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Zwei Jahre Haft ohne Bewährung für Todesfahrer

Zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung hat das Landgericht Darmstadt am Donnerstag den Fahrer eines Geländewagens verurteilt. Das Fahrzeug, besetzt mit drei weiteren Personen, landete im Dezember 2008 im Main. Dabei kamen zwei 17-jährige Mädchen um.

Fahrer und Beifahrer, hatten sich aus dem Fahrzeug befreit, die Mädchen ertranken, weil die hinteren Türen blockiert waren. Ursprünglich war der Fahrer sogar zu drei Jahren Haft verurteilt worden, wogegen er Berufung einlegte. Sein Anwalt und sogar der Staatsanwalt plädierten auf Bewährungsstrafe.

Der Richter lehnte dies unter anderem mit der Begründung ab, dass er keine Reue bei dem Angeklagten erkennen könne. "Wir sind zwar der Überzeugung, es tut Ihnen alles furchtbar leid - aber nur wegen der Folgen für Sie selbst", betonte der Vorsitzende Richter Christoph Breuer.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Haft, Fahrer, Bewährung, Main
Quelle: www.fr-online.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2011 15:30 Uhr von Bender-1729
 
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Sicherlich gerechtfertigte Strafe, aber trotzdem verstehe ich auch hier die deutsche Justiz wieder nicht. Man muss sich nur mal die Linkvorschläge unter dieser Meldung ansehen und es fallem einen sofort Meldungen wie

"Berlin: Mutter, die ihr Baby aus dem Fenster warf und dabei tötete, erhielt Bewährung"

ins Auge. Sicherlich hat der Täter im vorliegenden Fall die Strafe mehr als verdient, aber wieso bekommt eine Frau, die vorsätzlich ihr eigenes Kind tötet eine wesentlich geringere Strafe als ein halbwüchsiger, der beim Versuch sich wichtig zu machen (sicherlich NICHT mit Absicht) in einen Fluss fährt?

Das ergibt keinen Sinn und zeigt wieder einmal sehr deutlich die Willkür des deutschen Justizsystems.
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01.07.2011 15:52 Uhr von kickingcrocodile
 
+4 | -0
 
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@ Bender-1729: Ich lese immer wieder von der Willkür des DEUTSCHEN Systems - aber ist es denn anderswo so viel besser? Sind Gerichtsverhandlungen nicht immer mit Emotionen und Willkür besetzt - selbst dann, wenn es 12 Geschworene gibt? Recht hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun - das lernt der Jura-Student in der ersten Stunde. Und leider ist das auch so.

Der Vergleich mit dem Fall des getöteten Kiindes hinkt. Jeder Fall liegt anders. Der News nach scheint es sich um eine Verweiflungstat gehandelt zu haben. Vielleicht war sie auch geistig umnachtet oder es gibt noch einen anderen Grund. Alles schlimm, sicher. Aber nicht vergleichbar mit grober Fahrlässigkeit in Verbindung mit Großspurigkeit und Gefühlskälte. Ich maße mir nicht an, zu sagen, dass diese Mutter eine höhere oder ebenso hohe Strafe verdient hätte.

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