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Nach 19 Jahren gibt Sony die Produktion des MiniDisc-Players auf

So bekannt wie der Walkman als tragbarer Kassettenspieler oder der Discman als portabler CD-Spieler, wurde der Minidisc-Player nicht. Dennoch etablierte sich das Gerät seit 1992 als feste Größe im Segment der handlichen Musikabspielgeräte.

Nach 19 Jahren wird Hersteller Sony nun die Produktion einstellen. Das Gerät ist gegen Apples iPod, Musik-Handys und andere tragbare MP3-Player nicht mehr konkurrenzfähig.

Ab kommenden Herbst wird Sony noch die Lagerbestände abverkaufen und dann nur noch die Minidisc als Wiedergabemedium produzieren. Ausnahmen bilden jedoch die Stereoanlagen. Hier will Sony auch weiterhin Minidisc-Player integrieren. Wie lange Sony noch an der Minidisc festhält, ist ungewiss.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Sony, Produktion, Einstellung, Produktionsstopp
Quelle: www.gamestar.de

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11.07.2011 07:47 Uhr von no_trespassing
 
+13 | -18
 
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Wusste gar nicht mehr, dass sowas überhaupt noch produziert wird. Aber VHS-Kassetten werden ja auch noch hergestellt. Was die Hersteller sich da an Kosten ans Bein binden.

Ich hätte schon längst die Produktion von minidisc und VHS eingestellt. Wer Leerkassetten braucht, kann bespielte Kassetten im 100er-Pack für 10 EUR bei eBay schießen, den Überspielschutz überkleben und dann neu bespielen.

VHS-Kassetten sind im Prinzip Ressourcenverschwendung ohne Ende. Die meisten Leute werfen sie weg.
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11.07.2011 07:51 Uhr von liebertee
 
+15 | -3
 
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Vergessen: "Dennoch etablierte sich das Gerät seit 1992 als feste Größe im Segment der handlichen Musikabspielgeräte."
Dafür war die Verbreitung meiner Ansicht nach aber sehr bescheiden. Ich kannte niemanden, der sowas hatte. Damals war das einfach nur teuer und hörste sich an wie ne normale CD.
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11.07.2011 08:29 Uhr von Phillsen
 
+29 | -0
 
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@ Autor: Du vergisst, es gibt Teile der Welt wo nicht jedes Dorf genug geld hat um sich nen CD/DVD/Bluray Player zu kaufen. Das Kassetten und VHS noch produziert werden, liegt ganz einfach daran, dass sie noch nachgefragt werden.

Zur Minidisc. An und für sich war die schon cool. Ich hatte früher nen Minidiscplayer im Auto. Sie sind kleiner Als CDs, und haben ne Schutzhülle damit sie nicht verkratzen. Genau das richtige wenns im Auto rumfliegt.
Klar das sich das seit es jetzt erschwingliche Geräte (seit 6-7 Jahren? länger?) mit USB Anschluss gibt halt erledigt hat. Aber ich mochte die Dinger.
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11.07.2011 09:09 Uhr von RegenCoE
 
+18 | -1
 
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Schade! MiniDiscs waren toll - die Klänge waren deutlich weicher als in MP3s heute. Der Todesstoß für die MiniDisc, beziehungsweise der Grund, warum sie sich nicht mehr durchsetzen konnte, war meiner Ansicht nach die Tatsache, dass es von Sony nie in Massenproduktion - und international erhältlich - MiniDisc Laufwerke für den PC gab. Man stelle sich vor - die Wiederbeschreibbarkeit und Größe einer Diskette mit dem Datenvolumen einer CD und der Kratz- und Transportsicherheit einer Diskette kombiniert, dazu die (für 1992) niedrigen Zugriffszeiten einer CD ... das wäre bis zur Erfindung der Flash Medien das ultimative Speichermedium gewesen.
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11.07.2011 09:18 Uhr von Hodenbeutel
 
+14 | -0
 
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@Autor: Es werden auch noch Disketten und Audiokassetten hergestellt, weißt du auch warum? Weil sie für viele Menschen keine Ressourcenverschwendung zum weg schmeißen, sondern sehr stabile Datenträger sind, nur weil etwas für dich nutzlos ist, solltest du nicht davon ausgehen dem rest der Menschheit ginge es genau so, wenn etwas hergestellt wird kannst du davon ausgehen das auch ein Markt existiert.
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11.07.2011 09:25 Uhr von U.R.Wankers
 
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die Datenträger waren zu teuer: und inzwischen hat sich die Technik überholt, da man MP3-player etc preiswert hinterher geworfen bekommt.
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11.07.2011 09:36 Uhr von Winkle
 
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@RegenCoe: korrekt, genau das war der Fehler ... als Computerspeichermediujm wäre das Ding eingeschlagen wie eine Bome, damals gab es nämlich keine Alternative zu den supercoolen 1,44 MB-Disketten.
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11.07.2011 09:47 Uhr von RegenCoE
 
+2 | -0
 
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@Winkie: Najaaa - es gab ZIP-Discs - aber die hatten halt auch nur 100mb (was mit den 700mb einer CD / MiniDisc nicht mithalten konnte), sie waren größer als MiniDiscs, die Zugriffszeiten waren fürchterlich und sie waren auch teurer als leere MDs. In den USA und auch in Japan gab es ja durchaus MD Laufwerke für den PC - warum die aber nicht international vermarktet wurden ist mir immer noch ein Rätsel ...
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11.07.2011 09:55 Uhr von Duschkopf
 
+7 | -0
 
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schade klasse war natürlich dass man mit einem MiniDisc Recorder Musik nicht nur analog, sondern auch digital aufnehmen konnte. oder bei analogen Aufnahmen, Lieder egal auf welcher Position diese sich befanden, einfach löschen/Reihenfolge ändern/einfügen konnte.
Mein MiniDiscRecorder starb den Tod durch meine Kids (bzw niemand wars) , jetzt ärgerts mich umso mehr.
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11.07.2011 09:59 Uhr von Suppen.Kasper
 
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Das Problem der MDs war einfach, dass sie zu teuer sind.

Der Preis für einen ganz einfachen MiniDisc-Player geht so bei 150€ los. Von den MiniDiscs ganz zu schweigen. (Wie beschreibt man die überhaupt?! Sind das kleine CD-Rs oder wie?)

Ich wollte immer einen haben, konnte ihn mir aber nie leisten. Und heutzutage ist die Technik einfach überholt.
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11.07.2011 10:20 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -2
 
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Wow: Also ich hatte damals einen kleinen Recorder aber das was Sony da für teuren und vor allem anfälligen Schrott für viel Geld verkauft hat ging echt auf keine Kuhhaut. Nach der zweiten teueren Reparatur (Sony kennt Worte wie Kulanz gar nicht) hab ich das Ding dann endgültig in die Tonne gekloppt.

So toll das Konzept auch war, die Qualität war unterirdisch und dank der teuren Lizenzen hat es sich überhaupt nicht verbreitet. So gesehen hat Sony wirklich alles getan damit sich diese Geräte nicht durchsetzen.
Für mich steht seit dem Sony auf der Blacklist und ich meide den Verein wo es nur geht. Außer einem Smartphone und einer Fernbedienung haben die mir seit über 15 Jahren jedenfalls nichts mehr verkauft.
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11.07.2011 10:25 Uhr von Alice_undergrounD
 
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jetzt erst? lol sony halt...
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11.07.2011 10:29 Uhr von One of three
 
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@ Suppen.Kasper: "Und heutzutage ist die Technik einfach überholt. "

Das ist so nicht richtig. Sicher kann ein MD-Player keine Blu-Rays abspielen - aber das soll er auch nicht.

Mein MD-Player in meiner Anlage dient hauptsächlich der Digitalisierung von Schallplatten. Ich nehme analog auf und überspiele dann digital auf den Rechner (mp3 320kBit/s).
Vorher habe ich direkt über USB oder Line-In der Soundkarte digitalisiert. Ist zwar bequemer, aber der Klang war grottenschlecht.
Auch jetzt ist es noch nicht optimal - aber das liegt daran das MP3 nie an die Dynamik und Ausgewogenheit von Schallplatte oder auch Minidisc rankommen wird.

[ nachträglich editiert von One of three ]
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11.07.2011 10:47 Uhr von Winkle
 
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@RegenCoe: die Kapazität einer CD hatte die MD allerdings nicht..

Zitat Wikipedia:
Die Musik wird im komprimierten ATRAC-Format gespeichert, damit die Daten einer normalen Musik-CD (650 bis 700 MB) auf eine MiniDisc (164 bis 177 MB) passen.

Zip Disc hatte ich auch. Extern am Parallel-Port, naja, war besser als nix aber wenn man heute überlegt ... 16 GB Usb-Sticks und so... ;-)
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11.07.2011 10:49 Uhr von Winkle
 
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Ergänzung: Wikipedia:

MDs wurden auch zur Datenspeicherung verwendet, wobei die Kapazität ca. 140 MB beträgt.
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11.07.2011 10:58 Uhr von eini1
 
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@RegenCoE, @ Winkle: Ich muss euch leider enttäuchen aber was ihr da erzählt ist falsch.
1. Die MiniDisc hat nur eine Kapazität von 140MB. Es geht da blos eine ganze CD drauf, weil die Audio-Daten mit ATRAC verlustbehaftet komprimiert werden.
2. Es gab die Laufwerke durchaus, nur waren sie wegen den hohen Lizenzgebühren so teuer, das sich gegen Laufwerke wie das LS120 nicht durchsetzen konnten (ja die waren damals ziemlich beliebt!)
3. Die Daten-Medien waren andere als die Audio-Medien. D.h. man musste komplett neue Disks kaufen für das PC-Laufwerk. Da das LS120 auch bei den Medien billiger war, wars ziemlich unsinnig sich ein MD-Laufwerk zu kaufen. Außer man brauchte umbeding die 20MB mehr. Und für große Datenmengen gabs ja dann CD-Brenner.

Auch wenn ich MD für Audio damals echt gut fand (hatte das auch mal in Benutzung). Hat Sony hat das Format damals ziemlich verbockt. Ein paar kleine Änderungen:
- Niedrigere Lizenzgebühren
- Verlustfreie Aufnahme von Beginn an ermöglichen
- Eine Verzeichnisstruktur die auch Daten und Audio auf den gleichen Medien ermöglicht.
und die MD wäre tatsächlich ein Renner geworden.
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11.07.2011 11:34 Uhr von antibody
 
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@..all: Ich hatte mir 1994 einen MD Player zugelegt im Homebereich und später auch im Kfz.
Ich fand es damals ein abzuluter Knaller.
Ich habe es aber immer nur als Alternative zur Cassette gesehen.
Und Später im Auto war es ein super Handling.
Außerdem konnte man schön die CD´s copieren und ab ins Auto damit.
War eine tolle Zeit.
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11.07.2011 12:11 Uhr von puri
 
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@regencoe: Eine Minidisc hat nicht das Speichervolumen einer CD, sondern lediglich ~150MB. Wenn Du noch Redundanzbits für die benötigte Fehlerkorrektur für Nutzdaten abziehst, bist Du bei 120-130 MB, ein Wert, den auch die damals relativ weit verbreiteten ZIP-Laufwerke hatten.

Das verwendete Kompressionsverfahren ATRAC ist älter als MP3, und hat gegenüber diesem - auch mit aufsteigenden Versionen - schon immer mit Nachteilen zu kämpfen.

Generell hat Sony ihre Lizenzierung viel zu eng gehalten, hätten sie die Verwendung des Codecs und die Herstellung von MDs lizenzfrei gestattet, dann wäre mp3 heute vielleicht nur eine Randnotiz in der Wiki.
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11.07.2011 12:23 Uhr von marco16181
 
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Ich hatte mir 1999 einen portablen MiniDisk-Player von Sony gekauft. Preis war glaube ich so 650 DM. Die Minidisks waren schon ziemlich cool, da man nichtmehr die grossen und kratzempfindlichen CD´s rumschleppen musste, der Discman war ja auch grösser das der Minidiskplayer. Hatte auch im Auto ein Autoradio mit Minidisk. War ne schöne Sache und der Sound war besser, als heute bei den MP3´s, aber heute zählt nur noch, wieviel Songs man auf seinen Player bekommt....
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11.07.2011 13:10 Uhr von mAdmin
 
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habe hier noch einen mdliegen: discman waren einfach zu groß, darum kaufte ich nen md und mit dem optischen ausgang unserer heimanlage konnte ich damals alle meine lieder aufnehmen. tracks wurden direkt übernommen. das war fett.

später gab es auch die hispeed mds die mp3s verarbeiten konnten.
also fast wie ein pc laufwerk arbeiteten.

560DM waren damals eine menge holz, mehr wie ich wie heute 560€ empfinde. im nachhinein hat es sich für die paar jahre luxus aber nicht gelohnt.
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11.07.2011 13:22 Uhr von phal0r
 
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Zum Thema PC: Also fast alle meiner CD-Laufwerke hatten eine Aussparung für MiniDiscs und konnten diese auch ohne Probleme lesen.... oder sind MiniDiscs != kleine CDs?
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11.07.2011 13:29 Uhr von 619er
 
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Ehem. wisst ihr auch, dass: Festplatten auch magnetische Speichermedien sind, und genau so langsam und unsicher sind wie Diskette und VHS-Kassette? und trotzdem noch sehr nachgefragt.
Hoffentlich werden irgendwann die SSD günstiger.
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11.07.2011 14:17 Uhr von Lommels
 
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@ phal0r: Nein, die MiniDisc kommt mit einem festen Gehäuse, so ähnlich wie eine 3,5 Zoll Diskette! Die CD`s die du meinst sind normale CD´s die halt nur kleiner sind!

Und zum Thema:
Also ich hab selber zwei MiniDisc Player, einen kleinen tragbaren und einen großen für die Stereo Anlage, damals als ich noch Musik gemacht hatte war das sehr praktisch, nicht jeder hatte damals nen PC mit CD Brenner wo man seine Beats usw brennen konnte und da war die MiniDisc eine sehr gute Alternative, und der Klang war perfekt!

Schade das sich das nicht so richtig durchsetzen konnte!

[ nachträglich editiert von Lommels ]
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11.07.2011 14:54 Uhr von Suppen.Kasper
 
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@One of three: Aha, weil du noch keinen Plattenspieler mit USB/Line-In und gescheitem Klang gefunden hast (die gibt es mittlerweile schon in der mittleren Preisklasse. Und bieten einen breiteren Frequenzgang und eine höhere Bitrate als lächerliche MP3s! (Max. 48kHz bei 16-bit), ist die MD und dessen Geräte nicht überholt?! Was ist das denn für eine Logik?

Wenn man Platten digitalisieren will, sollte man bereit sein entweder

a) Geld für gescheite Gerätschaften auszugeben
oder
b) ein professionelles Soundstudio damit beauftragen

Und nicht mit MDs herumwerkeln.

@619er
Da du Festplatten ´unsicher´ und ´langsam´ nennst, ist dir anscheinend nicht bewusst, über was für Maßnahmen zur Abschirmung vor magnetischen Feldern diese Festplatten verfügen. Selbst wenn du einen Neodym-Magneten auf ein Festplattengehäuse legst, wird höchstwahrscheinlich deinen Daten absolut nichts passieren.

[ nachträglich editiert von Suppen.Kasper ]
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11.07.2011 17:22 Uhr von Cobra2210
 
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"Was noch alles produziert wird": Dazu kann ich nur sagen das bis 2008 war das glaube ich in Afrika in einem der Volkswagenwerke der Golf 1 GTI (mit überarbeitetem Cockpit) am gleichen Band produziert wurde wie der Golf 5 GTI....

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