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Atom-Aus: Ist das Elektroauto in Gefahr?

Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, schon sehen manche "Experten" das Elektroauto in Gefahr. Einmal mehr allerdings sind die Meinungen geteilt.

Die einen prophezeien steigende Energiepreise, weswegen das Elektroauto unrentabel wird. Außerdem steigen die CO2-Emissionen, da Energie ohne Atom nun mehr aus Kohle und anderen (fossilen) Energiequellen erzeugt werden muss.

Die andere Seite sieht selbst bei steigenden Kosten keine Gefahr. Eine interessante Rechnung etwa kommt von der Uni Duisburg, nach welcher ein Nissan Leaf billiger wäre als ein Opel Astra - selbst bei 30 Cent/kWh.


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WebReporter: DP79
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Gefahr, Aus, Energie, Elektroauto, Atom, Ausstieg
Quelle: www.green-motors.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2011 19:14 Uhr von DP79
 
+7 | -1
 
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Einmal mehr finden sich Für- und Gegensprecher, letzten Endes wird einmal mehr nur allein die Zeit zeigen, wer richtig liegt. Gute Argumente jedenfalls bieten beide Seiten...
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01.07.2011 19:35 Uhr von ZzaiH
 
+16 | -6
 
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achwas kein problem: mit dem atomausstieg halbieren wir unseren produzierten strom zwar und mit einem umstieg vom benzin- aufs elektroauto wird der verbrauch nur um (mindestens) 200% steigen
aber kein problem wir haben soviel strom in deutschland - der kommt sogar aus den wänden raus - einfach so...!
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01.07.2011 21:04 Uhr von gamer9991
 
+3 | -5
 
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Auf kurze und mittlere Sicht ist der Atomausstieg ein Schuss ins eigene Bein gewesen, weil es soviel kostet. Aber auf lange Sicht gesehen ist es profitabel da:

1.) Arbeitsplätze werden geschaffen
2.) Investitionen getätigt
3.) Höherer Umsatz (Solarzellen, Kabel, Windräder, Wasserkraftwerke etc), demzufolge sprudeln die Steuerquellen
4.) Riesige Kosten versursacht durch Transport und Zwischenlagerung bzw Endlagerung von radioaktiven Abfall werden getilgt

Das ist wie gesagt ein großer Vorteil auf lange Sicht gesehen, hinzu kommt noch, dass früher oder später jedes Land darauf umsteigen muss zumindest teilweise, und dann kann da Deutschland richtig Geld scheffeln mit KnowHow, Patenten, Produkten... Kurzfristig zahlen wir alle mehr, das ist klar aber unterm Strich, sollte zumindest die nächste Generation was davon haben
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01.07.2011 21:08 Uhr von Ottokar VI
 
+3 | -3
 
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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Die Bemühungen der Atomlobby sind schon beachtlich, den Menschen den Ausstieg madig zu machen, oder zumindes Ängste zu schüren. Obs helfen wird? Keine Ahnung. Ich hoffe nicht.
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01.07.2011 22:09 Uhr von Deathmachine
 
+3 | -3
 
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@gamer9991: Interessant, wie du dir selbst widersprichst - in Punkt 1-3 sind Kosten/Aufwand "Investitionen und Arbeitsplätze", während es in Punkt 4 plötzlich "Riesige Kosten" sind - diese subjektive Wortwahl als objektive Aufzählung zu verkaufen passt nicht ganz.


@Topic:

Ich denke auch, dass der Ausstieg aus der Kernenergie nicht der richtige Weg ist.
Wenn das ganze ordentlich gemacht wird (soll heissen: keine 2-Mann-Experimente a la Tschernobyl, keine maroden Kisten a la Fukushima und kein "Oh mein Gott ein Trafo ist kaputt wir werden alle sterben" a la Krümel) halte ich das Risiko für vernachlässigbar (und kommt nicht mit "es darf gar kein Restrisiko geben - die meisten Menschen fahren auch mitm Auto oder gehen spazieren, trotz dass es da auch nen Restrisiko gibt).
Außerdem ist es mir lieber wenn irgendwo der radioaktive Schrott verbuddelt wird als wenn wir noch mehr Dreck in die Luft pusten (der größte Teil CO² wird in Deutschland durch Kraftwerke und Großindustrie verursacht, aber da interessiert es keinen - nur bei den Autos, die mittlerweile sehr sauber sind, heulen alle).
Regenerative Energien sind zwar an sich nicht schlecht, aber bis man damit 1. den großen Energiebedarf decken und 2. die Energie auch nur einigermaßen sinnvoll speichern kann reichen diese leider bei weitem nicht aus, und dann bleibt nur noch Gas/Kohle über - bis irgendwann gegen 2050 die ersten Fusionsreaktoren an den Start gehen, nur bis dahin sinds noch einige Winter.

Das ist jedenfalls meine Meinung, gespickt mit ein paar Fakten.
Gruß
Deathmachine

Edit:
Ganz vergessen, ich wollte BastB noch zustimmen - Elektroantrieb ist an sich zwar toll, aber genau wie bei den regenerativen Energien fehlt einfach der sinnvolle Speicher - Akkus sind für große Energiemengen einfach schlecht. Lösen könnte das Problem unter Umständen Wasserstoffantriebe und entsprechende Anlagen, die diesen mit regenerativer Energie produzieren - aber auch das ist noch lange nicht Massentauglich, auch wenn z.B. Mercedes sehr stark am entwickeln ist.

[ nachträglich editiert von Deathmachine ]
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01.07.2011 23:00 Uhr von gamer9991
 
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Deathmachine: Inwiefern widerspricht sich das?

1-3 sind verschiedene Argumente die man aufzählt 4. ist zwar nicht objektiv aber die Kosten für Lagerung und Transport von Atommüll belaufen sich in Millionenhöhe.

Wenn die Umsätze bzw die Nachfrage steigt, dann entstehen neue Arbeitsplätze, diese sind aber selbstverständlich mit Investitionen und dem Verbrauch gekoppelt das ist ganz klar, simple Volkswirtschaft. Ich habe es als 3 Puntke aufgezählt, weil diese Laien oft nicht klar werden, weil sie die Zusammenhänge der Wirtschaft nicht verstehen

Was den Elektroantrieb berifft stimme ich dir 100% zu

[ nachträglich editiert von gamer9991 ]
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01.07.2011 23:08 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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OMFG: Warum bauen die keine Fotovoltaik-Autos? Die wollen mich wohl alle veräppeln...achso, stimmt...damit lässt sich ja kein Geld verdienen für die armen Multis :( Oooh, das tut mir jetzt aber leid. Ach Kacke! Die regieren uns ja. Achso, ok, dann wars das jetzt mit dem Elektroauto. ^.^
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01.07.2011 23:49 Uhr von U.R.Wankers
 
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neues Weltuntergangsgeheule: und anscheinend ist das noch nicht mal jemand peinlich
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02.07.2011 20:24 Uhr von Deathmachine
 
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@gamer9991: Ich verstehe schon was du meinst - ich find es nur komisch, dass du bei den Punkten 1-3 entstehende Kosten als "Investitionen" bezeichnest, während es bei Punkt 4 "riesige Kosten" sind - dabei ist es immer das gleiche, nämlich Aufwand, der zur Stromproduktion getätigt wird, und dabei werden eben Arbeitsplätze geschaffen und Geld "verbraucht".
Oder anders gesagt: Ich finde, dass man grade bei einer Liste solche subjektive Wortwahl vermeiden sollte.


@ZiemlichBelanglos:

An sich ne gute Idee, ABER:
1. Sonnenlicht ist immer unterschiedlich da - man müsste den Strom also zwischenspeichern und bräuchte damit wieder Batterien (die immernoch das einzige Problem bei der Vermarktung und Produktion von Elektrofahrzeugen sind).
2. Photovoltaik ist wenig effizient - Wikipedia sagt dazu:
"Für eine Nennleistung von 1 kW werden Solarzellen mit einer Fläche von etwa 8–10 m² benötigt. Daraus ergibt sich für eine neue Anlage ein tatsächlicher Energieertrag von etwa 70–125 kWh pro Quadratmeter und Jahr (entspricht einer mittleren Leistungsabgabe von 8 bis 14,3 W pro Quadratmeter)."
Wer mit Watt nichts anfangen kann: 1PS sind umgerechnet 735W - um einen Kleinwagen anzutreiben bräuchte man also schon eine sehr große Fläche...

Es sind also nicht immer die Ölmultis schuld, manchmal mischt sich die gute alte Physik auch mal mit ein ;)


Ich muss U.R.Wankers übrigens zustimmen, grade die Massenmedien machen heutzutage aus jeder Fliege einen Elefanten, und grade bei den Seuchen und Weltuntergangsszenarien sind die ganz schnell...
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04.07.2011 16:25 Uhr von Bleifuss88
 
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Ob mir oder ohne Atomstrom: Freut euch schonmal auf die Strompreise, wenn die Deutschen ernsthaft anfangen, ihr Auto mit strom zu tanken. Wenn Benzin teuer wird, müssen nur die autofahrer bezahlen. Wenn Strom teurer wird, trifft jeden Einzelnen von uns.
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18.07.2011 21:38 Uhr von spamsucks
 
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strom wird eh immer teurer egal woher der kommt.

btw: die deutschen sollten mal vom ihren "ohne mein auto kann ich mir meine brötchen nicht mehr vom 500 meter entfernten bäcker holen"-trip runter kommen. nutzt den öpnv, fahrt mit dem fahrrad oder geht ganz einfach mal zu fuß. bei den beiden letzteren sind die strompreise dann reichlich egal.

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