30.06.11 15:45 Uhr
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Mehrkosten für Kassenmitglieder: Abschaffung der Familienversicherung diskutiert

Die Familienversicherung der Kassen sei ungerecht, da Einzelverdiener gegenüber Doppelverdienern bevorteilt sind. Eine Pauschale von 126 Euro je Monat für alle Hausfrauen und -männer brächte eine Beitragsentlastung von 0,7 Prozent. Trotzdem müssen sich Kassenmitglieder auf steigende Beiträge einstellen.

100 Milliarden Euro Verlust weisen die Sozialversicherungen durch versicherungsfremde Leistungen aus - beispielsweise für höhere DDR-Renten durch höhere Anrechnungen derer Arbeitszeit. Die Abschaffung dieser "Schmutzelemente" könnte den Rentenbeitrag um 1,5 Prozent senken und 60 Milliarden Euro sparen.

Der oben genannten Position von Wirtschaftsweise Bernd Raffelhüschen sowie den Arbeitgeber-Verbänden steht die SPD kritisch gegenüber. Laut ihr ist durch ein Steuersplitting kein Arbeitsanreiz für Ehepartner gegeben. Nur ein höherer Mindestlohn würde mehr Sozialversicherungsbeiträge einbringen.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Familie, Versicherung, Abschaffung
Quelle: www.focus.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2011 15:45 Uhr von Berufspsycho
 
+2 | -8
 
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Bevor es Minus hagelt, ich überbringe nur die Botschaft, ich habe sie nicht zu verantworten. Es mag hart klingen, aber so lange Kinder weiterhin kostenfrei mitversichert sind, kann ich trotz schmerzlicher Einbuße, die Argumentation verstehen. Und da der Arbeitgeber Beitrag eingefroren ist, wäre das mal eine reine Arbeitnehmer Entlastung. Wenn denn alles so käme wie von der Politik versprochen. Das mit dem Steuersplitting ist aufgrund progressiver Steuerstaffel einfach nicht richtig so.
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30.06.2011 15:57 Uhr von mahoney2002
 
+8 | -0
 
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Irgendwas verstehe: ich hier falsch!
Zitat:Die Familienversicherung der Kassen sei ungerecht, da Doppelverdiener gegenüber Einzelverdienern bevorteilt sind. Eine Pauschale von 126 Euro je Monat für alle Hausfrauen und -männer brächte eine Beitragsentlastung von 0,7 Prozent. ENDE:
Doppelverdiener sind bevorteilt aber Einzelverdiener sollen für den Partner der zu Hause ist und sich um die Kinder kümmert noch 126€ blechen.
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30.06.2011 15:59 Uhr von Berufspsycho
 
+2 | -0
 
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Ups, Du hast Recht! Das muss anders rum sein! Habe es gerade dem Checker gemeldet, danke!
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30.06.2011 16:32 Uhr von vmaxxer
 
+8 | -1
 
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Auha. Kein Thema, machen wir einfach weniger FAMILIE. Keine Kinder, keine Probleme. Damit Deutschland nicht ausstirbt können wir ja dann einfach ausländische "Facharbeiter" importieren. /ironie

Das System ist soweit eigendlich ganz gut. Wer kann es sich als Alleinverdiener ansonsten leisten Kinder zu haben? Frau + Kind = 252€ Mehrausgaben im Monat.
Tolle Idee.

Das einzige was helfen könnte wären mehr Einnahmen durch höhere, bzw Mindestlöhne und das zusammenschließen der ganzen gesetzlichen- und Ersatzkassen. Allein durch letzteres könnten schon die 0,7% gespart werden.

[ nachträglich editiert von vmaxxer ]
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30.06.2011 16:33 Uhr von Katzee
 
+7 | -0
 
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Müßten: Einzelverdiener zusätzlich für Frau und Kinder KK-Beiträge abführen, könnten sich die Normalverdiener bald eine Familie nicht mehr leisten. Ist das vielleicht der Sinn der Sache? Wollen die Politiker die jetzt noch Hausfrauen und - männer auf den Arbeitsmarkt zwingen, um möglichst viel Geld zu erwirtschaften, das die Politiker dann wieder mit vollen Händen aus dem Fenster schmeissen können?
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30.06.2011 18:47 Uhr von shadow#
 
+2 | -3
 
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Neue "Soziale" Marktwirtschaft: Na dann mal vielen Dank and die FDP-Wähler, deren Helden solchen Vorschlägen zur kompletten Demontage der Solidargemeinschaft wie immer mit zwei offenen Ohren entgegentreten werden.

@nokia1234
Die Zahlen sind nach wie vor nicht der Rede wert.
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30.06.2011 19:20 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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@shinari: In den Größenordnungen in denen wir uns hier bewegen: Nein.
Wo hast du die Zahl her?
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01.07.2011 17:23 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -1
 
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Mal wieder Umverteilung von unten nach oben! Die News ist in gewisser Weise doppelt! Daher wiederhole ich meinen Beitrag von http://www.nachdenkseiten.de/... auch hier gleich mal. ;-)

Wenn was von Raffelhüschen und INSM so etwas kommt, ist Vorsicht geboten!

Hier ein umfangreicher Artikel zu dieser News:

"INSM und Raffelhüschen: Angriff auf die Familie": http://www.nachdenkseiten.de/

"Dass Bernd Raffelhüschen mit seinem Freiburger „Zentrum Generationsforschung“ ein verlängerter pseudo-wissenschaftlicher Schreibtisch der Versicherungswirtschaft und der am gleichen Strick ziehenden „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) ist, das haben wir auf den NachDenkSeiten unzählige Male belegt [..] Die neueste Raffelhüschen-„Studie“ mit dem Titel „Fehlfinanzierung in der deutschen Sozialversicherung“, finanziert von der INSM, wird als ein besonders raffinierter Versuch genutzt, wieder einmal die Lieblingsthemen dieser allein in diesem Jahr mit über 7 Millionen Euro arbeitgeberfinanzierten PR-Agentur, nämlich die Senkung der sog. „Lohnnebenkosten“ zum öffentlichen Thema zu machen und gleichzeitig den (inzwischen finanziell schwächelnden) privaten Krankversicherern Kunden zuzutreiben.

[...]

Unter dem Deckmantel der demografischen Entwicklung und finanziellen Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme wird so die Umverteilung von unten nach oben vorangetrieben."

Wird Zeit, diese asozialen Elemente vom Hof zu jagen...

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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01.07.2011 17:28 Uhr von ArrowTiger
 
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Link-Korrektur: Irgendwie scheint der Link oben nicht korrekt zu funktionieren, sorry. Hier nochmal:

http://www.nachdenkseiten.de/...

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