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GKV-Studie: 12.000 Arztpraxen überflüssig - Ärzteverband protestiert

Ein im Auftrag des Spitzenverbandes Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstelltes Gutachten des "prognos"-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass man bedenkenlos 12.000 Arztsitze in Deutschland schließen könnte, ohne die flächendeckende Patientenversorgung zu gefährden.

Prompt protestierte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Ihr Vorstandsvorsitzender Andreas Köhler nannte den Vorschlag realitätsfremd, da er "nicht die Interessen der Patienten" berücksichtige. Es bestehe ein steigender Versorgungsbedarf aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bürger, so Köhler.

Laut Studie sinkt bei 7.000 entfallenden Arztsitzen in keiner Region der vertragsärztliche Versorgungsgrad unter 130 Prozent. Ab 110 Prozent gilt ein Bezirk als "überversorgt". Mit dem Aufkauf von Arztsitzen durch Krankenversicherungen, so die GKV, könne die ungünstige Verteilung von Ärzten korrigiert werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Arzt, Krankenkasse, Versorgung, GKV
Quelle: www.aerzteblatt.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2011 15:32 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -9
 
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Ich liebe die Selbstlosigkeit der Kassenärztliche Bundesvereinigung. Sie nennt den Vorschlag realitätsfremd, da er "nicht die Interessen der Patienten" berücksichtige. Es gibt eben noch wahre Menschenfreunde...
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08.07.2011 15:42 Uhr von Rob550
 
+3 | -5
 
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Typisch So etwas kann nur von dem Verband der GKV kommen. Hauptsache sie können bei der Grundversorgung sparen und dann wie Gott in Frankreich zu leben.
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08.07.2011 15:59 Uhr von Bruno2.0
 
+13 | -0
 
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Aber: Trotzdem sind auf dem Land zu wenige Ärzte obwohl man sogar 12.000 Praxen Schießen kann.FAIL

[ nachträglich editiert von Bruno2.0 ]
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08.07.2011 16:02 Uhr von The Roadrunner
 
+11 | -1
 
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Muesst ihr bei Aerzten auch immer warten?! Da ich beruflich mit Aerzten zu tun habe, sehe ich immer wie voll die Praxsen sind.

Ziehen wir also das Pferd mal anders auf:
Wenn also die Leute in den Praxen warten muessen, heisst das doch, dass es mehr Bedarf nach Aerzten (und deren Dienste) gibt, als Patienten behandelt werden koennen.
Wie also kommt man auf die Idee 12.000 Praxen schliessen zu wollen?!

Wenn die Krankenkassen sparen wollen, dann bitte zu aller erst bei sich - weg mit den Prunkbauten und weg mit tausenden von Kassen.

Schauen wir nach Kanada: 1 stattliche Kasse in der _jeder_ automatisch drin ist; afair bezahlen sie auch nichts fuer Arztbesuche. Aber mal das System genauer analysieren zu lassen und zu erkennen, dass es funktioniert, hat ja da oben (bei den Politikern) noch keiner mitbekommen.
Nein, da melken wir lieber den Buerger und genehmigen den Kassen die naechste Kassenbeitragserhoehung.
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08.07.2011 16:04 Uhr von gofisch
 
+14 | -0
 
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faszinierend 2 monate wartezeit auf ein termin beim spezialisten, aber wir haben zu viele ärzte. darauf wäre ich nie gekommen.^^
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08.07.2011 17:00 Uhr von John2k
 
+4 | -0
 
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Geht: es hier um die sogenannten Hausärzte? Ich finde die meisten fürchterlich. Die könnten ruhig alle(oder die Meisten) durch besser ausgebildete Ärzte ersetzt werden.
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08.07.2011 17:04 Uhr von Floppy77
 
+2 | -0
 
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Man könnte auch sagen, dass bis auf: eine alle anderen Krankenkassen überflüssig sind, dann braucht man auch keinen Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung mehr. Da braucht man auch kein Gutachten für.

Und wo sollen wir mit den ganzen Ärzten hin? Die nehmen dann wohl bei McDoof den Studenten die Jobs weg...
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08.07.2011 18:03 Uhr von Ginseng
 
+0 | -3
 
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@The Roadrunner: "Wenn also die Leute in den Praxen warten muessen, heisst das doch, dass es mehr Bedarf nach Aerzten (und deren Dienste) gibt, als Patienten behandelt werden koennen."

Nein das heißt nur das die Terminplanung der Ärzte Mumpitz ist. Außerdem ist es unter Ärzten ein Statussymbol ein volles Wartezimmer zu haben, es steckt also ein gewisses System dahinter.
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08.07.2011 18:05 Uhr von Ginseng
 
+1 | -0
 
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@gofisch: "2 monate wartezeit auf ein termin beim spezialisten, aber wir haben zu viele ärzte. darauf wäre ich nie gekommen.^^ "

Es geht um Hausärzte nicht um Fachärzte, die meisten Hausärzte waren schlicht zu dumm oder zu faul um sich weiter zu bilden.
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08.07.2011 18:50 Uhr von Sanya1990
 
+4 | -0
 
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wenn wir mal das durchschnittliche Alter der Hausärzte betrachten, wird man feststellen, dass in den nächsten 5-7Jahren etwa 30% davon in Rente gehen werden.
Und der Nachschub? Den gibt es fast gar nicht mehr! Hinterher müssen wir uns mit einem Wörterbuch sämtlicher anderer Sprachen ins Behandlungszimmer setzen, um den Arzt verstehen zu können.
Allein schon viele Assistenzärzte in den Kliniken sprechen kaum bis gar kein Deutsch!
Und da will uns die GKV einen von Überversorgung erzählen...-.- Kürzt eure Gehälter mal, packt den Firmenwagen weg und reißt die unnötig vielen "Festungen" der Krankenkassen ab - wozu braucht zum Beispiel ein kleines Kuhdörfchen namens Kirchhellen (Nähe Movie Park), eine AOK und eine Barmer mit jeweils über 200m² Raumfläche? Die einzigsten Mitarbeiter sind gleichzeitig Zweigstellenleiter, verdienen dementsprechend Gehalt und bekommen natürlich den Firmenwagen.

Wie schön, dass unsere Beiträge für so einen Müll draufgehen und an dem Arzt-Patienten-Kontakt nur ein Bruchteil ankommt, denn die Ärztegehälter nehmen weniger als 10% von dem gesamten Gesundheitsfonds ein, der Rest ist Verwaltung!

[ nachträglich editiert von Sanya1990 ]
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08.07.2011 22:48 Uhr von 338LM
 
+2 | -0
 
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bei den Hausärzten: muss man berücksichtigen, dass es mal eine Zeit gab, in der man sich ohne einen Facharzt zu haben als "Hausarzt" niederlassen konnte...."Praktischer Arzt" nennt sich das.

Die Hausärzte neueren Baujahrs sind alle Fachärzte und zumeist gut ausgebildet. Und sie dienen als Peer, um die Leute zu "sortieren" und im Zweifelsfall den richtigen anderen Fachärzten zuzuweisen. Ich hab mal einige Zeit bei einem niedergelassenen Hausarzt famuliert, das ist ech ein Knochenjob, bei 3 Min pro Patient arbeiten die teilweise bis in die späten Abendstunden, schlagen sich mit den Kassen rum um ihren Patienten ne gute Versorgung zu gewährleisten und machen oft Hausbesuche, bei denen sie drauflegen. Meinen Respekt, ich wollte den Job nicht machen, dazu bin ich nicht idealistisch genug.

Mag sein, dass es zu viele Kassen gibt, vielleicht in Ballungszentren, ich weiß es nicht. Aber ich denke auf kurz oder lang werden wir das Schwedische Modell einführen, auf dem Land kleine Zentren mit einer fortgebildeten Krankenschwester, die Kleinigkeiten behandelt und bei mehr muss der Patient hat in ein Versorgungszentrum in die nächste Stadt fahren....blöd für die Leute, die alt und krank sind und auf Hausbesuche angewiesen sind.
Andererseits geht der Deutsche im Schnitt 17 mal pro Jahr zum Arzt, kein Wunder, dass die Kosten so hoch sind...

Der Patient wird die Zeche zahlen, so oder so und die Ärzte stimmen halt mit den Füßen ab und wechseln in Kliniken, zur dunklen Seite (Pharmaunternehmen, Krankenkassen) oder gehen ins Ausland und ich kanne es ihnen nicht verübeln.

Letztlich sind die Krankenkassen Unternehmen, die Geld verdienen wollen, wer glaubt sie würden das ganze aus Nächstenliebe leisten, der täusch sich.

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