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Griechenland-Krise: Substanzieller Beitrag deutscher Privatbanken nur zwei Milliarden Euro

Laut Wolfgang Schäuble erwägen deutsche Privatbanken eine Stundung griechischer Kredite in Höhe von zwei Milliarden Euro, darunter die teilstaatliche Commerzbank sowie Landesbanken. Weitere 1,2 Milliarden sollen nach Vorstellung des Ministers die Bundes-Abwicklungsanstalten stunden.

CDU-Fraktionsvize Meister Reuters sowie FDP-Fraktionschef Brüderle loben den Beitrag als "substanziell" - was als Voraussetzung für die Zustimmung des Bundestag für frische Rettungsmilliarden gilt.

Wolfgang Gerke, Direktor des Bayerischen Finanzzentrums kritisiert: "In Relation zu dem, was über Bad Banks und die EZB verstaatlicht worden ist, ist der Beitrag der Banken und Versicherer nicht substanziell".


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bank, Krise, Griechenland, Beitrag
Quelle: de.reuters.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2011 23:50 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -1
 
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Wichtige Teile wurden leider weggekürzt. Daher die News hier noch mal neu, um das "Salz" in der Meldung erkennbar zu machen. Man achte auf die dreiste Rechtfertigung Schäubles und die Trickserei, um überhaupt auf 3,2 Mrd. Euro "Beitrag" zu kommen (ca. die Hälfte tragen "Steuerzahler-Banken".

Laut Wolfgang Schäuble erwägen deutsche Privatbanken eine Stundung griechischer Kredite in Höhe von zwei Milliarden Euro, darunter die teilstaatliche Commerzbank sowie Landesbanken. Weitere 1,2 Milliarden sollen nach Vorstellung des Ministers die Bundes-Abwicklungsanstalten und somit weitgehend der Steuerzahler stunden.

Schäuble: "Es ist nicht entscheidend, wie wir diese Beteiligung erreichen. Entscheidend ist, dass wir diese Beteiligung erreichen". CDU-Fraktionsvize Meister Reuters sowie FDP-Fraktionschef Brüderle loben den Beitrag als "substanziell" - was als Voraussetzung für die Zustimmung des Bundestag für frische Rettungsmilliarden gilt.

Wolfgang Gerke, Direktor des Bayerischen Finanzzentrums kritisiert: "In Relation zu dem, was über Bad Banks und die EZB verstaatlicht worden ist, ist der Beitrag der Banken und Versicherer nicht substanziell". Prof. Hans-Peter Burghof der Uni Hohenheim erklärte, statt Abschreibungen winke den Banken nun eine schöne Konkursdividende.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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01.07.2011 17:45 Uhr von ArrowTiger
 
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FTS muss endlich her! Wird endlich Zeit für eine Finanztransaktionssteuer - freiwillig zahlen die Banken, die immerhin mit ihren Spekulationen und Zinsspielereien zum Großteil für die Finanzkrise (nicht nur in GR) verantworlich sind, ganz sicher nichts...

Dabei würde eine Steuer von nur 0,05% für immerhin über 100 Mrd. Euro Einnahmen jährlich alleine in Deutschland sorgen und dabei nebenbei einige riskante Spekulationen uninteressant werden lassen! Und wir lassen uns auch noch mit "Rettungsschirmen" und "Systemrelevanz" verarschen! Die Banken könnten ihre Rettungsschirme locker solidarisch selbst finanzieren, wenn sie denn wollten.
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01.07.2011 22:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -0
 
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@ArrowTiger: Die Finanztransaktionssteuer ist letztlich nur ein Einstiegs-Lockvogel für eine komplett neue Steuer, aus der widerrum die Schuldenkrise in Südeuropa finanziert werden wird.

Der polnische EU-Kommissar Janusz Lewandowski gab bereits Anfang April bekannt, dass die neue EU-Steuer auf bestimmte Waren aufgeschlagen werden soll und direkt in den europäischen Haushalt fließen soll. Offenbar 1- oder 2 Punkte auf die Mehrwertsteuer – das ist unschwer aus der Bemerkung erkennbar.

Durch die Einnahmen aus der direkten Steuern würden sich die Anteile, die zuvor aus den einzelnen Staatshaushalten geflossen sind, vermindern, so der Pole. Selbstredend, wer den Bärenanteil einer Direktsteuer künftig zu überweisen hätte.

Bislang fließen 88% des 120 Millarden umfassenden EU-Budget aus den Kassen der EU-Staaten gen Brüssel, der Rest generiert sich aus EU-Handelszöllen. Damals hieß es: Mit Berlin soll geklärt werden, was machbar ist und wie es dem Bürger künftig vermittelt werden kann. Offiziell werde das Modell dann erstmals im Juni vorgestellt.

Dahinter steckt offenbar der Plan, per Saldo kleinere EU-Staaten und solcheLänder, die ohnehin schon Nettoempfänger sind bzw. im Zuge von Pleiten mit höheren Refinanzierungskosten zu kämpfen haben aus der EU-Finanzierung herauszunehmen und mit ihren Mitteln künftig ihren vergleichsweisen ohnehin schon geringen Beitrag am Rettungspaket/Europäischen Rettungsfond zu finanzieren (bei der Ausweitung im Zuge des EMS wurden diese ohnehin schon ausgenommen). Letztlich baut man um die Bundesbürger herum längst ein Transfersystem auf.

Merkel hat in den vergangenen 13 Monaten Hellas zwei komplette Staatshaushalte zugesagt, damit faktisch gleichzeitig die Rettung nicht nur deutscher Großbanken, sondern vor allem auch der französischen, italienischen, spanischen etc... Geldhäuser übernommen. Zumal sie darüber hinaus den deutschen Steuerzahlern im Zuge des im Mai 2010 gestarteten Ramschanleihen-Aufkaufprogrammes der EZB ein Drittel sämtlicher Schrottanleihen aus den Tresoren von Banken in Paris, Madrid, Rom etec... aufgebürdert hat.

Und schließlich hat die Kanzlerette für den neuen europäischen Rettungsfond EMS als Vorabüberweisung 22 Mrd. Euro zugesagt – abgesehen von deutschen EMS-Garantien und Bürgschaften von mindestens 190 Milliarden Euro.

Man kann sicher sein: Auch die neue EU-Direktsteuer wird der Hosenanzug absegnen, um das Disaster noch bis nach dem nächsten Wahltermin zu verschieben.

Durch alle Ritzen rieselt bereits das Geld - aber hierzulande regt sich ja kein Widerstand. Verständlich, dass sich die EU die Kanzlerin vornimmt, zumal die Dame hoffnungslos überfordert ist und sich von Ackermann fragwürdige weitere Anweisungen ins Kanzleramt schicken lässt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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