberfläche wie hier.

Keine Ahnung ob hier wirklich mit einem Speicherring gearbeitet wurde, evtl. hat man auch ein radioaktives Präparat benutzt, dass im beta+-Zerfall zerfällt und so kontinuierlich Positronen erzeugt. Es gibt auf jeden Fall genug Möglichkeiten um daran zu kommen^^

Im übrigen emittiert auch das natürlich vorkommende Kalium-40 Isotop Positronen. Dadurch bildet sich statistisch alle 8 Minuten ein Positron in unserem Körper. Antimaterie ist also näher als man meint ;)
Kommentar ansehen @bORGkING_ALPha; @Shedao Shai   
 
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15.07.2011 12:18 Uhr von Jaegg
vielen dank für die super erklärungen!
ich wünschte, es gäbe mehr von euch :D

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