01.07.11 15:18 Uhr
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Verbände fordern längere Sattelzüge, lehnen Gigaliner jedoch ab

Sattelzüge sollen künftig 17,85 Meter lang sein dürfen - und damit um 1,35 m länger als bisher. Das fordern der Transport- und Speditionsverband BGL und der ADAC in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Die verlängerten Sattelzüge könnten dann zwei so genannte Wechselbrücken einer bestimmten Größe gleichzeitig befördern. Auch 45- beziehungsweise 48-Fuß-Container, die im Seeverkehr immer häufiger eingesetzt werden, könnten dann ohne Überlänge befördert werden.

Die seit längerem in der Branche diskutierte Verlängerung von Gliederzügen (Lkw und Anhänger) von derzeit 18,75 auf 25,25 Meter (Gigaliner) lehnen die Verbände unter anderem aus Sicherheitsgründen ab. Eine moderate Verlängerung der Sattelzüge sei aber wirtschaftlich sinnvoll, argumentieren sie.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Autobahn, LKW, ADAC, Verband, Verlängerung, Lastwagen, Gigaliner
Quelle: www.verkehrsrundschau.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2011 15:37 Uhr von Klassenfeind
 
+1 | -8
 
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Jaa, na klar !! Es sind ja noch nicht genug "Riesenklopper" unterwegs, die den Verkehr so herrlich stauen...

Ironie / Sarkasmus aus
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01.07.2011 15:50 Uhr von AsphaltCowboy
 
+7 | -2
 
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Ich verstehe nicht was gegen die Gigaliner sprechen würde, langsamer als die bisherigen LKWs sind sie nicht, dafür wendiger, und es werden für die gleiche Transportmenge weniger gebraucht.
Mal abgesehen davon schonen sie die Straße, da die spezifische Achslast geringer ist und was auch nicht zu verachten ist, dass der Mehrverbrauch nur geringfügig höher, was aber durch das mehr an Ladekapazität locker wieder rausgeholt wird...
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01.07.2011 16:21 Uhr von bigpapa
 
+3 | -4
 
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@AsphaltCowboy: Zitat :" Ich verstehe nicht was gegen die Gigaliner sprechen würde"

Ganz einfach. Das ist ein Teil mit ANHÄNGER. Und so ein Teil muss man erst mal fahren können, und selbst wenn du es kannst. Versuch mal so ein Viech um ein engen Kreisverkehr oder noch schlimmer Rückwärts in eine enge Einfahrt zu fahren.

Bei den Teil was die da vorschlagen ist es "nur" 1.5 Meter länger. Und erspart den Leuten die Überlängenverordnung.

Gruß

BIGPAPA
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01.07.2011 17:23 Uhr von 338LM
 
+2 | -3
 
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@bigpapa: Gigaliner haben lenkbare Achsen am Auflieger, ich habe mal einen Test gesehen, in dem der Gigaliner problemlos durch den Kreisverkehr gezirkelt ist.

Gigaliner sind deutlich wirtschaftlicher als herkömmliche LKWs und das Argument der "Unsicherheit" wurde schon ewig ins Feld geführt und m.W. wiederlegt.
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01.07.2011 17:50 Uhr von bigpapa
 
+6 | -2
 
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@338LM: Mich würde der Kreisverkehr interessieren den die da genommen haben.

Aber ich erzähl dir mal eine wahre Geschichte.

Wie haben in der Firma 3 Rampen für LKW´s . Ich hab schon gesehen das es ein LKW-Fahrer in 40 Sek. geschafft hat, seine langes Teil an die Rampe zu setzen. Ich hab auch gesehn das es einer nach 50 Min. noch immer nicht geschafft hat. Der Schnitt lag bei 6-10 Min.

Was will ich damit sagen. Alle werden sehr wahrscheinlich ihren Führerschein haben. Nur der Führerschein ist relativ einfach, mit so ein Teil umgehen nicht. Und unsere Land ist einfach nicht für so Gigaliner gebaut worden. Beides zusammen ist in mein Augen eine wesentlich erhöhte Gefahrenquelle.

Besonders wenn man wie in einer anderen News hier gesagt wurde, den LKW - Schein noch einfacher als bisher bekommen kann.

Gruß

BIGPAPA
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01.07.2011 19:15 Uhr von AsphaltCowboy
 
+0 | -1
 
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Danke 338LM: Wie du schon gesagt hast, haben die eine gelenkte Achse mehr, dadurch sin die 2 einzelteile wendiger als 1 Sattelauflieger allein.
Das die Fahrer lernen müssen damit umzugehen ist klar, auf der anderen Seite lässt sich ein kurzer LKW mit großem Anhänger auch nicht großartig anders Bewegen.
Zur Sicherheit:
Wenn die Gigaliner kommen, werden die alle erdenklichen Assistenten an Bord haben, z. B. Abstandsradar mit Notbremsfunktion, Müdigkeitswarner etc.
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01.07.2011 19:52 Uhr von mia_w
 
+2 | -2
 
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@bigpapa: Zu lesen ist, dass Gigaliner nur auf sicherheitstechnisch sicheren, vorher getesteten Strecken fahren dürfen. Kreisverkehre, die sie nicht passieren können wegen der Enge, wird es also auf ihren Routen nicht geben.

[ nachträglich editiert von mia_w ]
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01.07.2011 20:12 Uhr von 338LM
 
+2 | -3
 
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Der Fahrer des Gigaliners: in der Berichterstattung, die ich gesehen hatte, meinte, er hätte sich schnell an das Fahrzeug gewöhnt und ihm sei kein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu normalen LKW aufgefallen.

Und der Kreisverkehr, den der da gefahren ist, war ein ganz normaler 08/15 Kreisel wie er auch an der Einmündung zu Bundesstraßen/Landstraßen zu finden ist.

Aber de facto bin ich weder LKW Fahrer, noch jemals einen Gigaliner gefahren, wirklich beurteilen kann ich das Fahrverhalten also nicht.
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01.07.2011 20:51 Uhr von LLCoolJay
 
+10 | -1
 
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Gigaliner: können durchaus Sinn machen. Man muss bedenken, dass diese Gigaliner nicht benutzt werden um von Tür zu Tür zu fahren.

Sie würden auf langen Strecken, quer durch Deutschland und Europa eingesetzt.
Für Komplettladungen, für Milkruns (mehrere grössere Teilpartien auf einem LKW), für den Transprot von einem Umschlagslager zum anderen, usw.

Man braucht sich also keine Sorgen zu machen das man die LKWs in engen KReisverkehren oder Innenstädten vorfindet.


Was ich dennoch als Nachteil sehe, ist dass wenn ein Gliederzug, Sattel-LKW, Megatrailer, Jumbo, etc auf der Autobahn einen Unfall hat und umfliegt ist das schlimm genug.
Aber bei einem LKW, der ca. 10 to mehr Nutzlast hat und auch mehr Eigengewicht sehe ich da eine potentielle Gefahr.
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01.07.2011 21:36 Uhr von LLCoolJay
 
+4 | -3
 
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Herrgott nochmall: warum denn dieses Minus?

Weil ich seit Jahren im Transport- und Logistikgewerbe arbeite?
Weil ich mich daher beruflich mit Gigalinern und längeren Aufliegern beschäftigt habe?
Weil ich weiss wo die LKWs eingesetzt werden und wie?

Bitte ein +, sonst kann ich nicht schlafen. Danke.
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02.07.2011 00:18 Uhr von smg03
 
+0 | -2
 
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@LLCoolJay: bei gigalinern bleibt das gg gleich, max 44 t.

[ nachträglich editiert von smg03 ]
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02.07.2011 07:51 Uhr von LLCoolJay
 
+4 | -0
 
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smg03: nee..

Niedersachen hat 2006 dazu ein Pilotprojekt gestartet. Dieses sind Fahrzeuge, die bis zu 25,25m lang und bis zu 60t schwer sein dürfen.
(brinkrolf.de)

Schon seit 1970 gibt es in Finnland und Schweden die Fahrzeuggattung EuroCombi, deren Gewicht bis zu 60 Tonnen beträgt
(wikipedia)

Mit 60 Tonnen Gesamtgewicht und 25 Metern Länge sind die Riesen-Lkw sieben Meter länger und 20 Tonnen schwerer als bisher zugelassene Lkw
(auto-motor-sport.de)


Was du meinst ist aber dass bisher (!!) diese 60-to-LKWs nicht vollständig zugelassen sind, sondern nur deren abgelastete Version mit wie bisher 40 to, bzw. leicht erhöht 44 to.
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02.07.2011 14:23 Uhr von smg03
 
+0 | -0
 
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LLCoolJay: ich bin zufälligerweiße oft bei meyer und meyer in niedersachsen und ich bin mir zu einhunder prozent sicher das die genehmigung nur bis 44 tonnen gilt wie in diesem artikel beschrieben.

http://www.verkehrsrundschau.de/...

ich kann auch gerne nochmal den fuhrparkleiter anrufen...

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