Physik und tibetische Klangschalen
Die ursprünglich als Küchengerät fungierende Klangschale ist, in einer am 1. Juli im Magazin "Nonlinearity" erscheinenden Arbeit, zum Hauptforschungsgegenstand des Physikers John Bush geworden. Die aus Kupfer, Zink, Eisen und weiteren Metallen bestehende Schale wird traditionell mit einem Schlägel bespielt.
Zur Untersuchung der Wechselwirkung zwischen flüssigen und festen Materialien, die z.B. beim Bau von offshore Windkraftwerken entstehen, wurde die Schale mit Wasser gefüllt und anschließend gespielt. Dabei entstehende Tropfen sind das Ergebnis von Wellenbrechungen aufgrund der Verformung der Schale.
Die dazu mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommenen Bilder sollen einen Beitrag zur künftigen, verbesserten Entwicklung von Einspritzdüsen, Parfümsprays etc. liefern, weil die Arbeit darin Einblick gibt, wie sich Tropfen entwickeln, sie beschleunigt werden und von der Oberfläche abprallen.