Israel: Illegale Siedlung wird legalisiert - Palästinensischer Besitz enteignet
Nach Angaben der Friedensorganisation "Peace Now" sind nahe der illegalen Siedlung Eli im Westjordanland 19 Hektar ungenutztes Ackerland enteignet worden. Die Nichtregierungsorganisation Israels im Westjordanland teilte am Freitag mit, dass dieses Land seit Ende Juni nun Staatsbesitz ist.
Mit dem Landstück kann nun ein illegaler Siedlungsvorposten der Siedlung Eli legalisiert werden, dadurch, dass die Verbindungsstraße der Ortschaften jetzt auf israelischen Landflächen liegt. Die Enteignung der Ackerflächen wird durch ein osmanisches Gesetz vom Jahre 1858 ermöglicht.
Die Friedensorganisation kritisiert jetzt, dass die Regierung von Benjamin Netanyahu versprochen hatte, keine Enteignungen für Siedlungen im Westjordanland mehr durchzuführen. Auch die UN meinte, sollte sich die Enteignung bestätigen, wäre dies für den Frieden sehr "negativ und wenig hilfreich".