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Anwaltskanzlei mahnte Logger-Firma ab, die auf der Suche nach Filesharer war

Der Abmahnwahn einiger Anwaltskanzleien nimmt eigenartige Konturen an. Nun wurde eine Firma Opfer einer Abmahnung, die sich eigentlich selbst auf die Jagd nach illegalen Filesharer macht. Der Fall stammt schon aus dem Jahre 2009.

Die Loggerfirma "Guardaley Ltd." hat die Konkurrenz-Firma "ipoque" angeblich dabei erwischt, wie sie das Werk "Antichrist" verbreitet. Daraufhin wurde "ipoque" von der Anwaltskanzlei Baumgarten Brandt 2010 abgemahnt. Die Firma "ipoque" behauptet allerdings, dass es nie zu der Vorgeworfenen Tat gekommen sei.

Zur angeblichen Zeit, zu der man vom Konkurrenten "Guardaley Ltd." geloggt wurde, hatte man ein Testscreening durchgeführt. Eine Verbreitung des Film wäre deswegen unmöglich gewesen. Zurzeit läuft zu diesem Fall ein Verfahren.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Suche, Firma, Anwalt, Abmahnung, Filesharer, Logger
Quelle: www.gulli.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.07.2011 11:43 Uhr von DJCray
 
+18 | -0
 
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HIHI: Ich hatte mir das ja mal selbst vorgestellt, was passiert, wenn ein Abmahnanwalt einen User abmahnt, der einen Titel von den Top100 (in einer passwortgeschützten Zip-Datei) heruntergeladen und durch die p2p-Struktur auch gleichzeitig für andere zur Verfügung gestellt hat.

Das geht ja aber nur, wenn man der Abmahnanwalt die Datei selber heruntergeladen hat und damit auch hochlädt.

Dürfen dann andere Abmahnanwälte (die andere Künstler vertreten) diesen Abmahnanwalt auch abmahnen?

Ich dachte immer:

Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus ;-)...

Gruß
DJ
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04.07.2011 12:04 Uhr von Don_Vito
 
+6 | -0
 
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Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein (oder so ähnlich)
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04.07.2011 12:08 Uhr von jpanse
 
+9 | -0
 
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Ich: dachte die haben modifizierte Clients bei denen kein Upload möglich ist?!

Diese Deppen...vorallem LOGGERFIRMA wenn ich das schon lese ... wtf?!
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04.07.2011 12:24 Uhr von jschling
 
+2 | -1
 
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gut zu wissen, so mach ich das doch auch *g*: hab mir eigentlich schon immer gedacht, dass nur kurz geloggt wid, wer/welche IP was für urheberrechtlich geschützte Dateien im Angebot hat.
Unterm Strich werden dann aber wohl keine Daten tatsächlich vom vermeindlichen Sharer runtergeladen = die eigentlich abgemahnte Straftat wird überhaupt nicht bewiesen.

Ergo: wenn man mir mal kommen sollte, dann hab ich natürlich auch nur den Dateinamen über die vorgegebene Software im Netzwerk anzeigen lassen, aber ein echter Upoad kam nie zustande - und wenn ich sage, ich sitz die ganze Zeit daneben und kille jeden sich einloggenden Client manuell :-))
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04.07.2011 12:37 Uhr von p-o-d
 
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Wenn mich meine ordentlich durchgesiebte Erinnerung nicht Lügen straft, sind die Clients der Abmahner derartig modifiziert, dass lediglich anhand der HASH-Werte verglichen wird, wer gerade bei dem bösen Überfall auf die Urheber seine Beute teilt; sprich: raubkopiert! °_°.
Selbstverständlich laden deren Clients auch keine Dateien hoch oder runter (zumindest sollten sie das nicht ;)).


Das sollte dort ähnlich wie bei den Löschanträgen bei Filehostern laufen, wo dem Hoster meist schon der Nachweis reicht dass eine Datei unter dem Namen des urheberrechtlich geschützten Materials in der... "Szene".. verbreitet wird, um entsprechende Löschungen durchzusetzen. Bei dem Vorgang ist es auch nicht nötig, jede Datei einzeln zu laden und prüfen.
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04.07.2011 13:45 Uhr von Artanis16
 
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@DJCray: Zu deiner Frage:

Für gewöhnlich screenen solche Anwälte nur nach Daten von Mandanten. Diese haben aber die Rechte an den Daten und erlauben dem Anwalt für diese Tätigkeit das Vervielfältigen. Deswegen ist das Runterladen bzw Hochladen nicht illegal. Natürlich ist es was anderes wenn Daten runtergeladen werden, deren Rechte keiner der Mandate dieses Anwaltes besitzt.

Vielleicht bringt das licht ins dunkle :)
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04.07.2011 14:15 Uhr von Marco Werner
 
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@jpanse, p-o-d, Artanis16: @jpanse
Sie behaupten,daß sie solche Clients haben (den Beweis sind sie schuldig geblieben). Gleichzeitig behaupten sie aber auch,daß es keine vollständig "dichten" Clients gibt. Na,wer findet den Widerspruch.

@p-o-d
Die Loggingfirmen behaupten,daß der Hashwert eindeutig und unfälschbar sei. Interessant wirds,wenn man sich das Leistungsspektrum dieser Firmen ankuckt. Dort werben die selben Firmen dafür, Fakefiles mit einer bestimmten Dateigröße und Hashwerk herstellen zu können. Und schon wieder haben wir einen Widerspruch.

@Artanis16
Es gab auch schon viele Fälle, in denen das Loggdatum vor der Vollmacht zum Loggen lag. Es liegt also der Verdacht nahe,daß Loggingfirmen teilweise "auf Vorrat" loggen und erst bei genug "Erfolgsaussichten" an den Rechteinhaber herantreten.
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04.07.2011 15:52 Uhr von NilsGH
 
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HASH-Werte? O.o: Es gibt ja genug modifizierte Clients ... Ein Nutzer, der also einen derartigen nutzt und somit nichts hoch lädt kann ja auch nicht abgemahnt werden. Da können die Fuzzies HASH-Werte vergleichen bis sie schwarz werden. Wenn es wirklich nur darum gehen "würde" (was ich ernsthaft bezweifele), dass sie die Werte vergleichen könnte ich mich allein auch schon dadurch vor den Geiern schützen, dass ich sie nicht in meine Shared-Files Liste reinschauen lasse. Das geht ohne Probleme. Aber auch Leute, die nicht in ihre Liste schauen lassen werden abgemahnt.

Ergo ist das mit den HASH-Werten eine Ente. Nur wer "wirklich" uploaded wird verknackt.

Also: modifizierte Clients und die Anwälte schauen in die Röhre ... :)

@News: wenn sie geloggt wurden, haben sie auch verteilt :) Den Geschäftsführer muss man mit maximaler Härte bestrafen und 5 Jahre in den Bau stecken. Er ist ein Raubkopierer! Gerade bei den "guten" in diesem Krieg müsste man ein Exempel statuieren, wenn sie illegal Dateien herunterladen. Zudem müsste man ihm auch noch eine gewerbsmäßige Handlung vorwerfen, da er mit der Tat (also der Tätigkeit des Herunterladens) einen Gewinn erzielt (=Abmahnen bzw. Logs verkaufen). Entsprechend hoch hat dann auch das Urteil auszufallen.
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04.07.2011 20:54 Uhr von farm666
 
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@day-night: Exakto mondo!

Es geht doch hier IMMER nur ums Geld.
Merkt euch das leute!!!
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05.07.2011 00:52 Uhr von Marco Werner
 
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@NilsGH: Der beste modifizierte Client nützt nichts,wenn die Abmahner einen sogenannten Honeypot aufstellen. Im Grunde genommen heißt das nichts anderes,als daß sich die Abmahner selbst als Uploader betätigen und einfach warten,daß einer was von ihnen runterlädt. Dann haben sie seine IP. Da das Grundprinzip des Filesharings "Download=gleichzeitiger Upload" ist, werden die erwischten User dann trotzdem wegen dem (theoretisch möglichen) Upload abgemahnt. Darauf, daß der vom Abgemahnten eingesetzte Client gar keinen Upload ermöglicht, nehmen die Abmahner natürlich keine Rücksicht. Müssen sie auch nicht,solange sie nicht vor Gericht ziehen. Im Grunde genommen schlußfolgern die Abmahner also hier von einem Umstand auf den anderen.
Oder um´s etwas praktischer auszudrücken: Das wäre so,als würde die Polizei aus dem bloßen Waffenkauf schonmal eine Mordanklage zurechtbasteln wollen :-D
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16.07.2011 23:59 Uhr von Borgir
 
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na, die wissen: dann doch aber wie das läuft: mod.UE und ab dafür. dann füße hochlegen, kaffee trinken und des lebens freuen.

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