06.07.11 17:40 Uhr
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Kollision mit Lkw: Radfahrer geht wegen verkehrswidrigen Verhaltens leer aus

Weil er angeblich "grob verkehrswidrig" und "extrem riskant" unterwegs war, hat das Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz einem Radfahrer den Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld abgesprochen (Az: 12 U 500/10).

Der Radfahrer war mit einem Lkw kollidiert und dabei schwer verletzt worden - nach Zeugenaussagen aber soll er dabei nicht nur eine rote Ampel missachtet haben, sondern auch verbotenerweise den Gehweg anstelle des Radwegs genutzt haben. Von dort fuhr er auf die Straße.

Das Gericht negierte aufgrund dieser Umstände die Schuld des Lkw-Fahrers, der beim Abbiegen vorschriftsmäßig Fußgänger eine grüne Ampel hatte passieren lassen und erst wieder losgefahren war, als diese wieder rot wurde und die Straße frei war. In diesem Moment fuhr der Radfahrer auf die Straße.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Urteil, Radfahrer, Kollision, Lkw
Quelle: www.wormser-zeitung.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.07.2011 17:54 Uhr von Jolly.Roger
 
+21 | -2
 
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Schön das endlich auch mal ein Gericht die sonst übliche Gefährdungshaftung von Kraftfahrzeugen gegenüber Radfahrern (und Fußgängern) nicht gelten lässt, wenn sich ein Radfahrer (mal wieder) wie ne gesenkte Sau benimmt.

Ist der erste Fall, von dem ich höre, bei dem der Kraftfahrer von jeglicher Haftung freigesprochen wurde.
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06.07.2011 18:55 Uhr von Delios
 
+3 | -0
 
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Meiner Meinung nach: sollten die Gerichte spätestens nach der ersten Instanz prüfen ob eine Weiterführung des Prozesses überhaupt notwendig bze. rechtens ist. Der Radfahrer hat 6 Jahre lang die Gerichte beschäftigt nur um immer wieder zu verlieren.
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07.07.2011 08:24 Uhr von KamalaKurt
 
+0 | -0
 
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Leider gibt es immer mehr radikale Radfahrer. Man kann schon schnell fahren, muss sich aber gefälligst an die Regeln halten. Während meiner Radrennkarriere bin ich in 15 Jahren 280.000 km unfallfrei gefahren.
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07.07.2011 08:49 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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@Kaputt: "Und wie tief ist die Sau gesunken? "

Abstand Kopf -> Asphalt....

Das Wort "gesenkt" kommt von versengen, absengen. Richtig wäre also "gesengte Sau", "gesenkt" ist bayrisch....;-)

Toten Schweinen wurden nach dem Schlachten die Borsten mit Feuer entfernt. Wenn man sich das bei einem lebenden Schwein vorstellt, weiß man wie schnell die davongerannt wäre...

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]

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