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Die Deutschen haben Angst vor dem Pflegekosten-Eigenanteil

Im Falle der Pflegebedürftigkeit deckt die gesetzliche Pflegeversicherung in den seltensten Fällen die gesamten Kosten. Ein zusätzlicher Eigenanteil von bis zu 1.500 Euro pro Monat ist möglich.

Diese müssen in der Regel von der Verwandtschaft des Pflegebedürftigen übernommen werden. 66 Prozent von 1.000 Befragten haben demnach Angst vor dem künftigen Pflegekosten-Eigenanteil. Bei den 30 bis 39-Jährigen sind es sogar 74 Prozent.

Trotzdem haben nur 18 Prozent eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. Im Jahr 2020 werden geschätzte drei Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein, wobei die Pflegebedürftigkeit keine Frage des Alters ist. 20 Prozent der Pflegebedürftigen sind noch nicht einmal 65 Jahre alt.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Angst, Kosten, Deutsche, Pflege, Schätzung
Quelle: www.gesundial.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.07.2011 21:08 Uhr von Mailzerstoerer
 
+6 | -1
 
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Gut für den der allein lebt: da müssten sich dann die Pflegekassen ihren Zusatzanteil vom Sozialamt holen und die zahlen bei weitem nicht diese Summen!
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03.07.2011 01:28 Uhr von newsschecker
 
+8 | -10
 
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so ein quatsch!!! was kann die fdp dafür? fakt ist das die menschen immer älter und dadurch eben pflegebedürftig werden.Vor 20 Jahren starben 80% der Leute mit 70-75 Jahren zu Hause und heute dank des doch so supermedizinischen fortschritts siechen die alten im pflegeheim als versuchskarnickel der pharmaindustrie vor sich hin.

man ihr habt doch keine ahnung!!!!!
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03.07.2011 02:24 Uhr von Finalfreak
 
+13 | -0
 
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Aktive Sterbehilfe legalisieren: und das Problem ist gelöst.
Hört sich böse an, ist aber die harte Wahrheit.
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03.07.2011 03:39 Uhr von nona|v|e
 
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an meine beiden verblendeten vorredner: nehmt euch die 2min zeit um folgenden link anzuhoeren... http://www.youtube.com/... vll sollte man sich die schweiz doch als vorbild nehmen, ich denke das wuerde auch das problem der pflegefinanzierung loesen
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03.07.2011 03:58 Uhr von nona|v|e
 
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03.07.2011 13:06 Uhr von marcel385
 
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ein großes problem ist die fehlende patientenverfügung, in der derjenige sämtliche lebenserhaltenden maßnahmen vorneweg ablehnen kann. fehlt diese, werden sämtliche medizinischen und pflegerischen möglichkeiten ausgeschöpft, um denjenigen so lange wie möglich am "leben" zu erhalten.

folgendes beispiel: ein demenzkranker isst oder trinkt nichtmehr weil er entweder nichtmehr weiß, was das ist oder weil er einfach nur sterben will. damit er nicht jämmerlich verdurstet oder verhungert wird ihm einfach ne peg gelegt. mit dieser kann er dann durchaus jahrelang "vor sich hin siechen", ohne auch nur einen schluck oder bissen zu sich genommen zu haben. was das an kosten verursacht, kann sich eigl jeder denken, der sich bissl mit der materie befasst hat. davon mal abgesehen weiß man auch nicht, ob derjenige es überhaupt will/wollte.

hätte derjenige eine patientenverfügung gehabt, in der er solche maßnahmen komplett ablehnt, wäre es dazu nicht gekommen.

aber nochmal zu der news allgemein: ja pflege ist teuer, sollte aber jedem wert sein. aber irgendwie ist das typisch, die angehörigen wollen so wenig wie möglich bezahlen aber trotzdem wenns geht ne 1zu1 24/7 rund um die uhr betreuung.
aber wehe es ist mal irgendwas mit dem pflegebedürftigen. da wird von den angehörigen oftmals auf teufel komm raus nach irgendwelchen dingen gesucht, um die einrichtung auf schmerzensgeld o.ä. zu verklagen. und nein, das ist kein witz
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04.07.2011 00:10 Uhr von craschboy
 
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@Mailzerstörer: Wo hast Du denn diese Weisheit her?
Nur mal nebenbei, die Pflegekasse gehört zum Bund, Sozialamt zur Kommune.

Der Pflegebetrag der Kasse ist gedeckelt. Das Sozialamt kommt bei Härtefällen für die restlichen Kosten auf. Und die liegen oftmals höher als der Betrag der Pflegekasse.
Bei weiteren Fragen nur zu. Bin Leiter einer Pflegeinrichtung.
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04.07.2011 08:27 Uhr von bretto
 
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kein Wunder: 66 Prozent von 1.000 Befragten haben demnach Angst vor dem künftigen Pflegekosten-Eigenanteil. Bei den 30 bis 39-Jährigen sind es sogar 74 Prozent.
Klingt für mich normal wenn man sich mal anschaut was hier so in MV verdient wird. http://www.ndr.de/...
Zwischen 70 und 90 % arbeiten als Niedriglöhner und verdienen grad mal 1000€ davon soll man den Pflegekostenanteil bezahlen und noch selber vorsorgen.Wobei mit privaten Pflegeversicherungen auch mal schnell das Geld verbrannt werden kann.Bei aller aller Liebe zu meiner Verwandtschaft sowas is einfach nicht drin.Und da kann man schon Angst bekommen

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