Schauprozess? Anwälte von tunesischem Ex-Diktator Ben Ali verweigern Verteidigung
Der nach Saudi-Arabien geflohene Ex-Diktator Tunesiens wurde bereits wegen Veruntreuung in Abwesenheit zu 35 Jahren Haft und 45 Millionen Euro Strafzahlung verurteilt.
Nun folgt die zweite Anklage, weil Ben Ali "zwei Kilo minderwertiges Haschisch" besessen haben soll. Seine Pflichtverteidiger verweigern nun die Arbeit, denn der Prozess sei sowieso nur ein Schauprozess, der absurd sei.
Durch ihren Streik wollen sie zeigen, dass man hier eine "historische Gelegenheit" verpasse, Gerechtigkeit herzustellen. Der Ex-Diktator selbst lacht über diese Prozesse, die er eine "Justizkomödie" und "politische Hinrichtung" nennt.