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US-Behörden planen, Copyright-Verstöße international zu verfolgen

Unter "Operation In Our Sites" läuft seit einigen Monaten eine Zusammenarbeit der US-Zollbehörde, der MPAA und Vertretern der Film- und Fernsehbranche. So werden in den USA registrierte Domainnnamen von der Zollbehörde konfisziert und die Seiten somit vom Netz genommen.

Als "in den USA registriert" gelten dabei sämtliche .com und .net Domains, da diese von der dem amerikanischen Wirtschaftsministerium nahestehenden US-Firma "Versigin" vergeben werden.

Erik Barnett, der stellvertretende Direktor der US-Zollbehörde, erklärte gegenüber dem Guardian jetzt, dass die USA Urheberrechtsverstöße in der ganzen Welt verfolgen wollen, unabhängig davon, ob die Kriminellen überhaupt mit den USA in Verbindung stünden.


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WebReporter: RegenCoE
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Behörde, Urheberrecht, Verfolgung, Copyright
Quelle: www.heise.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2011 10:00 Uhr von RegenCoE
 
+55 | -1
 
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Leider ist der Artikel zu ausführlich, um ihn in 900 Zeichen zusammen zu fassen. Daher empfehle ich jedem, die Quelle zu lesen.

Ich finde es bedenklich, wie hier von den US-Behörden vorgegangen wird. Auch wenn Copyright-Verstöße geahndet werden müssen, ist es die Aufgabe des jeweiligen Landes, in dem diese Verbrechen begangen werden, dies zu tun. Die USA haben kein Recht, ihre Gesetze und ihr Rechtssystem jedem Land der Welt aufzudrängen.
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05.07.2011 10:23 Uhr von RegenCoE
 
+33 | -2
 
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@nokia1234: Ja - das ist ja das Problem an der Sache. So eine irrwitzige Idee kann nur funktionieren, wenn die anderen Staaten da mitziehen.

Man möge mich nicht falsch verstehen - Copyrightverletzungen sind Unrecht. Aber ein Unrecht rechtfertigt noch lange kein zweites - und solange wir keine Weltregierung haben sondern souveräne, unabhängige Staaten, müssen Verbrechen in den dafür zuständigen Ländern von den dafür zuständigen Regierungen nach den dort geltenden Gesetzen geahndet und verfolgt werden.
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05.07.2011 10:29 Uhr von Mathimon
 
+58 | -0
 
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Achtung! Aufgepasst liebe Raubkopierer, ihr wisst wie das mit Osama lief. Also wenn ihr euch gerade Transformers 3 zieht und plötzlich kreist nen Hubschrauber über eurer Wohnung dann wisst ihr was los ist!
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05.07.2011 10:38 Uhr von syndikatM
 
+3 | -83
 
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05.07.2011 10:42 Uhr von JesusSchmidt
 
+34 | -2
 
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@syndikatM: rofl... der war echt nicht schlecht! :-D
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05.07.2011 10:44 Uhr von supermeier
 
+20 | -2
 
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Naja, Menschenrechte und Ländergrenzen waren ja noch nie ein Hindernis wenn es um die Durchsetzung finanzieller Interressen von regierungsnahen US- Unternehmen geht.
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05.07.2011 11:10 Uhr von Mass89
 
+0 | -6
 
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Naja man kann ja über Copyright jeglicher Meinung sein, allerdings ist die Begründung die im Artikel selbst genannt wird nicht ganz abwegig, da ja in jedem Fall aller Traffic über amerikanischen Boden läuft. Abgesehen davon muss es im Internetgesschäft meiner Meinung nach auch klarere Regeln geben. Nicht nur wegen des copyrights, das wäre mir total egal, was ich wichtiger finde ist, dass man zB. Kinderpornoseiten so viel schneller vom Netz bekommt. Mit der momentanen Verweispolitik auf einen anderen Staat wo der Server steht, aber niemand rankommt - aber die page trägt eine international gängige domaine - kocht bei mir manchmal mein unrechtsbewusstseinspegel doch hoch.
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05.07.2011 11:50 Uhr von RegenCoE
 
+0 | -6
 
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@syndikatM: Das UrheberRECHT mag deiner Meinung nach zu den Menschenrechten gehörten - wie es gesetzlich geregelt und Verstöße gegen selbiges geahndet werden ist aber von Staat zu Staat verschieden.

@steffi78: Da die LTDs in den USA liegen wird bei der Auflösung des Namens, also wenn man nicht die IP Adresse sondern eben die URL www.<name>.com eingibt, der Traffic über die USA geroutet. Das liegt aber daran, dass nur ein einziges US Unternehmen die .com und .net Domains vergeben darf - was bereits seit Jahren kritisiert wird, da es eben internationale Domänennamen sind.

@Mass89: Tja - noch gibt es aber unterschiedliche Gesetze, wenngleich ich generell der Meinung wäre, um Verbrechensbekämpfung im Internet zu vereinfachen sollten sich die alle Länder auf international gültige Besätze in diesem Bereich einigen.
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05.07.2011 11:56 Uhr von syndikatM
 
+1 | -20
 
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05.07.2011 12:04 Uhr von SyXxPaC01
 
+10 | -0
 
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ich seh schon Urherberrechtsverbrecher in Grantanamo, mit wasserboarding, werden Geständnisse erzwungen, die USA hat so viele Probleme, da ist sowas doch nebensächlich
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05.07.2011 12:06 Uhr von Ausland
 
+4 | -0
 
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@Author: Quatsch! War klar, dass es soweit kommen würde -

Deine Aussage über die Länderverantwortung mag richtig sein, aber viele Länder machen ja schon bei den Menschenrechten schlapp, wie soll man da Erwarten, dass es bei Copyright und Co anders ist...

Chinesen sind auch für eine sehr laxe Haltung bekannt aber was glaubst Du wie schnell die bei Dir auf der Matte stehen, wenn Du anfängst Raubkopien von chinesischen Firmen zu verbreiten...

Wenn erst einmal die reelle Gefahr besteht, dass Du für die nächsten 20 Jahre in Guantanamo verbringst wird dies einen Effekt auf die Verbreitung geschützter Inhalte im Netz haben...
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05.07.2011 12:37 Uhr von pest13
 
+10 | -0
 
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Es geht hier NICHT um die Urheberrecht, sondern um die VERWERTUNGSrecht und beide gehoren NICHT zu den Menschenrechten.
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05.07.2011 12:40 Uhr von Klecks13
 
+3 | -0
 
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Stimmt, Urheberrechte zählen zu den Menschenrechten. Allerdings wird genau dieses Recht durch das amerikanische Copyright mit Füßen getreten, also zählt dieses Argument nicht.

Erläuterung: Das Urheberrecht schützt die Rechte des Schöpfers eines Werkes, das Copyright jedoch nur den Inhaber der Verwertungsrechte, der nicht der Schöpfer sein muss und es auch in den seltensten Fällen ist. Bei Filmen und Musikwerken liegt das Copyright so gut wie immer beim Produzenten, nicht beim Regisseur oder der Band.

@ RegenCoE
"Da die LTDs in den USA liegen wird bei der Auflösung des Namens, also wenn man nicht die IP Adresse sondern eben die URL www.<name>.com eingibt, der Traffic über die USA geroutet. "

Das stimmt nicht; Routing und Namensauflösung sind zwei paar Schuhe. Wenn du eine URL eingibst, wird diese per DNS IMMER in eine IP-Adresse aufgelöst, da das gesamte Routing ausschließlich auf IP basiert und jede Maschine im Netz -also auch der Webserber- nur über IP adressiert angesprochen werden kann.
Dabei muss auch der DNS-Server nicht in den USA stehen. Jeder Provider und jede große Firma hat ihre eigenen DNS-Server, die Einträge werden regelmäßig weltweit propagiert und updated. Die .com und .net Domains sind also nur über eine US-Firma registriert, der Traffic für diese Domains wird aber nicht zwangsläufig in den USA geroutet.

Übrigens vergibt Versigin die Domains nicht; Versigin führt lediglich die Registrierung durch. Vergeben werden die Domains von InterNIC, wo sie auch registriert und verwaltet werden. InterNIC ist eine internationale NGO, bei der die US-Behörden nicht viel mitzureden haben (auch wenn sie schon lange gerne würden).

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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05.07.2011 12:43 Uhr von Klecks13
 
+0 | -0
 
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@ pest13: Der Schutz geistigen Eigentums -also das, was in D Urheberrecht genannt wird- gehört tatsächlich zu den Menschenrechten.

Das mit dem Verwertungsrecht stimmt allerdings.
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05.07.2011 13:38 Uhr von Baran
 
+1 | -0
 
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Hoffentlich: Geht der weltterroist USA Bald pleite!!!
UNZWAR RICHTIG PLEITE!!

Dann kommt es auch in der EU zu um stürzen!

Ironie

Köpfe werden rollen
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05.07.2011 16:06 Uhr von ryzer
 
+1 | -0
 
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Guantanamo: also aufgepasst leute. wer 50-cents album nächste mal vor dem release hat kommt nach guantanamo :-)
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05.07.2011 16:24 Uhr von Testboy007
 
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@ syndikatM: Das Urheberrecht gehört zwar zu den Menschenrechten, aber die Verwertungsrechte grosser Konzerne definitiv nicht.
Daher sollen die USA mal gefälligst kleine Brötchen backen und ihre behämmerten Gesetze in ihrem !!!! Land anwenden und den Rest der Welt mit ihrem imperialistischem Gehabe verschonen...
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05.07.2011 21:14 Uhr von georgyy
 
+2 | -0
 
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Joooo is klar Was wollen die denn machen?
Die SEAL´s vorbei schicken oder was?
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05.07.2011 22:01 Uhr von Falap6
 
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harun-al-radschid: Art. 27 (2) Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz der moralischen und materiellen Interessen, die sich aus jeder wissenschaftlichen, literarischen oder künstlerischen Produktion ergeben deren Urheber er ist.

http://www.ohchr.org/...
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06.07.2011 08:40 Uhr von daiakuma
 
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...es heißt "VeriSign" *hust* :)
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06.07.2011 09:16 Uhr von tafkad
 
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@RegenCoE: Gefährliches Halbwissen, bitte verschone uns.

Danke.

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