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01.07.11 19:14 Uhr
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Atom-Aus: Ist das Elektroauto in Gefahr?

Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, schon sehen manche "Experten" das Elektroauto in Gefahr. Einmal mehr allerdings sind die Meinungen geteilt.

Die einen prophezeien steigende Energiepreise, weswegen das Elektroauto unrentabel wird. Außerdem steigen die CO2-Emissionen, da Energie ohne Atom nun mehr aus Kohle und anderen (fossilen) Energiequellen erzeugt werden muss.

Die andere Seite sieht selbst bei steigenden Kosten keine Gefahr. Eine interessante Rechnung etwa kommt von der Uni Duisburg, nach welcher ein Nissan Leaf billiger wäre als ein Opel Astra - selbst bei 30 Cent/kWh.


WebReporter: DP79
Rubrik:   Auto / Green Cars
Schlagworte: Gefahr, Aus, Energie, Elektroauto, Atom, Ausstieg
Quelle: www.green-motors.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Einmal mehr finden sich Für- und Gegensprecher, letzten Endes wird einmal mehr nur allein die Zeit zeigen, wer richtig liegt. Gute Argumente jedenfalls bieten beide Seiten...
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen achwas kein problem   
 
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01.07.2011 19:35 Uhr von ZzaiH
mit dem atomausstieg halbieren wir unseren produzierten strom zwar und mit einem umstieg vom benzin- aufs elektroauto wird der verbrauch nur um (mindestens) 200% steigen
aber kein problem wir haben soviel strom in deutschland - der kommt sogar aus den wänden raus - einfach so...!
Kommentar ansehen Das Elektroauto ist nicht in Gefahr   
 
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01.07.2011 19:39 Uhr von bertl058
Aber der CO2-Ausstoss steigt.

http://www.faz.net/...

http://www.faz.net/...
Kommentar ansehen ...   
 
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01.07.2011 19:59 Uhr von BastB
"Auf Basis des Nissan LEAF hat die Universität eine Beispielrechnung erstellt, in welcher 15.000 Kilometer pro Jahr bei 24 Cent/kWh 622,32 Euro kosten. Mit einem konventionellen Verbrennungsmotor (mit dem Opel Astra als Beispiel) und einem Literpreis von rund 1,50 Euro für Super liegen die Kosten hingegen bei 1.597,50 Euro. Der Elektroantrieb im LEAF ist klar billiger."

1.597,50 - 622,32 = 975,18 €.

Ein Leaf wird rund 32.000 € kosten, ein Astra mit 115 PS und umfangreicher Ausstattung kostet rund 21.000 €,
macht 11.000 €, die der Leaf erstmal wieder einspielen muss. Auch wenn man günstigere Steuern einrechnet, wird es mehr als 10 Jahre dauern, bis der LEAF überhaupt mal schwarze Zahlen schreibt und dann könnte es schon wieder bedeuten, dass neue, teure Akkus angeschafft werden müssen und nicht zu vergessen, die vielen Nachteile: geringe Reichweite von ca 160 km, lange Ladezeiten, kaum Erfahrungen in der Zuverlässigkeit, sehr unflexibel (Familienurlaub am anderen Ende des Landes ist damit nicht drin) etc...
Beim jetzigen Stand der Technik müssten E-Autos schon deutlich günstiger als vergleichbare Benziner sein, damit sie sich, objektiv gesehen, überhaupt lohnen.
Kommentar ansehen @ BastB   
 
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01.07.2011 20:55 Uhr von weimargg
du hast recht, nur würde das system kollabieren wenn nicht jedes jahr ca 3% wirtschaftssteigerung vorhanden ist und desshalb muss das e-auto teurer sein als sein vorgänger der benziner und jetzt must du nur noch spezialisten ausbilden die dir das blaue vom himmel erzählen und das du mit dem neuen e-auto geld sparst ohne ende, nachrechen können 95% der mensche das eh nicht.
du siehst also der pferdefuß ist im system zu finden und die neuen produkte werden danach designt.
Kommentar ansehen ...   
 
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01.07.2011 21:04 Uhr von gamer9991
Auf kurze und mittlere Sicht ist der Atomausstieg ein Schuss ins eigene Bein gewesen, weil es soviel kostet. Aber auf lange Sicht gesehen ist es profitabel da:

1.) Arbeitsplätze werden geschaffen
2.) Investitionen getätigt
3.) Höherer Umsatz (Solarzellen, Kabel, Windräder, Wasserkraftwerke etc), demzufolge sprudeln die Steuerquellen
4.) Riesige Kosten versursacht durch Transport und Zwischenlagerung bzw Endlagerung von radioaktiven Abfall werden getilgt

Das ist wie gesagt ein großer Vorteil auf lange Sicht gesehen, hinzu kommt noch, dass früher oder später jedes Land darauf umsteigen muss zumindest teilweise, und dann kann da Deutschland richtig Geld scheffeln mit KnowHow, Patenten, Produkten... Kurzfristig zahlen wir alle mehr, das ist klar aber unterm Strich, sollte zumindest die nächste Generation was davon haben
Kommentar ansehen Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?   
 
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01.07.2011 21:08 Uhr von Ottokar VI
Die Bemühungen der Atomlobby sind schon beachtlich, den Menschen den Ausstieg madig zu machen, oder zumindes Ängste zu schüren. Obs helfen wird? Keine Ahnung. Ich hoffe nicht.
Kommentar ansehen @gamer9991   
 
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01.07.2011 22:09 Uhr von Deathmachine
Interessant, wie du dir selbst widersprichst - in Punkt 1-3 sind Kosten/Aufwand "Investitionen und Arbeitsplätze", während es in Punkt 4 plötzlich "Riesige Kosten" sind - diese subjektive Wortwahl als objektive Aufzählung zu verkaufen passt nicht ganz.


@Topic:

Ich denke auch, dass der Ausstieg aus der Kernenergie nicht der richtige Weg ist.
Wenn das ganze ordentlich gemacht wird (soll heissen: keine 2-Mann-Experimente a la Tschernobyl, keine maroden Kisten a la Fukushima und kein "Oh mein Gott ein Trafo ist kaputt wir werden alle sterben" a la Krümel) halte ich das Risiko für vernachlässigbar (und kommt nicht mit "es darf gar kein Restrisiko geben - die meisten Menschen fahren auch mitm Auto oder gehen spazieren, trotz dass es da auch nen Restrisiko gibt).
Außerdem ist es mir lieber wenn irgendwo der radioaktive Schrott verbuddelt wird als wenn wir noch mehr Dreck in die Luft pusten (der größte Teil CO² wird in Deutschland durch Kraftwerke und Großindustrie verursacht, aber da interessiert es keinen - nur bei den Autos, die mittlerweile sehr sauber sind, heulen alle).
Regenerative Energien sind zwar an sich nicht schlecht, aber bis man damit 1. den großen Energiebedarf decken und 2. die Energie auch nur einigermaßen sinnvoll speichern kann reichen diese leider bei weitem nicht aus, und dann bleibt nur noch Gas/Kohle über - bis irgendwann gegen 2050 die ersten Fusionsreaktoren an den Start gehen, nur bis dahin sinds noch einige Winter.

Das ist jedenfalls meine Meinung, gespickt mit ein paar Fakten.
Gruß
Deathmachine

Edit:
Ganz vergessen, ich wollte BastB noch zustimmen - Elektroantrieb ist an sich zwar toll, aber genau wie bei den regenerativen Energien fehlt einfach der sinnvolle Speicher - Akkus sind für große Energiemengen einfach schlecht. Lösen könnte das Problem unter Umständen Wasserstoffantriebe und entsprechende Anlagen, die diesen mit regenerativer Energie produzieren - aber auch das ist noch lange nicht Massentauglich, auch wenn z.B. Mercedes sehr stark am entwickeln ist.

[ nachträglich editiert von Deathmachine ]
Kommentar ansehen Deathmachine   
 
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01.07.2011 23:00 Uhr von gamer9991
Inwiefern widerspricht sich das?

1-3 sind verschiedene Argumente die man aufzählt 4. ist zwar nicht objektiv aber die Kosten für Lagerung und Transport von Atommüll belaufen sich in Millionenhöhe.

Wenn die Umsätze bzw die Nachfrage steigt, dann entstehen neue Arbeitsplätze, diese sind aber selbstverständlich mit Investitionen und dem Verbrauch gekoppelt das ist ganz klar, simple Volkswirtschaft. Ich habe es als 3 Puntke aufgezählt, weil diese Laien oft nicht klar werden, weil sie die Zusammenhänge der Wirtschaft nicht verstehen

Was den Elektroantrieb berifft stimme ich dir 100% zu

[ nachträglich editiert von gamer9991 ]
Kommentar ansehen OMFG   
 
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01.07.2011 23:08 Uhr von ZiemlichBelanglos
Warum bauen die keine Fotovoltaik-Autos? Die wollen mich wohl alle veräppeln...achso, stimmt...damit lässt sich ja kein Geld verdienen für die armen Multis :( Oooh, das tut mir jetzt aber leid. Ach Kacke! Die regieren uns ja. Achso, ok, dann wars das jetzt mit dem Elektroauto. ^.^
Kommentar ansehen neues Weltuntergangsgeheule   
 
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01.07.2011 23:49 Uhr von U.R.Wankers
und anscheinend ist das noch nicht mal jemand peinlich
Kommentar ansehen @gamer9991   
 
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02.07.2011 20:24 Uhr von Deathmachine
Ich verstehe schon was du meinst - ich find es nur komisch, dass du bei den Punkten 1-3 entstehende Kosten als "Investitionen" bezeichnest, während es bei Punkt 4 "riesige Kosten" sind - dabei ist es immer das gleiche, nämlich Aufwand, der zur Stromproduktion getätigt wird, und dabei werden eben Arbeitsplätze geschaffen und Geld "verbraucht".
Oder anders gesagt: Ich finde, dass man grade bei einer Liste solche subjektive Wortwahl vermeiden sollte.


@ZiemlichBelanglos:

An sich ne gute Idee, ABER:
1. Sonnenlicht ist immer unterschiedlich da - man müsste den Strom also zwischenspeichern und bräuchte damit wieder Batterien (die immernoch das einzige Problem bei der Vermarktung und Produktion von Elektrofahrzeugen sind).
2. Photovoltaik ist wenig effizient - Wikipedia sagt dazu:
"Für eine Nennleistung von 1 kW werden Solarzellen mit einer Fläche von etwa 8–10 m² benötigt. Daraus ergibt sich für eine neue Anlage ein tatsächlicher Energieertrag von etwa 70–125 kWh pro Quadratmeter und Jahr (entspricht einer mittleren Leistungsabgabe von 8 bis 14,3 W pro Quadratmeter)."
Wer mit Watt nichts anfangen kann: 1PS sind umgerechnet 735W - um einen Kleinwagen anzutreiben bräuchte man also schon eine sehr große Fläche...

Es sind also nicht immer die Ölmultis schuld, manchmal mischt sich die gute alte Physik auch mal mit ein ;)


Ich muss U.R.Wankers übrigens zustimmen, grade die Massenmedien machen heutzutage aus jeder Fliege einen Elefanten, und grade bei den Seuchen und Weltuntergangsszenarien sind die ganz schnell...
Kommentar ansehen Ob mir oder ohne Atomstrom   
 
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04.07.2011 16:25 Uhr von Bleifuss88
Freut euch schonmal auf die Strompreise, wenn die Deutschen ernsthaft anfangen, ihr Auto mit strom zu tanken. Wenn Benzin teuer wird, müssen nur die autofahrer bezahlen. Wenn Strom teurer wird, trifft jeden Einzelnen von uns.
Kommentar ansehen strom wird eh immer teurer..   
 
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18.07.2011 21:38 Uhr von spamsucks
..egal woher der kommt.

btw: die deutschen sollten mal vom ihren "ohne mein auto kann ich mir meine brötchen nicht mehr vom 500 meter entfernten bäcker holen"-trip runter kommen. nutzt den öpnv, fahrt mit dem fahrrad oder geht ganz einfach mal zu fuß. bei den beiden letzteren sind die strompreise dann reichlich egal.

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