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Metallarbeitgeber-Präsident kritisiert die Steuerpläne der Regierung

Eine Zurückhaltung bei der geplanten Steuererleichterung durch die Bundesregierung hat jetzt der Metallarbeitgeber-Präsident Martin Kannegiesser angemahnt.

Kannegiesser sagte: "Wir dürfen die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate nicht so in die Zukunft fortschreiben". Die Konsolidierung des Bundeshaushaltes müsse seiner Ansicht nach die höchste Priorität haben.

Kannegiesser sagte weiter: "Deutschland darf, was die Staatsverschuldung betrifft, nicht vergriechen." Auch in Deutschland wird die nächste Krise wieder kommen. Die einzige Möglichkeit für Entlastungen sehe er bei der Neugestaltung der kalten Progression.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Steuer, Arbeitgeberpräsident, Steuerreform, Martin Kannegiesser
Quelle: www.open-report.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2011 08:57 Uhr von Bildungsminister
 
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Man muss auch mal die Langzeitfolgen dessen beachten. Rechnungen besagen, dass jene 10 Milliarden die nun als Geschenk an das Volk verteilt werden, uns auf lange Sicht mindestens 20 Milliarden, wenn nicht sogar mehr kosten werden. Für den durchschnittlichen Arbeitnehmer ergeben sich aus den geplanten Erleichterungen im übrigen ca. 30 Euro Gewinn. Dieser Betrag wird zu erwarten spätestens durch die Inflation binnen kurzer Zeit wieder aufgefressen, oder spätestens durch die geplante EU-Steuer.

Wem will man denn hier etwas vor machen? Die Zeiten, wo man Leute mit Steuern ködern konnte sind allerspätestens seit der letzten Wahl vorbei, als sich etliche Leute auf derlei Versprechen der FDP verlassen haben. Das mag nicht lange anhalten, denn Steuern waren schon immer ein beliebtes Mittel für die Beschwichtigung des eigenen Volkes, aber die aktuelle Wählergeneration dürfte zumindest geschädigt sein.

In gleichem Zuge wollen sich unsere Herren Politiker die Löhne binnen 2 Jahre um ca. 600 Euro erhöhen, um sie so den Löhnen der obersten Richter anzugleichen. Ist das in Zeiten, wo der normale Arbeiter für seine 2% mehr Lohn hart kämpfen muss, nicht ein echter Schlag ins Gesicht all jener die die tatsächliche Last zu tragen haben? Besonders bemerkenswert wie sich bei solchen Erhöhungen dann alle Parteien einig sind, die Linke mal ausgenommen, aber die sind sowieso per se gegen alles und jeden.

Nein, der Kollege voice36 hat es schon gesagt, es geht nur darum der FDP einen kleinen Schub vor den Wahlen zu geben. Man kann nur hoffen das zumindest der Großteil der Bürger nicht drauf rein fällt.

Dem Kollegen voice36 wollte ich im übrigen noch mit auf den Weg geben, dass Punkte keine Herdentiere sind, und man Sätze nicht mit dreien davon beenden muss. ;)

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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01.07.2011 10:28 Uhr von artefaktum
 
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Also mal zusammengefasst: Kannegiesser will sinkende Steuern für seine Klientel bei gleichzeitigem Abbau der Staatsverschuldung? Da vermute ich jetzt mal einen Zielkonflikt.

Zudem: Das Metallgewerbe ist sehr stark exportorientiert (vor allem der Maschinenbau). Da hatten wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten nie ein Problem. Ganz im Gegenteil. Da wird nach wie vor top verdient.

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